Sie können beim Konfigurieren von Replizierungen VMware Virtual SAN-Datenspeicher als Quell- und Zieldatenspeicher verwenden. Folgen Sie den Richtlinien beim Verwenden von vSphere Replication mit Virtual SAN-Speicher.

Anmerkung:

VMware Virtual SAN ist eine vollständig unterstützte Funktion von vSphere 5.5u1.

  • Sie können Virtual SAN in Produktionsumgebungen mit vSphere Replication 5.5.1 und vSphere 5.5u1 verwenden.

  • Virtual SAN ist eine experimentelle Funktion in vSphere 5.5. Sie können Tests mit Virtual SAN in vSphere Replication 5.5.0 und vSphere 5.5 durchführen, die Verwendung der Funktion in Produktionsumgebungen wird jedoch nicht unterstützt. In den Versionshinweisen zu vSphere Replication 5.5.0 finden Sie Informationen zur Aktivierung von Virtual SAN in vSphere 5.5.

vSphere Replication unterstützt nicht das Replizieren oder Wiederherstellen virtueller Maschinen in Root-Ordnern mit benutzerfreundlichen Namen auf Virtual SAN-Datenspeichern. Diese Namen können sich ändern, was zu Replizierungsfehlern führt. Wählen Sie bei der Auswahl von Virtual SAN-Datenspeichern stets Ordner mit UUID-Namen aus, die sich nicht ändern.

Konfigurieren von Replizierungen

Beim Konfigurieren von Replizierungen für eine einzelne virtuelle Maschine erstellt vSphere Replication den von Ihnen ausgewählten Zielordner, ruft die UUID-Referenz für diesen Ordner ab und verwendet anschließend den UUID-Namen anstelle des benutzerfreundlichen Namens. Der UUID-Name ist sichtbar, wenn vSphere Replication beim Neukonfigurieren von Replizierungen die Zielordner anzeigt.

Wenn Sie die Replizierung für mehrere virtuelle Maschinen konfigurieren, erstellen Sie einen Root-Ordner im Datenspeicher für Virtual SAN, rufen Sie dessen UUID-Namen ab und verwenden Sie den Ordner, der von der UUID im Replizierungsassistenten identifiziert wird.

Konfigurieren Sie vSphere Replication auf Gruppen von maximal 30 virtuellen Maschinen gleichzeitig.

Konfigurieren von Replizierungen mithilfe von Replizierungsspeichern

Beim Kopieren von Replizierungsspeicherdateien in den Zieldatenspeicher können Sie den vSphere Web Client zum Erstellen eines neuen Root-Ordners auf einem Datenspeicher für Virtual SAN verwenden oder Sie können die Dateien in einem vorhandenen Ordner speichern. Wenn Sie Replizierungen konfigurieren, die Replizierungsspeicher verwenden, müssen Sie den Ordner anhand seines UUID-Namens auswählen. Die Auswahl von benutzerfreundlichen Ordnernamen wird nicht unterstützt.

Neukonfigurieren von Replizierungen

Wenn Sie den Zielordner für eine Festplatte oder die VM-Konfigurationsdateien ändern möchten, müssen Sie die folgenden Optionen verwenden:

  • Wählen Sie den UUID-Namen eines vorhandenen Ordners aus.

  • Lassen Sie vSphere Replication einen neuen Ordner erstellen und dessen UUID-Namen abrufen.

Einschränkungen bei der Verwendung von vSphere Replication mit Virtual SAN-Speicher

Aus Gründen der Last und E/A-Latenz gelten für den Virtual SAN-Speicher Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl von Hosts, die Sie in einem Virtual SAN-Cluster hinzufügen können, und der Anzahl von virtuellen Maschinen, die Sie auf jedem Host ausführen können. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Einschränkungen“ im Handbuch für VMware Virtual SAN Design und Sizing unter http://www.vmware.com/products/virtual-san/resources.html.

Durch das Verwenden von vSphere Replication wird die Last auf dem Speicher erhöht. Jede virtuelle Maschine generiert reguläre Lese- oder Schreibvorgänge. Beim Konfigurieren von vSphere Replication auf den virtuellen Maschinen wird ein weiterer Lesevorgang zu den regulären Lese- oder Schreibvorgängen hinzugefügt, wodurch die E/A-Latenz auf dem Speicher erhöht wird. Die genaue Anzahl der virtuellen Maschinen, die Sie unter Verwendung von vSphere Replication auf den Virtual SAN-Speicher replizieren können, hängt von Ihrer Infrastruktur ab. Wenn die Reaktionszeiten langsamer werden, während Sie vSphere Replication für virtuelle Maschinen im Virtual SAN-Speicher konfigurieren, überwachen Sie die E/A-Latenz der Virtual SAN-Infrastruktur. Reduzieren Sie möglicherweise die Anzahl der virtuellen Maschinen, die Sie im Virtual SAN-Datenspeicher replizieren können.

Beibehalten der Point-in-Time-Snapshots bei der Verwendung des Virtual SAN-Speichers

Der Virtual SAN-Speicher speichert Festplattendateien virtueller Maschinen als Satz von Objekten und Komponenten. Jedes Festplattenobjekt in einem Virtual SAN-Speicher enthält Spiegel- und Zeugen-Objekte. In der Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers enthält ein Festplattenobjekt zwei Spiegel und einen Zeugen. Die Anzahl der Spiegel-Komponenten wird durch die Größe der Festplatte der virtuellen Maschine und durch die Anzahl der zulässigen Fehler bestimmt, die Sie in Ihrer Richtlinie des Virtual SAN-Speichers festlegen. Ein Spiegel-Objekt ist in Komponenten mit einer maximalen Größe von jeweils 256 GB unterteilt.

  • Wenn eine virtuelle Maschine eine 256-GB-Festplatte enthält und Sie die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers verwenden, enthält das Festplattenobjekt zwei Spiegel-Komponenten mit jeweils 256 GB und einen Zeugen, d. h. insgesamt drei Komponenten.

  • Wenn eine virtuelle Maschine eine 512-GB-Festplatte enthält und Sie die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers verwenden, enthält das Festplattenobjekt vier Spiegel-Komponenten mit jeweils 256 GB und einen Zeugen, d. h. insgesamt fünf Komponenten.

Weitere Informationen zu Objekten, Komponenten, Spiegeln, Zeugen und Richtlinien des Virtual SAN-Speichers finden Sie im Handbuch für VMware Virtual SAN Design und Sizing unter http://www.vmware.com/products/virtual-san/resources.html.

Wenn Sie mehrere Point-in-Time-Snapshots (PIT) aktivieren, müssen Sie Zuteilungen für zusätzliche Komponenten durchführen, die jeder Snapshot im Virtual SAN-Speicher erstellt, basierend auf der Anzahl der Festplatten pro virtueller Maschine, der Größe der Festplatten, der Anzahl der beizubehaltenden PIT-Snapshots und der Anzahl der zulässigen Fehler. Beim Beibehalten von PIT-Snapshots und Verwenden des Virtual SAN-Speichers müssen Sie die Anzahl der zusätzlichen Komponenten berechnen, die Sie für jede virtuelle Maschine benötigen:

Anzahl der Festplatten x Anzahl der PIT-Snapshots x Anzahl der Spiegel- und Zeugen-Komponenten

Beispiele für die Verwendung dieser Formel zeigen, dass durch das Beibehalten von PIT-Snapshots die Anzahl von Komponenten im Virtual SAN-Speicher für jede virtuelle Maschine schnell steigt, die Sie für vSphere Replication konfigurieren:

  • Sie verfügen über eine virtuelle Maschine mit zwei 256-GB-Festplatten, für die Sie 10 MPIT-Snapshots beibehalten, und setzen die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers fest:

    • 2 (Anzahl der Festplatten) x 10 (Anzahl der PIT-Snapshots) x 3 (2 Spiegel-Komponenten + 1 Zeuge) = 60 Komponenten für diese virtuelle Maschine.

  • Sie verfügen über eine virtuelle Maschine mit zwei 512-GB-Festplatten, für die Sie 10 PIT-Snapshots beibehalten, und setzen die Standardrichtlinie des Virtual SAN-Speichers fest:

    • 2 (Anzahl der Festplatten) x 10 (Anzahl der PIT-Snapshots) x 5 (4 Spiegel-Komponenten mit jeweils 256 GB + 1 Zeuge) = 100 Komponenten für diese virtuelle Maschine.

Die Anzahl der PIT-Snapshots, die Sie beibehalten, kann die E/A-Latenz auf dem Virtual SAN-Speicher erhöhen.