Der Schutz und die Wiederherstellung von virtuellen Maschinen durch Site Recovery Manager unterliegt Beschränkungen.

Schutz und Wiederherstellung von angehaltenen virtuellen Maschinen

Wenn Sie eine virtuelle Maschine anhalten, erstellt vSphere deren Arbeitsspeicherzustand und speichert diesen. Wenn die virtuelle Maschine wieder fortgesetzt wird, stellt vSphere den gespeicherten Arbeitsspeicherzustand wieder her, damit die virtuelle Maschine fortgesetzt werden kann, ohne dass die Anwendungen und Gastbetriebssysteme, die auf der virtuellen Maschine ausgeführt werden, unterbrochen werden.

Schutz und Wiederherstellung von virtuellen Maschinen mit Snapshots

Die Array-basierte Replizierung unterstützt den Schutz und die Wiederherstellung von virtuellen Maschinen mit Snapshots. Hierbei gibt es jedoch Einschränkungen.

Sie können über den Parameter workingDir in den VMX-Dateien einen benutzerdefinierten Speicherort zum Speichern der Snapshot-Delta-Dateien angeben. Site Recovery Manager unterstützt nicht die Verwendung des Parameters workingDir.

Einschränkungen gelten zudem, wenn Sie Versionen von ESX oder ESXi Server ausführen, die älter als Version 4.1 sind.

  • Wenn die virtuelle Maschine über mehrere VMDK-Festplattendateien verfügt, müssen alle Festplattendateien in demselben Ordner wie die VMX-Datei selbst enthalten sein.

  • Wenn eine virtuelle Maschine an ein Raw Disk Mapping-Festplattengerät (RDM-Festplattengerät) angehängt wird, müssen Sie die Zuordnungsdatei in demselben Ordner wie die VMX-Datei speichern. RDM-Snapshots sind nur dann verfügbar, wenn Sie die RDM-Zuordnung unter Verwendung des virtuellen Kompatibilitätsmodus erstellen.

Wenn Sie einen ESX oder ESXi Server 4.1 oder höher ausführen, gelten diese Einschränkungen nicht.

vSphere Replication unterstützt den Schutz von virtuellen Maschinen mit Snapshots, Sie können jedoch nur den neuesten Snapshot wiederherstellen. vSphere Replication löscht die Snapshot-Informationen der wiederhergestellten virtuellen Maschine. Als Folge davon stehen die Snapshots nach der Wiederherstellung nicht mehr zur Verfügung, es sei denn, Sie konfigurieren vSphere Replication so, dass mehrere Point-in-Time-Snapshots aufbewahrt werden. Weitere Informationen über das Wiederherstellen von älteren Snapshots durch die Verwendung mehrerer Point-in-Time-Snapshots mit vSphere Replication finden Sie unter Replizieren einer virtuellen Maschine und Aktivieren mehrerer Zeitpunktinstanzen.

Schutz und Wiederherstellung von virtuellen Maschinen mit Arbeitsspeicherzustands-Snapshots

Beim Schützen von virtuellen Maschinen mit Arbeitsspeicherzustands-Snapshots müssen die ESXi-Hosts der Schutz- und der Wiederherstellungs-Site über kompatible CPUs verfügen, wie dies in den VMware-Knowledgebase-Artikeln vMotion CPU-Kompatibilitätsanforderungen für Intel-Prozessoren und vMotion CPU-Kompatibilitätsanforderungen für AMD-Prozessoren definiert ist. Auf den Hosts müssen außerdem dieselben BIOS-Funktionen aktiviert sein. Wenn die BIOS-Konfigurationen der Server nicht übereinstimmen, wird eine Kompatibilitätsfehlermeldung angezeigt, auch wenn sie ansonsten identisch sind. Die beiden häufigsten Funktionen, die überprüft werden sollten, sind „Non-Execute Memory Protection“ (NX/XD) und „Virtualization Technology“ (VT/AMD-V).

Schutz und Wiederherstellung von virtuellen Linked Clone-Maschinen

vSphere Replication unterstützt nicht den Schutz und die Wiederherstellung von virtuellen Maschinen, bei denen es sich um verknüpfte Klone handelt.

Die Array-basierte Replizierung unterstützt den Schutz und die Wiederherstellung von virtuellen Maschinen, bei denen es sich um verknüpfte Klone handelt, wenn alle Knoten in der Snapshot-Baumstruktur repliziert werden.

Schutz und Wiederherstellung von virtuellen Maschinen mit Reservierungen, Affinitätsregeln oder Grenzwerten

Wenn Site Recovery Manager eine virtuelle Maschine auf der Wiederherstellungs-Site wiederherstellt, werden weder Reservierungen, Affinitätsregeln noch Grenzwerte beibehalten, die Sie für die virtuelle Maschine festgelegt haben. Site Recovery Manager behält weder Reservierungen, Affinitätsregeln noch Grenzwerte auf der Wiederherstellungs-Site bei, da die Wiederherstellungs-Site möglicherweise andere Ressourcenanforderungen als die Schutz-Site hat.

Sie können Reservierungen, Affinitätsregeln und Grenzwerte für wiederhergestellte virtuelle Maschinen festlegen, indem Sie Reservierungen und Grenzwerte auf den Ressourcenpools der Wiederherstellungs-Site konfigurieren und die Zuordnungen des Ressourcenpools entsprechend festlegen. Alternativ können Sie Reservierungen, Affinitätsregeln oder Grenzwerte manuell auf den Platzhalter-VMs der Wiederherstellungs-Site festlegen.

Schutz und Wiederherstellung von mit RDM-Festplattengeräten verbundenen virtuellen Maschinen

Der Schutz und die Wiederherstellung von mit einem RDM-Festplattengerät verbundenen virtuellen Maschinen werden anders unterstützt, je nachdem, ob Sie die Array-basierte Replizierung oder vSphere Replication einsetzen.

  • Die Array-basierte Replizierung unterstützt RDM-Geräte im physischen und im virtuellen Kompatibilitätsmodus. Wenn Sie Site Recovery Manager mit der Array-basierten Replizierung verwenden, können Sie virtuelle Maschinen, die RDM verwenden, entweder im physischen oder im virtuellen Kompatibilitätsmodus schützen und wiederherstellen.

  • vSphere Replication unterstützt RDM-Geräte nur im virtuellen Modus sowohl für das Quell- als auch für das Zielgerät. Wenn Sie vSphere Replication verwenden, können Sie virtuelle Maschinen, die RDM verwenden, nicht im physischen Kompatibilitätsmodus schützen und wiederherstellen.

  • Wenn Sie sowohl die Array-basierte Replizierung als auch vSphere Replication verwenden, können Sie nur durch Verwendung der Array-basierten Replizierung virtuelle Maschinen, die RDM verwenden, im physischen Kompatibilitätsmodus schützen und wiederherstellen. Sie können virtuelle Maschinen, die RDM verwenden, entweder durch die Verwendung der Array-basierten Replizierung oder von vSphere Replication im virtuellen Kompatibilitätsmodus schützen und wiederherstellen.

Geplante Migration von virtuellen Maschinen auf Datenspeichern, die SIOC verwenden

In vorherigen Versionen von Site Recovery Manager mussten Sie vor der Ausführung einer geplanten Migration Storage I/O Control (SIOC) auf Datenspeichern, die Sie in einen Wiederherstellungsplan aufgenommen haben, deaktivieren. Diese Version von Site Recovery Manager unterstützt SIOC vollständig. Vor der Ausführung einer geplanten Migration müssen Sie SIOC also nicht reaktivieren.

Notfallwiederherstellung und neuer Schutz von virtuellen Maschinen auf Datenspeichern, die SIOC verwenden

In vorherigen Versionen von Site Recovery Manager wurde die Wiederherstellung mit Fehlern durchgeführt, wenn Sie einen Wiederherstellungsvorgang mit aktivierter SIOC durchgeführt haben. Nach der Wiederherstellung mussten Sie SIOC auf der Schutz-Site manuell deaktivieren und erneut eine geplante Migrationswiederherstellung durchführen. Sie konnten den Vorgang zum erneuten Schützen erst dann durchführen, wenn Sie eine geplante Migration erfolgreich durchgeführt hatten. Diese Version von Site Recovery Manager unterstützt SIOC vollständig. Die Wiederherstellung gelingt ohne Fehler und Sie können nach einer Notfallwiederherstellung eine geplante Migration und den Vorgang zum erneuten Schützen ausführen, ohne SIOC zu deaktivieren.

Schutz und Wiederherstellung von virtuellen Maschinen mit Komponenten auf mehreren Arrays

Die Array-basierte Replizierung in Site Recovery Manager hängt vom Konzept eines Array-Paars ab. Site Recovery Manager definiert Gruppen von Datenspeichern, die es in Form von Einheiten wiederherstellt. Folglich gelten Einschränkungen für das Speichern der Komponenten von virtuellen Maschinen, die Sie mithilfe der Array-basierten Replizierung schützen.

  • Site Recovery Manager unterstützt nicht das Speichern von Komponenten virtueller Maschinen auf mehreren Arrays auf der Schutz-Site, die in ein einzelnes Array auf der Wiederherstellungs-Site repliziert werden.

  • Site Recovery Manager unterstützt nicht das Speichern von Komponenten virtueller Maschinen auf mehreren Arrays auf der Schutz-Site, die in mehrere Arrays auf der Wiederherstellungs-Site repliziert werden, wenn sich die Komponenten virtueller Maschinen über beide Arrays erstrecken.

Wenn Sie Komponenten virtueller Maschinen von mehreren Arrays in ein einzelnes Array oder in einen Bereich von Arrays auf der Wiederherstellungs-Site replizieren, stimmen die VMX-Konfigurationen der UUID der Datenspeicher auf der Schutz-Site nicht mit den Konfigurationen auf der Wiederherstellungs-Site überein.

Der Speicherort der VMX-Datei einer virtuellen Maschine bestimmt das Array-Paar, zu dem eine virtuelle Maschine gehört. Eine virtuelle Maschine kann nicht zu zwei Array-Paaren gehören. Wenn sie also über mehr als eine Festplatte verfügt und sich eine der Festplatten in einem Array befindet, das nicht Teil des Array-Paars ist, zu dem die virtuelle Maschine gehört, kann Site Recovery Manager nicht die ganze virtuelle Maschine schützen. Site Recovery Manager behandelt die Festplatte, die sich nicht in demselben Array-Paar wie die virtuelle Maschine befindet, als ein nicht repliziertes Gerät.

Folglich sollten Sie alle virtuellen Festplatten, Auslagerungsdateien, RDM-Geräte und das Arbeitsverzeichnis der virtuellen Maschine auf LUNs in demselben Array speichern, sodass Site Recovery Manager alle Komponenten der virtuellen Maschine schützen kann.

Schutz und Wiederherstellung von Active Directory-Domänencontrollern

Verwenden Sie Site Recovery Manager nicht, um Active Directory-Domänencontroller zu schützen. Active Directory bietet eine eigene Replizierungstechnologie und einen eigenen Wiederherstellungsmodus. Verwenden Sie die Active Directory-Replizierungstechnologie und Wiederherstellungmodus-Technologien, um Notfallwiederherstellungssituationen zu bewältigen.

Verwenden von Site Recovery Manager mit Zugangssteuerungsclustern

Sie können die Zugangssteuerung auf einem Cluster verwenden, um Ressourcen auf der Wiederherstellungs-Site zu reservieren. Das Verwenden der Zugangssteuerung kann allerdings die Notfallwiederherstellung beeinträchtigen, indem Site Recovery Manager bei der Ausführung eines Wiederherstellungsplans das Einschalten virtueller Maschinen verhindert. Die Zugangssteuerung kann verhindern, dass virtuelle Maschinen eingeschaltet werden, wenn ein Einschalten die relevanten Zugangssteuerungs-Einschränkungen verletzt.

Sie können einen Befehlsschritt zu einem Wiederherstellungs-Plan hinzufügen, um ein PowerCLI-Skript auszuführen, das die Zugangssteuerung während der Wiederherstellung deaktiviert. Weitere Informationen über das Erstellen von Befehlsschritten finden Sie unter Erstellen von benutzerdefinierten Wiederherstellungsschritten.

  1. Erstellen Sie einen Befehlsschritt vor dem Einschalten in dem Wiederherstellungsplan, der ein PowerCLI-Skript ausführt, um die Zugangssteuerung zu deaktivieren.

    Get-Cluster cluster_name | Set-Cluster -HAAdmissionControlEnabled:$false
  2. Erstellen Sie einen Befehlsschritt nach dem Einschalten in dem Wiederherstellungsplan, um die Zugangssteuerung nach dem Einschalten der virtuellen Maschine neu zu aktivieren.

    Get-Cluster cluster_name | Set-Cluster -HAAdmissionControlEnabled:$true

Wenn Sie die Zugangssteuerung während der Wiederherstellung deaktivieren, müssen Sie die Zugangssteuerung manuell neu aktivieren, nachdem Sie eine Bereinigung nach einer Testwiederherstellung durchgeführt haben. Das Deaktivieren der Zugangssteuerung beeinträchtigt möglicherweise die Hochverfügbarkeit zum Neustarten von virtuellen Maschinen auf der Wiederherstellungs-Site. Deaktivieren Sie die Zugangssteuerung nicht über einen längeren Zeitraum.