Site Recovery Manager bestimmt die Zusammenstellung einer Datenspeichergruppe durch die virtuellen Maschinen, die über Dateien im Datenspeicher in der Gruppe verfügen, sowie durch die Geräte, auf denen diese Datenspeicher gespeichert sind.

Wenn Sie Array-basierte Replizierung verwenden, unterstützt jedes Speicher-Array mehrere replizierte Datenspeicher. Auf SANs (Storage Area Network), die Verbindungsprotokolle wie Fibre-Channel und iSCSI verwenden, werden diese Datenspeicher LUNs genannt (logische Speichereinheiten) und umfassen einen oder mehrere physische Datenspeicher. Auf NFS-Arrays (Network File System) werden die replizierten Datenspeicher üblicherweise als Volumes bezeichnet. In jedem Paar von replizierten Speichergeräten ist ein Datenspeicher die Replizierungsquelle und der andere ist das Replizierungsziel. Daten, die auf den Quelldatenspeicher geschrieben werden, werden anhand eines Zeitplans an den Zieldatenspeicher repliziert, der von der Replizierungssoftware des Arrays gesteuert wird. Wenn Sie Site Recovery Manager für die Arbeit mit einem Speicherreplizierungsadapter (SRA) konfigurieren, befindet sich die Replizierungsquelle auf der Schutz-Site und das Replizierungsziel auf der Wiederherstellungs-Site.

Ein Datenspeicher bietet Speicher für Dateien von virtuellen Maschinen. Durch das Ausblenden der Details von physischen Speichergeräten vereinfachen Datenspeicher die Zuteilung der Speicherkapazität und bieten ein einheitliches Modell zur Erfüllung der Speicheranforderungen von virtuellen Maschinen. Da jeder Datenspeicher mehrere Geräte umfassen kann, muss Site Recovery Manager sicherstellen, dass alle Geräte, die den Datenspeicher stützen, repliziert werden, bevor es die virtuellen Maschinen schützen kann, die diesen Datenspeicher verwenden. Site Recovery Manager muss sicherstellen, dass alle Datenspeicher, die geschützte Dateien der virtuellen Maschine enthalten, repliziert werden. Während einer Wiederherstellung oder eines Tests muss Site Recovery Manager all diese Datenspeicher gemeinsam abwickeln.

Hierfür fasst Site Recovery Manager Datenspeicher in Datenspeichergruppen zusammen, um virtuelle Maschinen aufzunehmen, die mehrere Datenspeicher umfassen. Site Recovery Manager überprüft und gewährleistet regelmäßig, dass die Datenspeichergruppen alle erforderlichen Datenspeicher enthalten, um einen Schutz für die entsprechenden virtuellen Maschinen zu bieten. Falls erforderlich, berechnet Site Recovery Manager die Datenspeichergruppen neu. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn neue Geräte zu einer virtuellen Maschine hinzugefügt und diese Geräte auf einem Datenspeicher gespeichert werden, der zuvor nicht Teil der Datenspeichergruppe war.

Eine Datenspeichergruppe besteht aus der kleinsten Menge von Datenspeichern, die erforderlich sind, damit beim Speichern einer Datei einer virtuellen Maschine auf einem Datenspeicher in der Gruppe alle Dateien der virtuellen Maschine auf Datenspeichern gespeichert werden, die Teil derselben Gruppe sind. Wenn beispielsweise eine virtuelle Maschine über Festplatten auf zwei verschiedenen Datenspeichern verfügt, fasst Site Recovery Manager beide Datenspeicher in einer Datenspeichergruppe zusammen. Site Recovery Manager fasst Geräte nach festgelegten Kriterien in Datenspeichergruppen zusammen.

  • Zwei unterschiedliche Datenspeicher enthalten Dateien, die zur selben virtuellen Maschine gehören.

  • Datenspeicher, die zu zwei virtuellen Maschinen gehören, teilen ein RDM-Gerät auf einem SAN-Array, wie z B. im Falle eines MSCS-Clusters.

  • Zwei Datenspeicher umfassen Erweiterungen, die verschiedenen Partitionen desselben Geräts entsprechen.

  • Ein einzelner Datenspeicher umfasst zwei Erweiterungen, die Partitionen auf zwei unterschiedlichen Geräten entsprechen. Die zwei Erweiterungen müssen sich in einer einzelnen Konsistenzgruppe befinden und der SRA muss Informationen zur Konsistenzgruppe vom Array im Geräteerkennungsstadium zur Verfügung stellen. Anderenfalls ist das Erstellen von Schutzgruppen auf Basis dieses Datenspeichers nicht möglich, selbst wenn der SRA meldet, dass die Erweiterungen, die diesen Datenspeicher bilden, repliziert werden.

  • Mehrere Datenspeicher gehören zu einer Konsistenzgruppe. Eine Konsistenzgruppe ist eine Sammlung von replizierten Datenspeichern, bei der jeder Status der Ziel-Datenspeichergruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt als der Status der Quell-Datenspeichergruppe existiert hat. Informell werden die Datenspeicher zusammen repliziert, sodass bei der Ausführung einer Wiederherstellung mithilfe dieser Datenspeicher die Software, die auf die Ziele zugreift, die Daten nicht in einem Zustand sieht, den die Software nicht handhaben kann.

Schützen von virtuellen Maschinen auf VMFS-Datenspeichern, die sich über mehrere LUNs oder Erweiterungen erstrecken

Nicht alle SRAs stellen Informationen zur Konsistenzgruppe aus dem Speicher-Array bereit, weil nicht alle Speicher-Arrays Konsistenzgruppen unterstützen. Wenn ein SRA nach einem Datenspeicher-Erkennungsbefehl Informationen zur Konsistenzgruppe aus dem Array meldet, müssen sich die LUNs, die einen VMFS-Datenspeicher mit mehreren Erweiterungen bilden, in derselben Konsistenzgruppe des Speicher-Arrays befinden. Wenn das Array keine Konsistenzgruppen unterstützt und der SRA keine Informationen zur Konsistenzgruppe bereitstellt, kann Site Recovery Manager keine virtuellen Maschinen schützen, die sich auf dem aus mehreren Erweiterungen bestehenden Datenspeicher befinden.