Bevor Sie Site Recovery Manager Server installieren, müssen Sie verschiedene Aufgaben ausführen und sich vergewissern, dass Sie über bestimmte Informationen verfügen.

Warum und wann dieser Vorgang ausgeführt wird

  • Installieren Sie auf beiden Sites die geeignete Version von Platform Services Controller und vCenter Server. Verschiedene Versionen von Site Recovery Manager, Platform Services Controller oder vCenter Server an den Sites sind unzulässig. Informationen zur Kompatibilität zwischen vCenter Server- und Site Recovery Manager-Versionen finden Sie in vCenter Server-Anforderungen im Kompatibilitätstabellen für Site Recovery Manager 6.1 unter https://www.vmware.com/support/srm/srm-compat-matrix-6-1.html.

  • In Umgebungen mit einer kleinen Anzahl von zu schützenden virtuellen Maschinen können Sie Site Recovery Manager Server und vCenter Server auf demselben System ausführen. Für Umgebungen, die die maximalen Grenzwerte von Site Recovery Manager und vCenter Server erreichen, installieren Sie Site Recovery Manager Server und vCenter Server auf unterschiedlichen Systemen. Sind Site Recovery Manager Server und vCenter Server auf demselben System installiert, kann dies die Durchführung von Verwaltungsaufgaben in großen Umgebungen erschweren. Wenn Sie außerdem Site Recovery Manager Server auf einer virtuellen Maschine installieren und diese virtuelle Maschine nicht dieselbe ist, auf der vCenter Server ausgeführt wird, können Sie vSphere High Availability und VMware Fault Tolerance verwenden, um die Site Recovery Manager Server-VM zu schützen.

  • Verwenden Sie bei der Installation und Konfiguration von Platform Services Controller, vCenter Server und vSphere Replication, soweit möglich, vollqualifizierte Domänennamen (FQDN) anstatt IP-Adressen. Die Verwendung von FQDN anstelle von IP-Adressen ermöglicht Ihnen, die vSphere-Infrastruktur – beispielweise durch Verwendung von DHCP – zu ändern, ohne Site Recovery Manager erneut bereitstellen oder neu konfigurieren zu müssen. Der Einsatz von FQDN ist zudem erforderlich, wenn Sie benutzerdefinierte Zertifikate verwenden, weil die meisten Zertifizierungsstellen keine Zertifikate akzeptieren, die für den SAN- oder CN-Wert IP-Adressen verwenden.

  • Die Art und Weise, in der Sie Platform Services Controller, vCenter Server und vCenter Single Sign On auf einer Site bereitstellen, wirkt sich darauf aus, wie Sie Site Recovery Manager bereitstellen. Informationen dazu, wie sich das vCenter Server-Bereitstellungsmodell auf Site Recovery Manager auswirkt, finden Sie unter Bereitstellungsmodelle für Site Recovery Manager und vCenter Server.

  • Rufen Sie die Adresse der Platform Services Controller-Instanz für beide Sites ab. Der Platform Services Controller muss während der Site Recovery Manager-Installation gestartet und verfügbar sein.

  • Rufen Sie den Benutzernamen und das Kennwort für den vCenter Single Sign On-Administrator der lokalen und der Remote-Site ab.

  • Synchronisieren Sie die Uhreinstellungen der Systeme, auf denen Platform Services Controller, vCenter Server und Site Recovery Manager Server ausgeführt werden. Um systemübergreifende Konflikte im Zeitmanagement zu vermeiden, verwenden Sie einen permanenten Synchronisierungsagenten wie beispielsweise den NTP-Daemon (network time protocol daemon, NTPD), W32Time oder die Zeitsynchronisierung vonmit VMware -Tools. Wenn Sie Platform Services Controller, vCenter Server und Site Recovery Manager Server in virtuellen Maschinen ausführen, richten Sie die NTP-Zeitsynchronisierung auf dem ESXi-Host ein, auf dem die virtuellen Maschinen ausgeführt werden. Informationen zu den Best Practices für Zeitmessung finden Sie unter http://kb.vmware.com/kb/1318.

  • Beziehen Sie ein Windows-Benutzerkonto mit den entsprechenden Berechtigungen für das System, auf dem Site Recovery Manager Server installiert und ausgeführt werden soll. Sie können den Site Recovery Manager-Dienst so konfigurieren, dass er unter einem bestimmten Benutzerkonto ausgeführt wird. Das Konto kann ein lokaler Benutzer oder ein Domänenbenutzer sein, der Mitglied der Administratorengruppe auf der Maschine ist, auf der Sie Site Recovery Manager installieren. Alternativ dazu können Sie Site Recovery Manager auch so konfigurieren, dass es während der Installation unter dem lokalen Systemkonto ausgeführt wird.

  • Rufen Sie den Benutzernamen und das Kennwort für die Site Recovery Manager-Datenbank ab, wenn Sie die eingebettete Datenbank nicht verwenden.

  • Wenn Sie nicht die eingebettete Site Recovery Manager-Datenbank verwenden, konfigurieren und starten Sie den Site Recovery Manager-Datenbankdienst auf beiden Sites, bevor Sie Site Recovery Manager Server installieren. Für jede Site Recovery Manager-Instanz wird eine eigene Datenbank benötigt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Erstellen der Site Recovery Manager-Datenbank.

  • Wenn Sie nicht die eingebettete Site Recovery Manager-Datenbank verwenden, benötigt Site Recovery Manager einen Datenbankquellennamen (Database Source Name, DSN) für 64-Bit ODBC (Open Database Connectivity). Sie können den DSN für das ODBC-System vor dem Ausführen des Site Recovery Manager-Installationsprogramms oder während des Installationsvorgangs erstellen. Details zum Erstellen des DSN für das ODBC-System finden Sie unter Erstellen eines ODBC-System-DSN für Site Recovery Manager. Wenn Sie die eingebettete Site Recovery Manager-Datenbank verwenden, wird der erforderliche DSN vom Site Recovery Manager-Installationsprogramm erstellt.

  • Um Site Recovery Manager mit vSphere Replication zu verwenden, stellen Sie die geeignete Version von vSphere Replication auf beiden Schutz- und Wiederherstellungs-Sites bereit, bevor Sie Site Recovery Manager Server installieren. Das Site Recovery Manager-Installationsprogramm überprüft die Version von vSphere Replication während der Installation und hält an, wenn eine nicht kompatible Version erkannt wird. Diese Überprüfung wird nicht durchgeführt, wenn Sie vSphere Replication installieren, nachdem Sie Site Recovery Manager Server installiert haben. Dadurch kann es zur Installation nicht kompatibler Versionen kommen. Nicht kompatible Versionen von Site Recovery Manager und vSphere Replication bewirken, dass vSphere Web Client nicht mehr funktioniert. Informationen zur Kompatibilität zwischen vSphere Replication- und Site Recovery Manager-Versionen finden Sie in vSphere Replication-Anforderungen im Kompatibilitätstabellen für Site Recovery Manager 6.1 unter https://www.vmware.com/support/srm/srm-compat-matrix-6-1.html.

  • Falls Sie eine vorhandene nicht kompatible Version von vSphere Replication nicht aktualisieren können, müssen Sie die Registrierung von vSphere Replication bei beiden vCenter Server-Instanzen aufheben, bevor Sie Site Recovery Manager installieren. Nicht kompatible Versionen von Site Recovery Manager und vSphere Replication bewirken, dass vSphere Web Client nicht mehr funktioniert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Aufheben der Registrierung einer inkompatiblen Version von vSphere Replication.

  • Das Site Recovery Manager-Installationsprogramm legt das SSL/TLS-Zertifikat des Platform Services Controller zur Validierung vor, wenn es ausgeführt wird. Beziehen Sie die erforderlichen Informationen, um das Zertifikat validieren zu können.

  • Wenn Sie benutzerdefinierte Zertifikate verwenden, rufen Sie eine entsprechende Zertifikatsdatei ab. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Anforderungen für die Verwendung von benutzerdefinierten SSL/TLS-Zertifikaten mit Site Recovery Manager.

  • Laden Sie die Site Recovery Manager-Installationsdatei in einen Ordner auf der Maschine herunter, auf der Sie Site Recovery Manager installieren möchten.

  • Stellen Sie sicher, dass kein Neustart auf der Windows-Maschine aussteht, auf der Site Recovery Manager Server installiert werden soll. Stellen Sie sicher, dass keine andere Installation ausgeführt wird, auch keine unbeaufsichtigte Installation von Windows-Updates. Ausstehende Neustarts oder aktive Installationen können zu Fehlern bei der Installation von Site Recovery Manager Server oder der eingebetteten Site Recovery Manager-Datenbank führen.

  • Optimieren Sie die Adobe Flash Player-Einstellungen Ihres Browsers, um die Menge an Speicherplatz, die der vSphere Web Client verwenden kann, zu erhöhen. Eine Wiederherstellung mit Site Recovery Manager kann die Speicherplatzmenge, die Flash Player standardmäßig verbrauchen darf, manchmal überschreiten. Weitere Informationen zur Optimierung der Flash Player-Einstellungen für Site Recovery Manager im vSphere Web Client finden Sie unter http://kb.vmware.com/kb/2106096.