Sie können eine vCloud Director-Servergruppe erstellen, indem Sie eine oder mehrere Instanzen der vCloud Director-Appliance bereitstellen. Sie stellen die vCloud Director-Appliance mithilfe des vSphere Client (HTLM5), des vSphere Web Client (Flex) oder des VMware OVF Tool bereit.

Wichtig: Gemischte vCloud Director-Installationen unter Linux und vCloud Director-Appliance-Bereitstellungen in einer Servergruppe werden nicht unterstützt.

Die vCloud Director-Appliance ist eine vorkonfigurierte virtuelle Maschine, die für die Verwendung der vCloud Director-Dienste optimiert ist.

Die Appliance wird mit einem Namen im Format VMware vCloud Director-v bereitgestellt.v.v.v-nnnnnn_OVF10.ova, wobei v.v.v.v die Produktversion und nnnnnn die Build-Nummer darstellt. Beispiel: VMware vCloud Director-9.7.0.0-9229800_OVA10.ova.

Das vCloud Director-Appliance-Paket enthält die folgende Software:
  • VMware Photon™ OS
  • Die vCloud Director-Gruppe der Dienste
  • PostgreSQL 10

Die große Größe der primären vCloud Director-Appliance ist für Produktionssysteme geeignet, während die kleine Größe für Labor- oder Testsysteme geeignet ist. Nach der Bereitstellung können Sie die Größe der Appliance neu konfigurieren.

Wichtig: Das Installieren von Drittanbieterkomponenten auf der vCloud Director-Appliance wird nicht unterstützt. Sie können nur unterstützte VMware-Komponenten gemäß den VMware-Produktinteroperabilitätstabellen installieren. Beispielsweise können Sie eine unterstützte Version eines VMware vRealize® Operations Manager™ oder VMware vRealize® Log Insight™-Überwachungs-Agent installieren.

Appliance-Datenbankkonfiguration

Ab Version 9.7 enthält die vCloud Director-Appliance eine eingebettete PostgreSQL-Datenbank mit einer Hochverfügbarkeitsfunktion (HA). Um eine Appliance-Bereitstellung mit einem Datenbank-HA-Cluster zu erstellen, müssen Sie eine Instanz der vCloud Director-Appliance als primäre Zelle und zwei Instanzen als Standby-Zellen bereitstellen. Sie können zusätzliche Instanzen der vCloud Director-Appliance in der Servergruppe als vCD-Anwendungszellen bereitstellen, die nur die vCloud Director-Gruppe von Diensten ohne die eingebettete Datenbank ausführen. vCD-Anwendungszellen stellen eine Verbindung mit der Datenbank in der primären Zelle her. Weitere Informationen finden Sie unter Appliance-Bereitstellungen und Datenbank-Hochverfügbarkeitskonfiguration.

Standardmäßig verwendet die vCloud Director-Appliance TLS anstatt des veralteten SSL für Datenbankverbindungen einschließlich Replizierung. Diese Funktion wird unmittelbar nach der Bereitstellung mit einem selbstsignierten PostgreSQL-Zertifikat aktiviert. Informationen zur Verwendung eines signierten Zertifikats von einer Zertifizierungsstelle (CA) finden Sie unter Ersetzen eines selbstsignierten eingebetteten PostgreSQL- und vCloud Director-Appliance-Verwaltungsbenutzeroberflächen-Zertifikats.

Hinweis: Die vCloud Director-Appliance unterstützt keine externen Datenbanken.

Appliance-Netzwerkkonfiguration

Ab Version 9.7 wird die vCloud Director-Appliance mit zwei Netzwerken ( eth0 und eth1) bereitgestellt, damit Sie den HTTP-Datenverkehr vom Datenbankdatenverkehr isolieren können. Verschiedene Dienste überwachen eine oder beide der entsprechenden Netzwerkschnittstellen.
Dienst Port auf eth0 Port auf eth1
SSH 22 22
HTTP 80 n. v.
HTTPS 443 n. v.
PostgreSQL n. v. 5432
Verwaltungsbenutzeroberfläche 5480 5480
Konsolen-Proxy 8443 n. v.
JMX 8998, 8999 n. v.
JMS/ActiveMQ 61616 n. v.

Die vCloud Director-Appliance unterstützt die Benutzeranpassung von Firewallregeln mithilfe von iptables. Um benutzerdefinierte iptables-Regeln hinzuzufügen, können Sie Ihre eigenen Konfigurationsdaten am Ende der Datei /etc/systemd/scripts/iptables hinzufügen.