Eine Organisation mit einer SDDC-Bereitstellungsgruppe kann die vCenter Server-Systeme in diesen SDDCs verknüpfen, damit ein Administrator die kombinierten Bestandslisten in derselben vSphere Client-Ansicht verwalten kann.

Wenn Sie die vCenter-Verknüpfung in einer SDDC-Gruppe aktivieren, kann sich ein Cloud-Administrator als cloudadmin@vmc.local anmelden und den vSphere Client zum Verwalten aller vCenter Server-Systeme in der Gruppe verwenden. Wenn das cloudadmin@vmc.local-Konto diese Systeme zur Verwendung von Single Sign-On (SSL) konfiguriert, können Benutzer mit Konten in dieser SSL-Domäne auf alle verknüpften Systeme in der Gruppe zugreifen.

Nach dem Aktivieren von vCenter-Verknüpfungen in einer SDDC-Gruppe werden die der Gruppe hinzugefügten vCenter Server-Systeme in SDDCs automatisch verknüpft, während die Verknüpfungen der vCenter Server-Systeme in SDDCs, die aus der Gruppe entfernt wurden, automatisch aufgehoben werden.

Voraussetzungen

Netzwerk
Das erforderliche L3-Netzwerk für diese Funktion wird von der VMware Transit Connect-Software bereitgestellt, die bereits bei der Erstellung der SDDC-Gruppe konfiguriert wurde. Jeder verknüpfte vCenter Server in der Gruppe muss die anderen verknüpften vCenter Server-Instanzen unter einer virtuellen IP-Adresse mithilfe einer Route erreichen, die die VMware Transit Connect-Software der Gruppe durchläuft. Andere Routingkonfigurationen werden nicht unterstützt.
Die Migration einer VM mit vMotion für vCenter Server-Instanzen in einer verknüpften SDDC-Gruppe kann nicht ausgeführt werden, da VMware Transit Connect L3-Verbindungen lediglich zwischen den Gruppenmitgliedern erstellt.
SDDC-Version
vCenter-Verknüpfungen erfordern SDDC-Version 1.12 oder höher.
Dienstrolle

Dieser Vorgang ist auf Benutzer mit der VMC-Dienstrolle Administrator oder Administrator (Löschen eingeschränkt) beschränkt.

vCenter-Namensauflösung
Jeder verknüpfte vCenter Server in der Gruppe muss in der Lage sein, den Hostnamen und FQDN anderer verknüpfter vCenter Server in eine private IP-Adresse aufzulösen. Weitere Informationen finden Sie unter Festlegen der vCenter Server-FQDN-Auflösungsadresse im Handbuch VMware Cloud on AWS – Netzwerk und Sicherheit.
Hybrid Linked Mode

Wie in Erstellen und Verwalten von-SDDC-Bereitstellungsgruppen mit VMware Transit Connect™ erwähnt, wird die Verwendung des Hybrid Linked Mode über eine VPN-Verbindung nicht unterstützt, wenn das SDDC zu einer SDDC-Gruppe gehört. Sie können den Hybrid Linked Mode mit der Cloud Gateway Appliance über eine DXG-Verbindung (Direct Connect Gateway) für ein SDDC-Gruppenmitglied konfigurieren und zur Verwaltung des vCenter Server dieses SDDC verwenden, selbst wenn eine Verknüpfung mit anderen vCenter Server-Systemen in der Gruppe besteht.

Prozedur

  1. Melden Sie sich bei der VMC Console unter https://vmc.vmware.com an.
  2. Klicken Sie auf der Seite Softwaredefinierte Datencenter (SDDC) auf SDDC-Gruppen.
    Auf dieser Seite werden alle SDDC-Gruppen in Ihrer Organisation aufgelistet. Informationen zum Erstellen einer SDDC-Gruppe finden Sie unter Erstellen oder Ändern einer SDDC-Gruppe.
  3. Wählen Sie auf der Seite SDDC-Gruppen eine SDDC-Gruppenkarte aus, klicken Sie anschließend auf DETAILS ANZEIGEN und öffnen Sie die Registerkarte vCenter-Verknüpfung.
    Diese Seite enthält eine Liste aller SDDCs in der Gruppe mit Angaben zur jeweiligen Version und Informationen zum vCenter Server-Verknüpfungsstatus.
  4. Um alle vCenter Server-Systeme in der Liste zu verknüpfen, klicken Sie auf ALLE VCENTER VERKNÜPFEN.
    Mit dieser Aktion werden alle vCenter Server-Systeme mit dem Status Verknüpfung aufgehoben verknüpft. Die Verknüpfung von vCenter Server-Systemen in einer SDDC-Gruppe ist ein einmaliger Vorgang. Anhand einer festgelegten Gruppeneigenschaft wird sichergestellt, das vCenter Server-Systeme in der Gruppe unabhängig von der Anzahl der Mitglieds-SDDCs so lange verknüpft bleiben, bis die Verknüpfung bewusst aufgehoben wird. Nach der Verwendung der Option ALLE VCENTER VERKNÜPFEN in einer Gruppe werden vCenter-Verknüpfungen automatisch erstellt, wenn ein SDDC zur Gruppe hinzugefügt wird. Verknüpfungen der vCenter Server-Systeme werden automatisch aufgehoben, wenn das zugehörige SDDC aus der Gruppe entfernt wird.
  5. (Optional) Konfigurieren Sie eine gemeinsam genutzte Identitätsquelle für die verknüpften vCenter Server-Systeme.
    Wenn Sie die verknüpften vCenter Server-Systeme zur Verwendung derselben Identitätsquelle konfigurieren, können in dieser Identitätsquelle definierte Benutzerkonten auf alle verknüpften vCenter Server-Systeme mit den Berechtigungen zugreifen, die für das jeweilige Konto in der Identitätsquelle festgelegt wurden. Informationen zu Konfigurationsdetails finden Sie unter vSphere-Authentifizierung mit vCenter Single Sign-on in der VMware vSphere-Dokumentation. Wenn Sie diesen Schritt auslassen, kann sich cloudadmin@vmc.local bei allen verknüpften vCenter Server-Systemen mithilfe der Anmeldedaten authentifizieren, die auf der Registerkarte Einstellungen der VMC Console aufgelistet werden.
  6. Um die Verknüpfung aller vCenter Server-Systeme in der Liste aufzuheben, klicken Sie auf VERKNÜPFUNG ALLER VCENTER AUFHEBEN.
    Mit dieser Aktion wird die Verknüpfung aller vCenter Server-Systeme mit dem Status Verknüpft aufgehoben. Wie beim Verknüpfen von vCenter Server-Systemen in einer SDDC-Gruppe handelt es sich beim Aufheben von Verknüpfungen um einen einmaligen Vorgang. Anhand einer festgelegten Gruppeneigenschaft wird sichergestellt, dass vCenter Server-Systeme in der Gruppe so lange nicht verknüpft sind, bis Sie sie bewusst verknüpfen. Nach der Verwendung der Option VERKNÜPFUNG ALLER VCENTER AUFHEBEN in einer Gruppe bleiben vCenter Server-Systeme unverknüpft, wenn ein SDDC zur Gruppe hinzugefügt wird.