Im vSphere Client können Sie ein Element aus der Inhaltsbibliothek des Typs VM-Vorlage verwenden, um eine virtuelle Maschine auf einem Host oder Cluster in Ihrer vSphere-Umgebung bereitzustellen.

Prozedur

  1. Wählen Sie im vSphere Client Menü > Inhaltsbibliotheken aus.
  2. Öffnen Sie eine Inhaltsbibliothek, indem Sie auf ihren Namen klicken.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Vorlagen mit der rechten Maustaste auf eine VM-Vorlage und wählen Sie Aus VM-Vorlage bereitstellen aus.
    Der Assistent Aus VM-Vorlage bereitstellen wird geöffnet.
  4. Geben Sie auf der Seite Namen und Ordner auswählen einen Namen ein und wählen Sie einen Speicherort für die virtuelle Maschine aus.
  5. Wählen Sie auf der Seite Computing-Ressource auswählen einen Host, einen Cluster, einen Ressourcenpool oder eine vApp aus, auf dem bzw. der die bereitgestellte VM-Vorlage ausgeführt werden soll, und klicken Sie auf Weiter.
    Wichtig:

    Wenn die von Ihnen bereitgestellte Vorlage über ein NVDIMM-Gerät und virtuelle PMem-Festplatten verfügt, muss der Zielhost oder -cluster verfügbare PMem-Ressourcen enthalten. Andernfalls können Sie die Aufgabe nicht fortsetzen.

    Wenn die Vorlage, die Sie bereitstellen, nicht über ein NVDIMM-Gerät, dafür aber über virtuelle PMem-Festplatten verfügt, muss der Zielhost oder -cluster verfügbare PMem-Ressourcen enthalten. Andernfalls werden alle Festplatten der virtuellen Maschine die Speicherrichtlinie und den Datenspeicher nutzen, die für die Konfigurationsdateien der Quellvorlage ausgewählt wurden.

  6. Wählen Sie auf der Seite Speicher auswählen den Datenspeicher oder den Datenspeicher-Cluster aus, in dem die Konfigurationsdateien der virtuellen Maschine und alle virtuellen Festplatten gespeichert werden sollen. Klicken Sie auf Weiter.
    Option Beschreibung
    Bereitstellen einer virtuellen Maschine anhand einer Vorlage, die über vPMem-Festplatten verfügt
    1. Wählen Sie den Speichertyp für die Vorlage aus, indem Sie das Optionsfeld Standard, PMem oder Hybrid auswählen.

      Wenn Sie den Standard-Modus auswählen, werden alle virtuellen Festplatten in einem Standarddatenspeicher gespeichert.

      Wenn Sie den PMem-Modus auswählen, werden alle virtuellen Festplatten im hostlokalen PMem-Datenspeicher gespeichert. Konfigurationsdateien dürfen nicht in einem PMem-Datenspeicher gespeichert werden. Darüber hinaus müssen Sie einen regulären Datenspeicher für die Konfigurationsdateien der virtuellen Maschine auswählen.

      Wenn Sie den Hybrid-Modus auswählen, bleiben alle virtuellen PMem-Festplatten in einem PMem-Datenspeicher gespeichert. Nicht-PMem-Festplatten werden in Ihre Auswahl einer VM-Speicherrichtlinie und eines Datenspeichers oder Datenspeicher-Clusters mit einbezogen.

      Weitere Informationen zu persistenten Arbeitsspeichern und PMem-Speichern finden Sie im Handbuch vSphere-Ressourcenverwaltung.

    2. (Optional) Wählen Sie im Dropdown-Menü VM-Speicherrichtlinie eine Speicherrichtlinie für die virtuelle Maschine aus oder übernehmen Sie die Standardrichtlinie.
    3. Wählen Sie einen Datenspeicher oder einen Datenspeicher-Cluster aus.
    4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Speicher-DRS für diese virtuelle Maschine deaktivieren, wenn Sie Speicher-DRS mit der virtuellen Maschine nicht verwenden möchten.
    5. (Optional) Aktivieren Sie die Option Pro Datenträger konfigurieren, um einen separaten Datenspeicher oder Datenspeicher-Cluster für die Konfigurationsdatei der Vorlage und für jede virtuelle Festplatte auszuwählen.
      Hinweis: Sie können die Option Pro Datenträger konfigurieren dazu verwenden, eine PMem-Festplatte in eine reguläre Festplatte zu konvertieren. Diese Änderung kann allerdings zu Leistungsproblemen führen. Sie können auch eine Standardfestplatte in eine PMem-Festplatte konvertieren.
    Bereitstellen einer virtuellen Maschine anhand einer Vorlage, die nicht über vPMem-Festplatten verfügt
    1. Wählen Sie das Festplattenformat für die virtuellen Festplatten der virtuellen Maschinen aus.

      Format wie Quelle verwendet das gleiche Festplattenformat wie die virtuelle Quellmaschine.

      Das Format Thick-Provision Lazy-Zeroed erstellt eine virtuelle Festplatte im Standard-Thick-Format. Der für die virtuelle Festplatte erforderliche Speicherplatz wird dann zugeteilt, wenn die virtuelle Festplatte erstellt wird. Daten, die auf dem physischen Gerät verbleiben, werden beim Erstellvorgang nicht gelöscht, sondern bei Bedarf beim ersten Schreiben von der virtuellen Maschine durch Nullbyte ersetzt.

      Thick-Provision Eager-Zeroed ist ein virtueller Festplattentyp im Thick-Format, der Clusterfunktionen, wie z. B. Fault Tolerance, unterstützt. Der Speicher, den die virtuelle Festplatte benötigt, wird beim Erstellen zugewiesen. Im Gegensatz zum Flat-Format werden die auf dem physischen Gerät verbleibenden Daten durch Nullbyte ersetzt („zeroed out“), wenn die virtuelle Festplatte erstellt wird. Das Anlegen von Festplatten in diesem Format kann wesentlich länger dauern als das Anlegen anderer Festplattentypen.

      Das Format Thin Provision spart Speicherplatz. Eine Festplatte mit diesem Format verwendet zunächst genau die Menge an Datenspeicherplatz, die sie anfänglich benötigt. Wenn die Thin-bereitgestellte Festplatte später mehr Speicherplatz benötigt, kann sie auf die maximal zugeteilte Kapazität anwachsen.

    2. (Optional) Wählen Sie eine VM-Speicherrichtlinie aus oder übernehmen Sie die Standardrichtlinie.
    3. Wählen Sie einen Datenspeicher oder einen Datenspeicher-Cluster aus.
    4. (Optional) Aktivieren Sie die Option Pro Datenträger konfigurieren, um einen separaten Datenspeicher oder Datenspeicher-Cluster für die Konfigurationsdatei der Vorlage und für jede virtuelle Festplatte auszuwählen.
      Hinweis: Sie können die Option Pro Datenträger konfigurieren dazu verwenden, eine PMem-Festplatte in eine reguläre Festplatte zu konvertieren. Diese Änderung kann allerdings zu Leistungsproblemen führen. Sie können auch eine Standardfestplatte in eine PMem-Festplatte konvertieren.
    Hinweis: Wenn Sie die API-Aufrufe zum Bereitstellen einer OVF-Vorlage verwenden möchten, die vPMem-Festplatten enthält und aus einer Inhaltsbibliothek exportiert wurde, lesen Sie den Artikel unter https://ikb.vmware.com/s/article/52370.
  7. Wählen Sie auf der Seite Bereitstellungsoptionen auswählen weitere Anpassungsoptionen für die neue virtuelle Maschine aus.
    Sie können auswählen, ob Sie das Gastbetriebssystem oder die Hardware der virtuellen Maschine anpassen möchten. Sie können auch die Option auswählen, die virtuelle Maschine nach der Erstellung einzuschalten.
  8. (Optional) Wählen Sie auf der Seite Gastbetriebssystem anpassen eine Anpassungsspezifikation für die virtuelle Maschine aus.
    Das Anpassen des Gastbetriebssystems hilft dabei, Konflikte zu vermeiden, die auftreten können, wenn Sie virtuelle Maschinen mit identischen Einstellungen, wie z. B. mit doppelten Computernamen, bereitstellen.
    Hinweis: Für den Zugriff auf Anpassungsoptionen für Windows-Gastbetriebssysteme müssen die Microsoft Sysprep-Tools auf dem vCenter Server-System installiert sein. Die Sysprep-Tools sind in Windows Vista und Windows 2008 und höheren Betriebssystemen integriert. Einzelheiten zu diesen und anderen Anpassungsanforderungen finden Sie unter Anforderungen für die Anpassung des Gastbetriebssystems.
  9. (Optional) Konfigurieren Sie auf der Seite Hardware anpassen die Hardware der virtuellen Maschine und die dazugehörigen Optionen und klicken Sie auf Weiter.
    Sie können auch die Standardeinstellungen übernehmen und Hardware und Optionen der virtuellen Maschine zu einem späteren Zeitpunkt konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Hardware der virtuellen Maschine und Konfigurieren der Optionen der virtuellen Maschine.
    Wichtig: Wenn Sie für die virtuelle Maschine den PMem-Speicher verwenden möchten, nutzen ihre Standardfestplatte, die neuen Festplatten, die Sie konfigurieren, und die NVDIMM-Geräte, die Sie der virtuelle Maschine hinzufügen, die gleichen PMem-Ressourcen gemeinsam. Daher müssen Sie die Größe der neu hinzugefügten Geräte entsprechend der dem Host zur Verfügung stehenden PMem-Menge anpassen. Sollte ein Teil der Konfiguration Ihre Aufmerksamkeit erfordern, macht der Assistent Sie darauf aufmerksam.
  10. Überprüfen Sie auf der Seite Bereit zum Abschließen die dort angezeigten Informationen und klicken Sie auf Beenden.

Ergebnisse

Im Bereich Kürzlich bearbeitete Aufgaben erscheint eine neue Aufgabe zum Erstellen der virtuellen Maschine. Nach Abschluss der Aufgabe wird die neue virtuelle Maschine auf der ausgewählten Ressource erstellt.