Nach dem Erstellen einer virtuellen Maschine können Sie die zugehörigen CPU-Einstellungen ändern. Sie können die Ressourcenzuteilung, die Kerne pro Socket und die CPU-ID-Maske ändern. Sie können darüber hinaus Hardwarevirtualisierung und Leistungsindikatoren aktivieren.

Voraussetzungen

Für alle Änderungen an CPU-Einstellungen müssen Sie über die Berechtigung Virtuelle Maschine.Konfiguration.Einstellungen verfügen.

Zusätzliche Voraussetzungen richten sich nach dem Typ der Änderung, die Sie durchführen möchten.
Tabelle 1. Voraussetzungen für CPU-Änderungen
Ändern Voraussetzung
CPU-Hotplug

Vergewissern Sie sich, dass die virtuelle Maschine ausgeführt wird und wie folgt konfiguriert ist.

  • Die aktuelle Version von VMware Tools ist installiert.
  • Das Gastbetriebssystem unterstützt die CPU-Hotplug-Option.
  • Die virtuelle Maschine ist mit ESX/ESXi 4.x oder höher kompatibel.
  • Die virtuelle Maschine ist ausgeschaltet.
CPU-ID-Maske Schalten Sie die virtuelle Maschine aus.
Hardwarevirtualisierung
  • Stellen Sie sicher, dass die virtuelle Maschine mit ESXi 5.1 und höher kompatibel ist.
  • Stellen Sie sicher, dass Intel VT-x oder AMD-V im BIOS aktiviert ist, damit die hardwareunterstützte Virtualisierung ermöglicht wird.
Leistungsindikatoren
  • Stellen Sie sicher, dass die virtuelle Maschine mit ESXi 5.1 und höher kompatibel ist.
  • Stellen Sie sicher, dass die virtuelle Maschine ausgeschaltet ist.
  • Stellen Sie sicher, dass Intel VT-x oder AMD-V im BIOS aktiviert ist, damit die hardwareunterstützte Virtualisierung ermöglicht wird.

Prozedur

  1. Klicken Sie im vSphere Client mit der rechten Maustaste auf die VM und wählen Sie Einstellungen bearbeiten aus.
  2. Wählen Sie Virtuelle Hardware aus und öffnen Sie CPU.
  3. (Optional) Wenn Sie während der Ausführung der virtuellen Maschine Änderungen an der CPU vornehmen möchten, wählen Sie Hinzufügen von CPUs im laufenden Betrieb aktivieren.
  4. Nehmen Sie Änderungen an den folgenden Einstellungen vor und klicken Sie auf OK.
    Option Beschreibung
    Cores pro Socket Anzahl der Kerne pro Socket
    CPU-Hotplug Standardmäßig können Sie keine CPU-Ressourcen zu einer virtuellen Maschine hinzufügen, während sie eingeschaltet ist. Mit der CPU-Hotplug-Option können Sie CPU-Ressourcen zu einer laufenden virtuellen Maschine hinzufügen.
    • Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit virtuellen Maschinen, die mit ESXi 5.0 oder höher kompatibel sind.
    • Das Hinzufügen von virtuellen Mehrkern-CPUs im laufenden Betrieb wird nur von virtuellen Maschinen unterstützt, die mit ESXi 5.0 oder höher kompatibel sind.
    • Nicht alle Gastbetriebssysteme unterstützen das Hot-Add von CPUs. Sie können diese Einstellungen deaktivieren, wenn der Gast nicht unterstützt wird.
    • Wenn Sie bei virtuellen Maschinen, die mit ESXi 4.x und höher kompatibel sind, die CPU-Hotplug-Funktion verwenden möchten, legen Sie Anzahl der Kerne pro Socket auf 1 fest.
    • Durch das Hinzufügen von CPU-Ressourcen zu einer laufenden virtuellen Maschine mit aktivierter CPU-Hotplug-Funktionalität wird die Verbindung aller USB-Passthrough-Geräte zu dieser virtuellen Maschine getrennt und die Geräte werden wieder neu verbunden.
    Reservierung, Grenzwert, Anteile Eine virtuelle Maschine verfügt über die folgenden benutzerdefinierten Einstellungen, die die Zuteilung der CPU-Ressourcen beeinflussen.
    • Grenzwert: Obergrenze für die CPU-Zuteilung dieser VM. Wählen Sie Unbegrenzt, wenn Sie keine Obergrenze definieren möchten.
    • Reservierung: Garantierte CPU-Zuteilung für diese virtuelle Maschine
    • Anteile: CPU-Anteile für diese VM in Bezug auf den Gesamtanteil des übergeordneten Elements. Hierarchisch gleichwertige virtuelle Maschinen nutzen Ressourcen gemeinsam auf der Basis ihrer relativen Anteilswerte, die an die Reservierung und den Grenzwert geknüpft sind. Wählen Sie Niedrig, Normal oder Hoch aus. Dadurch werden die Anteilswerte im Verhältnis 1:2:4 festgelegt. Wählen Sie die Option Benutzerdefiniert aus, um jeder VM einen bestimmten Anteil zuzuweisen, der einer proportionalen Gewichtung entspricht.

    Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation vSphere-Ressourcenverwaltung.

    CPU-ID-Maske

    Sie können die Standardeinstellung in einer VMware Cloud on AWS-Umgebung nicht ändern.

    Hardwarevirtualisierung Wählen Sie Hardwaregestützte CPU-Virtualisierung für Gastbetriebssystem verfügbar machen aus, um dem Gastbetriebssystem vollständige CPU-Virtualisierung bereitzustellen, damit Anwendungen, die Hardwarevirtualisierung benötigen, auf virtuellen Maschinen ohne binäre Übersetzung oder Paravirtualisierung ausgeführt werden können.
    Leistungsindikatoren Wählen Sie Leistungsindikatoren für virtualisierte CPU aktivieren aus, um Leistungsoptimierungstools im Gastbetriebssystem zur Profilierung von Software zu verwenden. Sie können Prozessor-Leistungsprobleme ermitteln und beheben. Diese Funktion ist nützlich für Software-Entwickler zum Optimieren oder Debuggen von Software, die auf einer virtuellen Maschine ausgeführt wird.
    Hinweis: Wenn eine virtuelle Maschine sich auf einem ESXi-Host in einem EVC-Cluster befindet, werden CPU-Leistungsindikatoren bei der Erstellung oder Bearbeitung virtueller Maschinen nicht unterstützt. Sie müssen die CPU-Leistungsindikatoren deaktivieren.
    Eine Liste virtualisierter modellspezifischer Register (MSR) finden Sie im VMware-Knowledgebase-Artikel unter http://kb.vmware.com/kb/2030221
    CPU-/MM-Virtualisierung ESXi kann festlegen, ob eine virtuelle Maschine Hardware-Unterstützung für die Virtualisierung benötigt. ESXi nimmt diese Festlegung auf Basis des Prozessortyps und der virtuellen Maschine vor. Die Außerkraftsetzung der automatischen Auswahl kann für manche Anwendungsfälle eine bessere Leistung liefern.

    Sie können Software-MMU verwenden, wenn Ihre virtuelle Maschine umfangreiche Arbeitslasten wie Translation Lookaside Buffers (TLBs) und intensive Arbeitslasten ausführt, die eine bedeutende Auswirkung auf die gesamte Systemleistung haben. Für Software-MMU gelten jedoch höhere Overhead-Speicheranforderungen als für Hardware-MMU. Daher muss das Limit für den maximalen, auf der virtuellen Maschine unterstützten Overhead im VMkernel erhöht werden, damit Software-MMU unterstützt werden kann. Sie können die virtuelle Maschine mit bis zu 128 CPUs konfigurieren, wenn der Host der virtuellen Maschine mit ESXi 6.0 und höher kompatibel ist (Hardwareversion 11).

    Hinweis: Um von allen Vorteilen profitieren zu können, die die virtuelle Hardwareversion 13 bietet, verwenden Sie die Hardware-MMU-Standardeinstellung.