Sie können verschiedene Optionen konfigurieren, indem Sie der Datei /etc/vmware/config oder /etc/vmware/viewagent-custom.conf Einträge hinzufügen.

Bei der Installation von View Agent oder Horizon Agent kopiert das Installationsprogramm die beiden Konfigurationsvorlagendateien config.template und viewagent-custom.conf.template in /etc/vmware. Außerdem kopiert das Installationsprogramm, falls die Dateien /etc/vmware/config und /etc/vmware/viewagent-custom.conf nicht vorhanden sind, config.template nach config und viewagent-custom.conf.template in viewagent-custom.conf. In den Vorlagendateien sind alle Konfigurationsoptionen aufgelistet und dokumentiert. Um eine Option einzustellen, entfernen Sie einfach den Kommentar und ändern Sie den Wert wie gewünscht.

So aktiviert beispielsweise die folgende Zeile in /etc/vmware/config den verlustfreien PNG-Modus.
RemoteDisplay.alwaysLossless=TRUE

Nachdem Sie Ihre Änderungen vorgenommen haben, müssen Sie Linux neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.

Konfigurationsoptionen in /etc/vmware/config

VMwareBlastServer und seine zugehörigen Plug-ins verwenden die Konfigurationsdatei /etc/vmware/config.

Tabelle 1. Konfigurationsoptionen in /etc/vmware/config
Option Wert Standard Beschreibung
RemoteDisplay.alwaysLossless TRUE oder FALSE FALSE Grafische Anwendungen und insbesondere grafische Anwendungen zur Bildbearbeitung erfordern ein pixelgenaues Rendering von Bildern in der Clientanzeige eines Linux-Desktops. Sie haben die Möglichkeit, einen speziellen verlustfreien PNG-Modus für Bilder und die Videowiedergabe zu konfigurieren, die auf einem Linux-Desktop generiert und auf dem Clientgerät gerendert werden. Diese Funktion verwendet zusätzliche Bandbreite zwischen dem Client und dem ESXi-Host.
mksVNCServer.useUInputButtonMapping TRUE oder FALSE FALSE Legen Sie diese Option fest, um die Unterstützung einer linkshändigen Maus auf Ubuntu oder RHEL 7 zu aktivieren. CentOS und RHEL 6.6/6.7/6.8 unterstützen eine linkshändige Maus, und Sie müssen diese Option nicht festlegen.
RemoteDisplay.allowAudio TRUE oder FALSE TRUE Legen Sie diese Option fest, um die Audio-Ausgabe zu deaktivieren.
VVC.ScRedir.Enable TRUE oder FALSE TRUE Legen Sie diese Option fest, um die Smartcard-Umleitung zu deaktivieren.
VVC.logLevel FATAL, ERROR, WARN, INFO, DEBUG oder TRACE INFO Verwenden Sie diese Option zur Festlegung der Protokollebene des VVC-Proxy-Knotens.
VVC.RTAV.Enable TRUE oder FALSE TRUE Legen Sie diese Option fest, um die Audio-Eingabe zu deaktivieren.
Clipboard.Direction 0, 1, 2 oder 3 2 Durch diese Option wird die Richtlinie für die Zwischenablagenumleitung bestimmt.
  • 0 - Zwischenablagenumleitung deaktivieren.
  • 1 - Zwischenablagenumleitung in beide Richtungen aktivieren.
  • 2 - Zwischenablagenumleitung nur vom Client zum Remote-Desktop aktivieren.
  • 3 - Zwischenablagenumleitung nur vom Remote-Desktop zum Client aktivieren.
mksVNCServer.useXExtButtonMapping TRUE oder FALSE FALSE Legen Sie diese Option fest, um die Unterstützung einer linkshändigen Maus auf SLED 11 SP3 zu aktivieren oder zu deaktivieren.
mksvhan.clipboardSize INTEGER 1024 Verwenden Sie diese Option, um die maximale Größe der Zwischenablage für das Kopieren und Einfügen anzugeben.
RemoteDisplay.maxBandwidthKbps INTEGER 4096000 Legt die maximale Bandbreite für eine VMware Blast-Sitzung in Kilobits pro Sekunde (KBit/s) fest. Die Bandbreite umfasst den gesamten Sitzungsdatenverkehr, Bilddarstellung, Audio, virtuelle Kanäle und VMware Blast-Steuerung eingeschlossen. Der maximale Wert lautet 4 GBit/s (4096000).
RemoteDisplay.maxFPS INTEGER 60 Legt die maximale Rate der Bildschirmaktualisierungen fest. Mit dieser Einstellung steuern Sie die durchschnittliche Bandbreite, die Benutzer in Anspruch nehmen. Der gültige Wert sollte zwischen 3 und 60 liegen. Die Standardeinstellung beträgt 60 Aktualisierungen pro Sekunde.
RemoteDisplay.enableStats TRUE oder FALSE FALSE Aktivieren oder deaktivieren Sie die Blast-Protokollstatistik im MKS-Protokoll, beispielsweise FPS, RTT usw.
RemoteDisplay.allowH264 TRUE oder FALSE TRUE Legen Sie diese Option zum Aktivieren oder Deaktivieren der H.264-Codierung fest.
vdpservice.log.logLevel FATAL, ERROR, WARN, INFO, DEBUG oder TRACE INFO Verwenden Sie diese Option zum Festlegen der Protokollebene des vdpservice.
RemoteDisplay.qpmaxH264 Verfügbarer Wertebereich: 0–51 36 Verwenden Sie diese Option, um den Quantisierungsparameter „H264minQP“ festzulegen, der die für die H.264-Codierung konfigurierte beste Bildqualität angibt. Geben Sie einen Wert an, der größer ist als der für „RemoteDisplay.qpminH264“ festgelegte Wert.
RemoteDisplay.qpminH264 Verfügbarer Wertebereich: 0–51 10 Verwenden Sie diese Option, um den Quantisierungsparameter „H264maxQP“ festzulegen, der die für die H.264-Codierung konfigurierte geringste Bildqualität angibt. Geben Sie einen Wert an, der kleiner ist als der für „RemoteDisplay.qpmaxH264“ festgelegte Wert.
RemoteDisplay.minQualityJPEG Verfügbarer Wertebereich: 1–100 25 Legt die Bildqualität für die Desktop-Anzeige für die JPEG/PNG-Codierung fest. Die Einstellungen für eine niedrige Bildqualität sind für Bereiche gedacht, die sich häufig ändern, z. B. durch einen Bildlauf.
RemoteDisplay.midQualityJPEG Verfügbarer Wertebereich: 1–100 35 Legt die Bildqualität für die Desktop-Anzeige für die JPEG/PNG-Codierung fest. Legt die Einstellungen für die mittlere Qualität der Desktop-Anzeige fest.
RemoteDisplay.maxQualityJPEG Verfügbarer Wertebereich: 1–100 90 Legt die Bildqualität für die Desktop-Anzeige für die JPEG/PNG-Codierung fest. Die Einstellungen für eine hohe Bildqualität sind für eher statische Bereiche sinnvoll.

Konfigurationsoptionen in /etc/vmware/viewagent-custom.conf

Java Standalone Agent verwendet die Konfigurationsdatei /etc/vmware/viewagent-custom.conf.

Tabelle 2. Konfigurationsoptionen in /etc/vmware/viewagent-custom.conf
Option Wert Standard Beschreibung
Subnet NULL oder Netzwerkadresse und Maskierung in IP-Adresse/im CIDR-Format NULL Wenn mehrere lokale IP-Adressen mit unterschiedlichen Subnetzen vorhanden sind, können Sie mit dieser Option das Subnetz festlegen, das der Linux-Agent für den View-Verbindungsserver zur Verfügung stellen soll.

Wenn mehrere Subnetzkonfigurationen auf einem Linux-Agent-Computer ermittelt wurden, müssen Sie mit dieser Option das Subnetz angeben, das vom Linux-Agent verwendet werden soll. Wenn Sie z. B. Docker auf einem Linux-Computer installiert haben, wird diese Plattform als ein virtueller Netzwerkadapter behandelt. Um zu verhindern, dass der Linux-Agent die Docker-Plattform als virtuellen Netzwerkadapter verwendet, müssen Sie diese Option zur Verwendung des physischen Netzwerkadapters festlegen.

Sie müssen den Wert in der IP-Adresse/im CIDR-Format angeben. Beispiel: Subnet=192.168.1.0/24.

Mit NULL wird festgelegt, dass der Linux-Agent die IP-Adresse per Zufallsauswahl bestimmt.

SSOEnable TRUE oder FALSE TRUE Legen Sie diese Option fest, um Single Sign-On (SSO) zu deaktivieren.
SSOUserFormat Eine Textzeichenfolge [Benutzername] Verwenden Sie diese Option, um das Format des Anmeldenamens für das Single Sign-On anzugeben. Der Standard ist lediglich der Benutzername. Legen Sie diese Option fest, wenn auch der Domänenname erforderlich ist. Meist ist der Anmeldename der Domänenname plus einem Sonderzeichen, gefolgt vom Benutzernamen. Wenn das Sonderzeichen ein Rückschrägstrich ist, muss ein weiterer Rückschrägstrich als Escape-Zeichen verwendet werden. Beispiele für Formate von Anmeldenamen:
  • SSOUserFormat=[Domäne]\\[Benutzername]
  • SSOUserFormat=[Domäne]+[Benutzername]
  • SSOUserFormat=[Benutzername]@[Domäne]
StartBlastServerTimeout Eine Ganzzahl 20 Diese Option legt die Zeit (in Sekunden) fest, die dem VMwareBlastServer-Prozess zur Initialisierung zur Verfügung steht. Wenn der Prozess nicht innerhalb dieses Timeout-Werts verfügbar ist, schlägt die Anmeldung des Benutzers fehl.
SSLCiphers Eine Textzeichenfolge !aNULL:kECDH+AESGCM:ECDH+AESGCM:RSA+AESGCM:kECDH+AES:ECDH+AES:RSA+AES Verwenden Sie diese Option zum Festlegen der Liste der Verschlüsselungen. Sie müssen das Format verwenden, das in https://www.openssl.org/docs/manmaster/apps/ciphers.html definiert ist.
SSLProtocols Eine Textzeichenfolge TLSv1_1:TLSv1_2 Verwenden Sie diese Option zum Festlegen der Sicherheitsprotokolle. Die unterstützten Protokolle sind TLSv1.0, TLSv1.1 und TLSv1.2.
SSLCipherServerPreference TRUE oder FALSE TRUE Verwenden Sie diese Option, um die Option SSL_OP_CIPHER_SERVER_PREFERENCE zu aktivieren oder zu deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.openssl.org/docs/manmaster/ssl/SSL_CTX_set_options.html.
LogCnt Eine Ganzzahl -1 Verwenden Sie diese Option zur Festlegung der Anzahl der reservierten Protokolle in /tmp/vmware-root.
  • -1 - alle beibehalten
  • 0 - alle löschen
  • > 0 - Anzahl der reservierten Protokolle.
RunOnceScript

Verwenden Sie diese Option, um die geklonte VM erneut zu AD beitreten zu lassen.

Legen Sie das RunOnceScript fest, nachdem der Hostname geändert wurde. Das angegebene Skript wird nur einmal nach der ersten Änderung des Hostnamens ausgeführt. Das Skript wird als Stammberechtigung ausgeführt, wenn der Agentendienst gestartet wird und sich der Hostname seit der Agenteninstallation geändert hat.

Zum Beispiel müssen Sie für die winbind-Lösung die Basis-VM AD mit winbind beitreten lassen und diese Option auf einen Skriptpfad festlegen. Diese muss den Befehl für den erneuten Beitritt zur Domäne /usr/bin/net ads join -U <ADUserName>%<ADUserPassword> enthalten. Nach dem VM-Klon ändert die Betriebssystemanpassung den Hostnamen. Wenn der Agentendienst gestartet wird, wird das Skript ausgeführt, damit die geklonte VM zu AD beitritt.

RunOnceScriptTimeout 120 Verwenden Sie diese Option, um die Zeit bis zur Zeitüberschreitung in Sekunden für die Option „RunOnceScript“ festzulegen.

Legen Sie z. B. RunOnceScriptTimeout=120 fest

Hinweis: Die drei Sicherheitsoptionen SSLCiphers, SSLProtocols und SSLCipherServerPreference gelten für den VMwareBlastServer-Prozess. Beim Start des VMwareBlastServer-Prozesses durchläuft der Java Standalone Agent diese Optionen als Parameter. Wenn Blast Secure Gateway (BSG) aktiviert ist, wirken sich diese Optionen auf die Verbindung zwischen BSG und dem Linux-Desktop aus. Wenn BSG deaktiviert ist, wirken sich diese Optionen auf die Verbindung zwischen dem Client und dem Linux-Desktop aus.