Wenn Sie bestimmte virtuelle Horizon 7 for Linux-Maschinen erstellen, müssen Sie die Einstellungen für den Arbeitsspeicher und die Konfigurationsparameter auf die empfohlenen Mindestwerte ändern.

Virtuelle Maschinen, die für die Verwendung von NVIDIA vDGA konfiguriert sind, benutzen die physische NVIDIA-Grafikkarte. Virtuelle Maschinen, die für die Verwendung von NVIDIA GRID vGPU konfiguriert sind, benutzen die virtuelle NVIDIA-Grafikkarte, die auf der Beschleunigung der physischen NVIDIA-Grafikkarte basiert. Sie müssen die Einstellungen für den Videospeicher (vRAM) und die Konfigurationsparameter für diese virtuellen Maschinen nicht ändern.

Virtuelle Maschinen, die für die Verwendung von 2D- oder vSGA-Grafiken konfiguriert sind, benutzen die virtuelle VMware-Grafikkarte. Für diese Art von virtuellen Maschinen müssen Sie folgende Einstellungen ändern:

  • Videospeichereinstellungen (vRAM)

  • Konfigurationsparameter

  • Einstellungen für 3D-Arbeitsspeicher

  • Einstellungen für vCPU und virtuellen Arbeitsspeicher zur Leistungsverbesserung

Videospeichereinstellungen (vRAM)

Wenn Sie im vSphere Client eine virtuelle Linux-Maschine erstellen, müssen Sie die vRAM-Größe wie in 1 dargestellt konfigurieren. Legen Sie die vRAM-Größe fest, die für die Anzahl und Auflösung der von Ihnen für die virtuelle Maschine konfigurierten Monitore empfohlen wird.

Tabelle 1. Empfohlene vRAM-Einstellungen für 2D- oder vSGA-Grafiken

vRAM-Größe

Anzahl der Monitore

Maximale Auflösung

10 MB

1

1600x1200 oder 1680x1050

12 MB

1

1920x1440

32 MB

1

2560x1600

48 MB

2

2048x1536

80 MB

2

2560x1600

128 MB

3

2560x1600

128 MB

4

2048x1536

Diese vRAM-Werte stellen Mindestempfehlungen dar. Wenn auf der virtuellen Maschine mehr Ressourcen verfügbar sind, können Sie die vRAM-Größe für eine verbesserte Videoleistung erhöhen.

10 MB wird als Mindest-vRAM-Wert für eine mit einem Monitor mit der niedrigsten Auflösung konfigurierte Maschine empfohlen.

Um die Anzahl der Anzeigegeräte und die Größe des verwendeten Videospeichers (vRAM) wie in Erstellen einer virtuellen Maschine und Installieren von Linux beschrieben festzulegen, müssen Sie die virtuelle Maschine ausschalten.

Der Horizon-Verbindungsserver 7 konfiguriert die vRAM-Einstellungen auf virtuellen Linux-Maschinen nicht automatisch wie etwa auf virtuellen Windows-Maschinen. Sie müssen deswegen die vRAM-Einstellungen manuell im vSphere Client konfigurieren.

Wird eine virtuelle Linux-Maschine mit einer geringeren vRAM-Größe konfiguriert, treten eventuell folgende Probleme auf:

  • Desktop-Sitzungen können unmittelbar nach der ersten Herstellung der Verbindung wieder getrennt werden.

  • Die automatische Anpassung funktioniert nicht. Der Desktop wird dann nur in einem kleinen Bereich des Bildschirms dargestellt.

Wenn der Wert für Anzahl der Anzeigegeräte einer virtuellen Linux-Maschine kleiner ist als tatsächlich erforderlich, werden einer oder mehrere Monitore für den Desktop leer angezeigt.

Wenn ein Problem mit der automatischen Anpassung auftritt, können Sie eine höhere vRAM-Größe festlegen. vSphere Client ermöglicht eine maximale vRAM-Größe von 128 MB. Wenn Sie mehr als 128 MB für die vRAM-Größe festlegen möchten, müssen Sie die VMX-Konfigurationsdatei manuell ändern. Das folgende Beispiel legt eine vRAM-Größe von 256 MB fest:

svga.vramSize = "268435456"

Konfigurationsparameter

Um den Linux-Remote-Desktop auf mehreren Monitoren anzuzeigen, müssen Sie bestimmte Konfigurationsparameter für die virtuelle Maschine festlegen. Die Festlegung eines Konfigurationsparameters für eine virtuelle Maschine wird allgemein folgendermaßen vorgenommen:

  1. Schalten Sie die virtuelle Maschine aus

  2. Klicken Sie im vSphere Web Client mit der rechten Maustaste auf die virtuelle Maschine, und wählen Sie Einstellungen bearbeiten aus.

  3. Klicken Sie auf die Registerkarte VM-Optionen und dann auf Erweitert.

  4. Klicken Sie auf Konfiguration bearbeiten und dann auf Zeile hinzufügen.

  5. Geben Sie den Namen und den Wert des Konfigurationsparameters ein.

  6. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern.

Sie müssen die folgenden Konfigurationsparameter festlegen:

  • Legen Sie für svga.autodetect „False“ fest.

    svga.autodetect="false"
  • Berechnen Sie die Werte für svga.maxWidth und svga.maxHeight entsprechend der Anzahl und der Ausrichtung (horizontal oder vertikal) der Anzeigemonitore. Als allgemeine Regel gilt, dass die Werte für svga.maxWidth und svga.maxHeight groß genug sein müssen, um alle Bildschirme zu unterstützen. Beispielsweise müssen Sie zur Unterstützung von vier Anzeigeräten mit einer maximalen Auflösung von 2560x1600 die folgenden Werte festlegen:

    svga.maxHeight="3200"
    svga.maxWidth="10240"

Wenn Sie über mehrere Monitore verfügen, ist die Festlegung dieser Konfigurationsparameter obligatorisch. Ansonsten können ein oder mehrere der folgenden Probleme auftreten:

  • Der Desktop wird auf einigen Monitoren angezeigt, die anderen Monitore bleiben leer.

  • Eine Tastatureingabe wird mehrfach angezeigt.

  • Der Desktop wird verlangsamt.

  • Der Desktop wird nur in einem kleinen Bereich des Bildschirms dargestellt.

Monitore mit auf 4096x4096 eingeschränkter Bildschirmgröße

Für RHEL 6.8/6.9/7.3, CentOS 6.8/6.9/7.3, Ubuntu 16.04, SLED 12 SP2, und SLES 12 SP2 beträgt die maximale Bildschirmgröße für 2D und vSGA 4096x4096. Wenn Sie den Befehl xrandr ausführen, zeigt die erste Zeile der Ausgabe Maximum 4096x4096 an.

Für Ubuntu 14.04 gilt die Einschränkung auch, wenn Sie die aktuellen Patches der offiziellen Ubuntu-Repositorys installieren.

Für eine Verbindung mit mehreren Monitoren ist eventuell eine höhere Bildschirmgröße als 4096x4096 erforderlich. Um diese Einschränkung zu umgehen, verwenden Sie eine der folgenden Lösungen:

  • Wenn Sie VMware Hardware Version 11 (HWv11) oder höher für Ihre virtuelle Maschine verwenden müssen, fügen Sie der VMX-Konfigurationsdatei der virtuellen Maschine folgende Zeile hinzu:

    mks.enable3d = TRUE

    Mit dieser Lösung kann das Linux-Betriebssystem 3D-Funktionen an Softwareanwendungen wie Chrome übermitteln. Allerdings wird dadurch eventuell die Leistung des Linux-Systems beeinträchtigt.

  • Wenn Ihre virtuelle Maschine VMware Hardware Version 10 verwenden kann, fügen Sie die folgende Zeile in die VMX-Datei Ihrer virtuellen Maschine ein:

    virtualHW.version = "10"

    Diese Lösung ist nicht für RHEL 6.8 und CentOS 6.8 anwendbar.

    Damit diese Lösung auf Ubuntu 16.04-Systemen wirksam werden kann, müssen Sie die aktuellen Patches der offiziellen Ubuntu-Repositorys installieren.

vCPU- und Arbeitsspeichereinstellungen

Wenn Sie die Leistung eines 2D- oder vSGA-Desktops verbessern möchten, können Sie mehr vCPUs und einen größeren Arbeitsspeicher für die virtuelle Linux-Maschine festlegen. So können Sie z. B. zwei vCPUs und zwei GB virtuellen Arbeitsspeicher verwenden.

Für einen großen Bildschirm mit mehreren Monitoren (z. B. vier Monitore) legen Sie 4 vCPUs und 4 GB virtuellen Arbeitsspeicher für die virtuelle Maschine fest.

Für die Videowiedergabe in einem 2D- oder vSGA-Desktop geben Sie 4 vCPUs und 4 GB virtuellen Arbeitsspeicher für die virtuelle Maschine an.

Einstellungen für 3D-Arbeitsspeicher

Um die Leistung in einer vSGA-Umgebung mit mehreren Monitoren zu verbessern, setzen Sie die Einstellung 3D-Arbeitsspeicher auf 1 GB oder höher.