Für die Installation von Horizon 7 for Linux muss Ihr Linux-System bestimmte Anforderungen in Bezug auf Betriebssystem, Horizon 7 und die vSphere-Plattform erfüllen.

Unterstützte Linux-Versionen für Horizon Agent

Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der Linux-Betriebssysteme, die auf virtuellen Maschinen in einem Desktop-Pool unterstützt werden.

Tabelle 1. Unterstützte Linux-Betriebssysteme für View Agent

Linux-Distribution

Architektur

Ubuntu 14.04 und 16.04

Anmerkung:

Deaktivieren Sie Compiz, um die Leistungseinbußen zu vermeiden. Weitere Informationen finden Sie unter http://kb.vmware.com/kb/2114809.

x64

Ubuntu 12.04

x64

RHEL 6.6, 6.7, 6.8, 6.9, 7.2 und 7.3

x64

CentOS 6.6, 6.7, 6.8, 6.9, 7.2 und 7.3

x64

NeoKylin 6 Update 1

x64

SLED 11 SP3/SP4, SLED 12 SP1/SP2

x64

SLES 12 SP1/SP2

x64

Anmerkung:

Der Linux Agent verfügt bei einigen Linux-Distributionen über Abhängigkeitspakete. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren von Abhängigkeitspaketen für Horizon Agent.

Erforderliche Plattform- und Horizon 7-Softwareversionen

Um Horizon 7 for Linux installieren und anwenden zu können, muss Ihre Bereitstellung bestimmte Anforderungen für die vSphere-Plattform, Horizon 7 und die Horizon Client-Software erfüllen.

Tabelle 2. Erforderliche Plattform- und Horizon 7-Softwareversionen

Plattform und Software

Unterstützte Versionen

vSphere-Plattformversion

  • vSphere 6.0 U2 oder eine höhere Version

  • vSphere 6.5 oder eine höhere Version

Horizon-Umgebung

  • Horizon-Verbindungsserver 7.2

Horizon Client-Software

  • Horizon Client 4.5.0 für Android

  • Horizon Client 4.5.0 für Windows

  • Horizon Client 4.5.0 für Linux

  • Horizon Client 4.5.0 für Mac OS X

  • Horizon Client 4.5.0 für iOS (iPad Pro)

  • HTML Access 4.5.0 mit Chrome, Firefox und InternetExplorer

  • Zero Clients werden nicht unterstützt

Von virtuellen Linux-Maschinen verwendete TCP-Ports

View Agent und Horizon Clients verwenden TCP-Ports für den Netzwerkzugriff untereinander und zwischen den verschiedenen View Server-Komponenten.

Tabelle 3. Von virtuellen Linux-Maschinen verwendete TCP-Ports

Quelle

Port

Ziel

Port

Protokoll

Beschreibung

Horizon Client

*

Linux Agent

22443

TCP

Blast, wenn Blast Security Gateway nicht verwendet wird

Sicherheitsserver, View-Verbindungsserver oder Access Point-Appliance

*

Linux Agent

22443

TCP

Blast, wenn Blast Security Gateway verwendet wird

View Agent

*

View-Verbindungsserver

4001, 4002

TCP

JMS-SSL-Datenverkehr.

Anmerkung:

Weitere Informationen zu den von Clients verwendeten TCP- und UDP-Ports finden Sie unter „Von Clients und View verwendete TCP- und UDP-Ports“ im Dokument Horizon Client- und View Agent-Sicherheit in View.

Überprüfen des von virtuellen Linux-Maschinen verwendeten Linux-Kontos

Die nachfolgende Tabelle enthält den von virtuellen Linux-Maschinen verwendeten Kontonamen und den Kontotyp.

Tabelle 4. Kontoname und Kontotyp

Kontoname

Kontotyp

Verwendet von

Stammordner

Integriertes Linux-Betriebssystem

Java Standalone Agent, mksvchanserver, Shell-Skripts

vmwblast

erstellt durch das Linux Agent-Installationsprogramm

VMwareBlastServer

<Aktuell angemeldeter Benutzer>

Integriertes Linux-Betriebssystem oder AD-Benutzer oder LDAP-Benutzer

Python-Skript

Desktop-Umgebung

Horizon 7 for Linux Desktop unterstützt mehrere Desktop-Umgebungen auf unterschiedlichen Linux-Distributionen. Die folgende Tabelle enthält die Standard-Desktop-Umgebungen für jede Linux-Distribution, die von Horizon 7 for Linux Desktop unterstützt wird.

Tabelle 5. Unterstützte Desktop-Umgebungen

Linux-Distribution

Standard-Desktop

Umgebung

Von Horizon 7 for Linux Desktop unterstützte Desktop-Umgebung

Ubuntu 14.04/16.04

Unity

Gnome Fallback/Flashback (Metacity)

Ubuntu 12.04

Unity

Unity

RHEL/CentOS 6

Gnome

Gnome, K Desktop Environment (KDE)

RHEL/CentOS 7

Gnome

Gnome

SLED 11 SP4

Gnome

Gnome

SLED 12 SP1/SP2

Gnome

Gnome

SLES 12 SP1/SP2

Gnome

Gnome

NeoKylin 6 Update 1

Mate

Mate

Zur Installation der Gnome Fallback/Flashback-Desktop-Umgebung (Metacity) auf Ubuntu 14.04/16.04 finden Sie weitere Informationen im VMware-KB-Artikel http://kb.vmware.com/kb/2114809.

Beachten Sie die im Folgenden aufgeführten Hinweise zur Installation von KDE als Standard-Desktop-Umgebung für RHEL/CentOS 6-Distributionen.

Anmerkung:

Die Single Sign-On-Anmeldung (SSO) für KDE funktioniert nur, wenn Sie diese mithilfe der nachfolgend beschriebenen Schritte installieren.

  1. Installieren Sie das RHEL/CentOS 6-Betriebssystem mit der Standardeinstellung für die Desktop-Umgebung. Damit wird Gnome installiert.

  2. Installieren Sie KDE mit dem im Folgenden aufgeführten Befehl.

    sudo yum groupinstall "X Window System" "KDE Desktop"

Wenn Sie die SSO-Anmeldung für eine Linux-Distribution aktivieren, auf der mehrere Desktop-Umgebungen installiert sind, beachten Sie die nachfolgend aufgeführten Hinweise zur Auswahl der Desktop-Umgebung.

  • Für Ubuntu-14.04/16.04 aktivieren Sie in der Datei /etc/vmware/viewagent-custom.conf die Option UseGnomeFlashback, um für den Endbenutzer die Verwendung von Gnome Fallback/Flashback (Metacity) verbindlich festzulegen.

  • Für RHEL/CentOS 6 müssen die Endbenutzer den Desktop-Umgebungsnamen kde oder gnome in der Datei ~/.dmrc angeben, um festzulegen, welche Desktop-Umgebung in der nächsten SSO-Anmeldungssitzung verwendet wird. Um beispielsweise KDE als Standard-Desktop-Umgebung verwenden zu können, muss der Endbenutzer die folgende Einstellung in seine Datei ~/.dmrc aufnehmen:

    [Desktop]
    Session=kde

    Nach der ersten Einrichtung muss sich der Endbenutzer abmelden oder das Linux-System neu starten, um KDE im obigen Beispiel als Standard-Desktop in seiner nächsten Anmeldungssitzung festzulegen.

Wenn Sie die SSO-Anmeldung auf einer Linux-Distribution mit mehreren installierten Desktop-Umgebungen deaktiviert haben, muss der Endbenutzer die gewünschte Desktop-Umgebung auswählen, wenn er sich bei dieser Linux-Distribution anmeldet.

VHCI-Treiber für die USB-Umleitung

Die Funktion der USB-Umleitung wird ab Horizon 7 Version 7.1 für Linux-Desktops unterstützt. Die Funktion verfügt über eine Abhängigkeit vom Kerneltreiber des USB Virtual Host Controller Interface (VHCI) Sie müssen einen Patch für den VHCI-Treiber zur Unterstützung von USB 3.0 installieren.

Das Installationsprogramm für Horizon for Linux umfasst die Binärdatei des VHCI-Treibers für den Standardkernel der unterstützten Linux-Distributionen. Damit wird der VHCI-Treiber installiert, wenn die Funktion zur USB-Umleitung ausgewählt wird. Die nachfolgende Tabelle enthält die Standardkernelversionen, die vom Installationsprogramm für den Horizon for Linux Desktop installiert werden.

Tabelle 6. Standardkernelversionen

Linux-Distribution

Standardkernelversion

RHEL/CentOS 6.9

2.6.32-696.el6.x86_64

SUSE 12 SP2

4.4.21-69-default

RHEL/CentOS 7.3

3.10.0-514.el7.x86_64

Ubuntu 14.04

3.13.0-24-generic

Ubuntu 16.04

4.4.0-21-generic

Wenn Ihr Linux-System eine andere Kernelversion verwendet, als die im Installationsprogramm von Horizon for Linux enthaltenen Standardversionen, müssen Sie den USB-VHCI-Quellcode von https://sourceforge.net/projects/usb-vhci/files/linux%20kernel%20module/ herunterladen. Sie müssen dann den Quellcode des VHCI-Treibers kompilieren und die damit generierte Binärdatei auf Ihrem Linux-System installieren.

Anmerkung:

Der VHCI-Treiber muss vor der Installation von Horizon for Linux installiert werden.

Wenn Sie die aktuelle Version des Quellcodes des USB-VHCI-Treibers heruntergeladen haben, kompilieren Sie diesen mit den nachfolgend aufgeführten Befehlen und installieren Sie ihn auf Ihrem Linux-System. Wenn Sie beispielsweise die Installationsdatei VMware-horizonagent-linux-x86_64 -<Version>-<Build-Nummer>.tar.gz im Verzeichnis /install_tmp/ entpacken, ist /Install_tmp/VMware-horizonagent-linux-x86_64-<Version>-<Build-Nummer>/resources/vhci/patch/vhci.patch die full-path_to_patch-file. Der patch-Befehl, der verwendet werden muss, lautet:

# patch -p1 < /install_tmp/VMware-horizonagent-linux-x86_64-<Version>-<Build-Nummer>/resources/vhci/patch/vhci.patch

Tabelle 7. Kompilieren und Installieren der VHCI-USB-Treiber

Linux-Distribution

Schritte zum Kompilieren und Installieren der VHCI-USB-Treiber

Ubuntu 14.04

Ubuntu 16.04

Kompilieren und installieren Sie die VHCI-Treiber.

# tar -xzvf vhci-hcd-1.15.tar.gz
# cd vhci-hcd-1.15
# patch -p1 < full-path_to_patch-file
# make clean && make && make install

RHEL/CentOS 6.9

RHEL/CentOS 7.3

  1. Installieren Sie die Abhängigkeitspakete.

    # yum install gcc-c++
    # yum install kernel-devel-$(uname -r)
    # yum install kernel-headers-$(uname -r)
    # yum install patch
  2. Kompilieren und installieren Sie die VHCI-Treiber.

    # tar -xzvf vhci-hcd-1.15.tar.gz
    # cd vhci-hcd-1.15
    # patch -p1 < full-path_to_patch-file
    # make clean && make && make install

SUSE 11 SP4

SUSE 12 SP2

  1. Ermitteln Sie die Version des aktuellen Kernelpakets.

    # rpm -qa | grep kernel-default-$(echo $(uname -r) | cut -d '-' -f 1,2)

    Die Ausgabe besteht aus dem Namen des aktuell installierten Kernelpakets. Wenn der Name des Pakets z. B. kernel-default-3.0.101-63.1 lautet, ist die aktuelle Version des Kernelpakets 3.0.101-63.1.

  2. Installieren Sie die Abhängigkeitspakete.

    1. Bei SUSE 11 installieren Sie die Pakete kernel-source und kernel-default-devel, die dem aktuellen Kernel entsprechen, und die Pakete gcc und patch.

       #zypper install --oldpackage kernel-source-<Kernelpaketversion> \
      kernel-default-devel-<Kernelpaketversion> gcc patch

      Beispiel:

       #zypper install --oldpackage kernel-source-3.0.101-63.1 kernel-default-devel-3.0.101-63.1 gcc patch

    2. Bei SUSE 12 installieren Sie die Pakete kernel-devel, kernel-default-devel, kernel-macros und patch packages.

    #zypper install --oldpackage kernel-devel-<Kernelpaketversion> \
    kernel-default-devel-<Kernelpaketversion> kernel-macros-<Kernelpaketversion> patch

    Beispiel:

    #zypper install --oldpackage kernel-devel-4.4.21-90.1 kernel-default-devel-4.4.21-90.1 kernel-macros-4.4.21-90.1 patch

  3. Kompilieren und installieren Sie die VHCI-Treiber.

    # tar -xzvf vhci-hcd-1.15.tar.gz
    # cd vhci-hcd-1.15
    # patch -p1 < full-path_to_patch-file
    # mkdir -p linux/$(echo $(uname -r) | cut -d '-' -f 1)/drivers/usb/core
    # cp /lib/modules/$(uname -r)/source/include/linux/usb/hcd.h linux/$(echo $(uname -r) | cut -d '-' -f 1)/drivers/usb/core
    # make clean && make && make install

Wenn sich Ihre Linux-Kernelversion ändert, müssen Sie den VHCI-Treiber erneut kompilieren und installieren. Horizon for Linux muss aber nicht erneut installiert werden.