Bei der Installation von Horizon-Verbindungsserver wird die Horizon Administrator-Benutzeroberfläche ebenfalls installiert.

Konfiguration des Verbindungsservers

Auch wenn Sie den Verbindungsserver auf einem physischen Computer installieren können, wird in diesem Beispiel eine virtuelle Maschine mit den in 1 aufgelisteten technischen Daten verwendet. Der ESXi-Host für diese virtuelle Maschine kann Teil eines VMware HA-Clusters sein, damit ein Schutz gegen Ausfälle des physischen Servers besteht.

Tabelle 1. Beispiel einer virtuellen Maschine für View-Verbindungsserver

Element

Beispiel

Betriebssystem

64 Bit Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2012 R2

Arbeitsspeicher (RAM)

10 GB

Virtuelle CPU

4

Kapazität der Systemfestplatte

70 GB

Virtueller SCSI-Adaptertyp

LSI Logic SAS (Standardeinstellung für Windows Server 2008)

Virtueller Netzwerkadapter

VMXNET 3

Netzwerkkarte

Netzwerkkarte mit 1 GBit/s

Aspekte des Cluster-Aufbaus beim Verbindungsserver

Sie können mehrere replizierte Verbindungsserver-Instanzen in einer Gruppe bereitstellen, um den Lastausgleich und eine hohe Verfügbarkeit zu unterstützen. Gruppen replizierter Instanzen sind auf die Unterstützung von Clustern innerhalb einer im LAN verbundenen Umgebung mit einem einzigen Rechenzentrum ausgelegt.

Wichtig:

Zur Verwendung einer Gruppe replizierter Verbindungsserver-Instanzen in einem WAN, MAN (Metropolitan Area Network) oder einem anderen Netzwerk, das kein LAN ist, in einer Situation, in der die Horizon-Bereitstellung sich über mehrere Datencenter erstrecken muss, müssen Sie die Cloud-Pod-Architektur-Funktion verwenden. Sie können 25 Pods verbinden, um eine große Umgebung für das Brokering und die Verwaltung von Desktops in fünf Sites bereitzustellen, die sich an unterschiedlichen geografischen Standorten befinden. Auf diese Weise lassen sich Desktops und Anwendungen für bis zu 50.000 Sitzungen zur Verfügung stellen. Weitere Informationen finden Sie im Dokument Verwalten der Cloud-Pod-Architektur in Horizon 7.

Maximale Anzahl an Verbindungen für den Verbindungsserver

2 bietet Informationen zu den getesteten Einschränkungen in Bezug auf die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen, die eine Horizon 7-Bereitstellung unterstützen kann.

Bei diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass der Verbindungsserver auf einem Windows Server 2008 R2 Enterprise-Betriebssystem mit 64 Bit ausgeführt wird.

Tabelle 2. Remote-Desktop-Verbindungen

Anzahl der Verbindungsserver-Instanzen pro Bereitstellung

Verbindungstyp

Maximale Anzahl gleichzeitiger Verbindungen

1 Verbindungsserver

Direkte Verbindung, RDP, Blast Extreme oder PCoIP

4.000 (getestete Einschränkung)

1 Verbindungsserver

Tunnelverbindung, RDP

2.000 (feste Einschränkung)

1 Verbindungsserver

PCoIP Secure Gateway-Verbindung

4.000 (getestete Einschränkung)

1 Verbindungsserver

Blast Secure Gateway-Verbindung

4.000 (getestete Einschränkung)

1 Verbindungsserver

Unified Access auf physische PCs

2,000

1 Verbindungsserver

Unified Access auf RDS-Hosts

2,000

7 Verbindungsserver

Direkte Verbindung, RDP, Blast Extreme oder PCoIP

20.000 (getesteter und daher unterstützter Grenzwert)

Verbindungen über das PCoIP Secure Gateway sind erforderlich, wenn Sie für PCoIP-Verbindungen, deren Ausgangspunkt sich außerhalb des Firmennetzwerks befindet, Sicherheitsserver oder Unified Access Gateway-Appliances verwenden. Verbindungen über das Blast Secure Gateway sind erforderlich, wenn Sie für Blast Extreme- oder HTML Access-Verbindungen, deren Ausgangspunkt sich außerhalb des Unternehmensnetzwerks befindet, Sicherheitsserver oder Unified Access Gateway-Appliances verwenden. Tunnelverbindungen sind bei Verwendung von Sicherheitsservern oder Unified Access Gateway-Appliances für RDP-Verbindungen, deren Ausgangspunkt sich außerhalb des Unternehmensnetzwerks befindet, sowie für die Beschleunigung der USB-Umleitung und der Multimedia-Umleitung (MMR) mit einer Verbindung über das PCoIP oder Blast Secure Gateway erforderlich. Sie können mehrere Sicherheitsserver zu einer einzelnen Verbindungsserver-Instanz koppeln.

Die maximale Anzahl gleichzeitiger Verbindungen zu Sicherheitsservern beträgt zwar ebenfalls 2.000, anstelle von nur einem Sicherheitsserver pro Verbindungsserver-Instanz (mit 2.000 Sitzungen) können Sie aber zwei oder vier auswählen. Die Überwachung des Sicherheitsservers kann ergeben, dass die Aktivität für 2.000 Benutzer zu hoch ist. Der erforderliche Arbeitsspeicher und die CPU-Auslastung können es erforderlich machen, dass Sie mehr Sicherheitsserver pro Verbindungsserver-Instanz hinzufügen müssen, um die Arbeitslast zu verteilen. Beispielsweise können Sie zwei Sicherheitsserver für jeweils 1.000 Verbindungen oder aber vier Sicherheitsserver für jeweils 500 Verbindungen verwenden. Das Verhältnis zwischen Sicherheitsservern und Verbindungsserver-Instanzen hängt von den Anforderungen der jeweiligen Umgebung ab.

Die Anzahl der Verbindungen pro Unified Access Gateway-Appliance ist mit der Anzahl der Sicherheitsserver vergleichbar. Weitere Informationen zu Unified Access Gateway-Appliances finden Sie unter Bereitstellen und Konfigurieren von Unified Access Gateway.

Anmerkung:

In diesem Beispiel könnten 5 Verbindungsserver-Instanzen 10.000 Verbindungen bewältigen. In der Tabelle wird jedoch zum Zweck der Verfügbarkeitsplanung der Wert 7 angezeigt, um Verbindungen von innerhalb und außerhalb des Firmennetzwerks zu berücksichtigen.

Wenn beispielsweise 10.000 Benutzer vorhanden sind, von denen sich 8.000 innerhalb des Firmennetzwerks befinden, benötigen Sie 5 Verbindungsserver-Instanzen innerhalb des Firmennetzwerks. Wenn eine Instanz ausfällt, ist so gewährleistet, dass die Last von den vier verbleibenden Instanzen bewältigt werden kann. Ebenso benötigen Sie für die 2.000 Verbindungen, die von außerhalb des Firmennetzwerks stammen, 2 Verbindungsserver-Instanzen, damit die Arbeitslast beim Ausfall einer Instanz von der jeweils anderen Instanz bewältigt werden kann.

Hardwareanforderungen für Unified Access Gateway mit Horizon 7

VMware empfiehlt die Verwendung von 4 vCPUs und 10 GB RAM für Unified Access Gateway-Appliances zur Unterstützung der maximalen Anzahl an Verbindungen bei der Anwendung mit Horizon 7.

Tabelle 3. Hardwareanforderungen für Unified Access Gateway

Element

Beispiel

Betriebssystem

OVA (SUSE Linux Enterprise 12 (64 Bit))

Arbeitsspeicher (RAM)

4 GB

Virtuelle CPU

4

Kapazität der Systemfestplatte

20 GB (eine Änderung der Standardprotokollebene erfordert zusätzlichen Speicherplatz)

Virtueller SCSI-Adaptertyp

LSI Logic Parallel (Standard für OVA)

Virtueller Netzwerkadapter

VMXNET 3

Netzwerkkarte

Netzwerkkarte mit 1 GBit/s

Netzwerkzuordnung

Einzelne NIC-Option