Beim Zuweisen von Festplattenspeicher sollten Sie nur so viel Speicherplatz für Betriebssystem, Anwendungen und weitere Inhalte bereitstellen, die Benutzer ggf. installieren oder generieren, wie unbedingt nötig. In der Regel ist diese Menge kleiner als die Größe der Festplatte eines physischen PC.

Da Festplattenspeicher im Rechenzentrum pro Gigabyte meist mehr kostet als der Festplattenspeicher von Desktops bzw. Laptops in einer herkömmlichen PC-Bereitstellung, müssen Sie die Image-Größe des Betriebssystems optimieren. Befolgen Sie hierzu die folgenden Anweisungen:

  • Entfernen Sie überflüssige Dateien. Reduzieren Sie z. B. die Kontingente für temporäre Internetdateien.

  • Deaktivieren Sie Windows-Dienste wie den Indexdienst, die Defragmentierung und Wiederherstellungspunkte. Einzelheiten finden Sie in den Themen „Optimieren der Leistung des Windows-Gastbetriebssystems“, „Optimieren der Leistung des Windows 7- und Windows 8-Gastbetriebssystems“ und „Überblick über Windows 7- und Windows 8-Dienste und -Aufgaben, die zu einem Wachstum von Linked Clones führen“ in Einrichten von virtuellen Desktops in Horizon 7.

  • Wählen Sie eine virtuelle Festplattengröße, die künftiges Wachstum zulässt, aber nicht unrealistisch groß ist.

  • Verwenden Sie zentrale Dateifreigaben oder eine persistente View Composer-Festplatte oder App Volumes für benutzergenerierte Inhalte und installierte Anwendungen.

  • Aktivieren Sie bei Verwendung von vSphere 5.1 oder höher die Rückgewinnung von Datenträgerplatz für vCenter Server und für die Linked-Clone-Desktop-Pools.

    Wenn Desktops mit virtuellen Maschinen das mit vSphere 5.1 oder höheren Versionen verfügbare platzsparende Diskformat nutzen, wird der Speicherplatz veralteter oder gelöschter Daten innerhalb eines Gastbetriebssystems mit einem Bereinigungs- oder Verkleinerungsprozess automatisch zurückgewonnen.

Bei der Größe des benötigten Speicherplatzes müssen für jeden virtuellen Desktop die folgenden Dateien berücksichtigt werden:

  • Die Größe der ESXi-Anhaltedatei entspricht der Größe des Arbeitsspeichers, der der virtuellen Maschine zugewiesen ist.

  • Die Größe der Windows-Auslagerungsdatei entspricht standardmäßig 150 % der Arbeitsspeichergröße.

  • Die Größe der Protokolldateien kann pro virtuelle Maschine bis zu 100 MB betragen.

  • Die virtuelle Festplatte bzw. .vmdk-Datei muss das Betriebssystem, Anwendungen sowie künftige Anwendungen und Software-Updates aufnehmen können. Die virtuelle Festplatte muss ferner lokale Benutzerdaten und vom Benutzer installierte Anwendungen aufnehmen, wenn sich diese auf dem virtuellen Desktop und nicht auf Dateifreigaben befinden.

    Wenn Sie View Composer verwenden, wachsen die .vmdk-Dateien mit der Zeit an. Sie können dieses Anwachsen jedoch kontrollieren, indem Sie View Composer-Aktualisierungsvorgänge planen, für VM-Desktop-Pools eine Richtlinie für die Speichermehrfachvergabe festlegen und Windows-Auslagerungs- und temporäre Dateien auf eine separate, nicht persistente Festplatte umleiten.

    Bei Verwendung von Instant Clones werden die .vmdk-Dateien im Verlauf einer Anmeldesitzung größer. Sobald sich ein Benutzer abmeldet, wird der Instant-Clone-Desktop automatisch gelöscht, und es wird ein neuer Instant Clone erstellt, der für den nächsten angemeldeten Benutzer bereit steht. Mit diesem Vorgehen wird der Desktop effektiv aktualisiert und auf seine ursprüngliche Größe zurückgesetzt.

Sie können auch diesem Schätzwert 15 % hinzufügen, um sicherzustellen, dass Speicherplatz nicht knapp wird.