VMware Blast Extreme ist für die mobile Cloud optimiert und unterstützt das breiteste Spektrum an H.264-fähigen Clientgeräten. Unter den Anzeigeprotokollen bietet VMware Blast den niedrigsten CPU-Verbrauch und die längste Akkunutzungsdauer für mobile Geräte. VMware Blast Extreme kann eine Zunahme der Latenz oder eine Verringerung der Bandbreite kompensieren und sowohl TCP als auch UDP als Netzwerktransportprotokoll verwenden.

Das VMware Blast-Anzeigeprotokoll kann für Remoteanwendungen und Remote-Desktops, die virtuelle Maschinen oder gemeinsame Sitzungen über RDS-Hosts verwenden, genutzt werden. Der RDS-Host kann ein physischer Computer oder eine virtuelle Maschine sein. Das VMware Blast-Anzeigeprotokoll kann nicht auf einem physischen Einzelbenutzercomputer verwendet werden.

Funktionen von VMware Blast Extreme

Zu den wichtigsten Funktionen von VMware Blast Extreme zählen:

  • Benutzer außerhalb der Unternehmensfirewall können dieses Protokoll mit dem Virtual Private Network (VPN) des Unternehmens verwenden, oder Benutzer können sichere, verschlüsselte Verbindungen mit einem Sicherheitsserver oder mit einer Access Point-Appliance in der Unternehmens-DMZ herstellen.

  • AES (Advanced Encryption Standard) 128 Bit-Verschlüsselung wird unterstützt und ist standardmäßig aktiviert. Sie können die Verschlüsselungsmethode jedoch auf AES-256 ändern.

  • Verbindungen von allen Arten von Clientgeräten.

  • Optimierungssteuerungen zur Reduzierung der Bandbreitennutzung im LAN und WAN.

  • Unterstützung von 32 Bit-Farben für virtuelle Anzeigegeräte.

  • ClearType-Schriftarten werden unterstützt.

  • Audioumleitung mit dynamischer Anpassung der Audioqualität für LAN und WAN.

  • Echtzeit-Audio-Video für die Verwendung von Webcams und Mikrofonen auf einigen Clienttypen.

  • Kopieren und Einfügen von Text und auf einigen Clients von Bildern zwischen dem Client-Betriebssystem und einer Remoteanwendung oder einem Remote-Desktop. Bei anderen Clienttypen wird nur das Kopieren und Einfügen von Klartext unterstützt. Sie können jedoch keine Systemobjekte wie Ordner und Dateien zwischen den Systemen kopieren und einfügen.

  • Mehrere Monitore werden für einige Client-Typen unterstützt. Auf einigen Clients können Sie bis zu vier Monitore mit einer Auflösung bis zu 2560 x 1600 pro Anzeige oder bis zu drei Monitore mit einer Auflösung von 4K (3840 x 2160) für Windows 7-Remote-Desktops mit deaktiviertem Aero verwenden. Drehung des Monitors (Pivot-Funktion) und automatische Anpassung werden ebenfalls unterstützt.

    Wenn die 3D-Funktion aktiviert ist, werden bis zu zwei Monitore mit einer Auflösung bis zu 1920 x 1200 oder ein Monitor mit einer Auflösung von 4K (3840 x 2160) unterstützt.

  • USB-Umleitung wird für einige Client-Typen unterstützt.

  • MMR-Umleitung wird für einige Windows-Clientbetriebssysteme und einige Remote-Desktop-Betriebssysteme (mit installiertem Horizon Agent) unterstützt.

  • Es werden Verbindungen mit physischen Maschinen, an die kein Monitor angeschlossen ist, mit NVIDIA-Grafikkarten unterstützt. Für eine optimale Leistung verwenden Sie eine Grafikkarte, die die H.264-Codierung unterstützt. Dies ist eine Tech-Preview-Funktion für Horizon 7 Version 7.1.

    Wenn Sie über eine diskrete Add-In-GPU und eine eingebettete GPU verfügen, verwendet das Betriebssystem eventuell standardmäßig die eingebettete GPU. Zur Behebung dieses Problems können Sie das Gerät im Gerätemanager deaktivieren oder entfernen. Wenn das Problem weiterhin auftritt, haben Sie die Möglichkeit, den WDDM-Grafiktreiber für die eingebettete GPU zu installieren oder die eingebettete GPU im System-BIOS zu deaktivieren. Informationen zur Deaktivierung der eingebetteten GPU finden Sie in Ihrer Systemdokumentation.

    ACHTUNG:

    Durch die Deaktivierung der eingebetteten GPU kann auch eine bestimmte Funktionalität wie der Konsolenzugriff auf das BIOS-Setup oder der NT Boot Loader beeinträchtigt sein.

Informationen darüber, welche Clientgeräte spezifische VMware Blast Extreme-Funktionen unterstützen, finden Sie unter https://www.vmware.com/support/viewclients/doc/viewclients_pubs.html.

Empfohlene Einstellungen für das Gastbetriebssystem

1 GB RAM oder mehr und eine Dual-CPU wird für die Wiedergabe in High-Definition, Vollbildmodus oder 720p oder höher Video empfohlen. Für die Verwendung von vDGA (Virtual Dedicated Graphics Acceleration, virtuelle zugeordnete Grafikbeschleunigung) für grafikintensive Anwendungen wie CAD-Anwendungen sind 4 GB RAM erforderlich.

Videoqualitätsanforderungen

480p-formatiertes Video

Die Videowiedergabe mit 480p oder niedriger bei nativen Auflösungen ist möglich, wenn der Remote-Desktop über eine virtuelle CPU verfügt. Wenn Sie eine Videowiedergabe in hochauflösendem Flash- oder im Vollbildmodus wünschen, erfordert der Desktop eine duale virtuelle CPU. Selbst mit einem dualen virtuellen CPU-Desktop kann ein 360p-Video, das im Vollbildmodus abgespielt wird, hinter der Audioausgabe zurückbleiben, insbesondere auf Windows-Clients.

720p-formatiertes Video

Die Videowiedergabe mit 720p bei nativen Auflösungen ist möglich, wenn der Remote-Desktop über zwei virtuelle CPUs verfügt. Bei der 720p-Videowiedergabe in hoch auflösendem oder Vollbildmodus könnte die Leistung beeinträchtigt sein.

1080p-formatiertes Video

Wenn der Remote-Desktop über zwei virtuelle CPUs verfügt, können Sie 1080p-formatiertes Video wiedergeben, wobei der Media Player allerdings möglicherweise auf eine kleinere Fenstergröße angepasst werden muss.

3D-Rendering

Sie können Remote-Desktops für die Verwendung von software- oder hardwarebeschleunigter Grafik konfigurieren. Die softwarebeschleunigte Grafikfunktion ermöglicht es Ihnen, ohne eine physische GPU (Grafikverarbeitungseinheit) DirectX 9- und OpenGL 2.1-Anwendungen auszuführen. Die hardwarebeschleunigten Grafikfunktionen ermöglichen es virtuellen Maschinen, die physischen GPUs (Grafikverarbeitungseinheiten) auf einem vSphere-Host freizugeben oder eine physische GPU für einen einzelnen virtuellen Desktop zu reservieren.

Bei 3D-Anwendungen werden bis zu zwei Monitore unterstützt, die maximale Bildschirmauflösung beträgt 1920 x 1200. Das Gastbetriebssystem auf den Remote-Desktops muss Windows 7 oder höher sein.

Weitere Informationen zu 3D-Funktionen finden Sie unter Verwenden von 3D-Grafikanwendungen.

Hardwareanforderungen für Clientsysteme

Informationen über Prozessor- und Speicheranforderungen für die spezifische Art von Desktop oder mobilen Clientgeräten finden Sie im Dokument „Verwenden von VMware Horizon Client“. Besuchen Sie https://www.vmware.com/support/viewclients/doc/viewclients_pubs.html.