Wenn Sie Horizon Agent auf einem RDS-Host installieren, können Sie benutzerdefinierte Setup-Optionen auswählen. Zusätzlich installiert Horizon Agent bestimmte Funktionen automatisch auf allen Gastbetriebssystemen, die diese Funktionen unterstützen. Diese Funktionen sind nicht optional.

Um die benutzerdefinierten Setup-Optionen nach der Installation der neuesten Horizon Agent-Version zu ändern, müssen Sie Horizon Agent deinstallieren und dann erneut installieren. Für Patches und Upgrades können Sie das Installationsprogramm für die neue Horizon Agent-Version ausführen und neue Optionen auswählen, ohne die vorherige Version deinstallieren zu müssen.

Tabelle 1. Benutzerdefinierte Setup-Optionen für Horizon Agent für einen RDS-Host in einer IPv4-Umgebung

Option

Beschreibung

USB-Umleitung

Ermöglicht Benutzern den Zugriff auf lokal verbundene USB-Speichergeräte.

Die Umleitung von USB-Flash-Laufwerken und ‑Festplatten in RDS-Desktops und ‑Anwendungen wird unterstützt. Die Umleitung anderer Arten von USB-Geräten und USB-Speichergeräten wie z. B. Sicherheitsspeicherlaufwerke und USB-CD-ROM wird in RDS-Desktops und ‑Anwendungen nicht unterstützt.

Diese Option ist standardmäßig nicht ausgewählt. Um sie zu installieren, müssen Sie die Option auswählen. Diese Option ist auf RDS-Hosts unter Windows Server 2012 oder 2012 R2 verfügbar, jedoch nicht unter Windows Server 2008 R2.

Anleitungen zur sicheren Verwendung der USB-Umleitung finden Sie im Dokument View-Sicherheit. Beispielsweise können Sie mithilfe von Gruppenrichtlinieneinstellungen die USB-Umleitung für bestimmte Benutzer deaktivieren.

HTML Access

Ermöglicht Benutzern die Verbindungsherstellung mit RDS-Desktops und -Anwendungen mithilfe von HTML Access. Der HTML Access-Agent wird bei Auswahl dieser Setup-Option installiert. Der Agent muss auf RDS-Hosts installiert sein, damit Benutzer Verbindungen mit HTML Access herstellen können.

3D-RDSH

Bietet eine 3D-Grafikunterstützung für auf diesem RDS-Host ausgeführte Anwendungen.

View Composer Agent

Wählen Sie diese Option, wenn es sich bei dieser Maschine um eine übergeordnete virtuelle Maschine für die Erstellung einer automatisierten Farm handelt. Wählen Sie diese Option nicht, wenn diese Maschine einen RDS-Host in einer manuellen Farm darstellt.

Clientlaufwerksumleitung

Ermöglicht Horizon Client-Benutzern die gemeinsame Nutzung lokaler Laufwerke mit ihren RDS-Desktops und -Anwendungen.

Nach der Installation dieser Setup-Option ist keine weitere Konfiguration auf dem RDS-Host erforderlich.

Die Clientlaufwerksumleitung wird auch auf VDI-Desktops unterstützt, die auf virtuellen Einzelbenutzer-Maschinen und nicht verwalteten Maschinen ausgeführt werden.

Virtueller Druck

Benutzer können mit jedem beliebigen Drucker drucken, der auf ihren Clientcomputern zur Verfügung steht. Benutzer müssen keine zusätzlichen Treiber auf ihren Desktops installieren.

Die virtuelle Druckfunktion wird auf folgenden Remote-Desktops und -anwendungen unterstützt:

  • Desktops, die auf Computern für Einzelbenutzer bereitgestellt werden, z. B. Windows Desktop- und Windows Server-Maschinen.

  • Desktops, die auf RDS-Hosts bereitgestellt werden, wobei die RDS-Hosts virtuelle Maschinen sind.

  • Remoteanwendungen.

  • Remoteanwendungen, die von Horizon Client innerhalb von Remote-Desktops gestartet werden (geschachtelte Sitzungen).

Die Funktion zum virtuellen Drucken wird nur unterstützt, wenn Sie diese von Horizon Agent aus installieren. Sie wird nicht unterstützt, wenn Sie die Funktion mit VMware Tools installieren.

vRealize Operations Desktop Agent

Ermöglicht das Zusammenwirken von vRealize Operations Manager und vRealize Operations Manager for Horizon.

Scannerumleitung

Leitet Scangeräte um, die mit dem Clientsystem verbunden sind, sodass diese auf dem RDS-Desktop oder in einer RDS-Anwendung verwendet werden können.

Sie müssen die Funktion „Desktopdarstellung“ im Windows Server-Betriebssystem auf den RDS-Hosts installieren, damit diese Option im Horizon Agent-Installationsprogramm zur Verfügung steht.

Diese Setup-Option wird standardmäßig nicht auf Windows Server-Gastbetriebssystemen installiert. Um sie zu installieren, müssen Sie die Option auswählen.

Die Scannerumleitung ist in den Versionen Horizon 6.0.2 und höher verfügbar.

VMware Client IP-Transparenz

Ermöglicht für Remote-Verbindungen mit Internet Explorer die Verwendung der IP-Adresse des Clients anstelle der IP-Adresse des Remote-Desktop-Computers.

Diese Option ist standardmäßig nicht ausgewählt. Um sie zu installieren, müssen Sie die Option auswählen.

Instant Clone

Ermöglicht die Erstellung von virtuellen Instant-Clone-Maschinen in einer Farm von RDS-Hosts.

Diese Setup-Option wird standardmäßig nicht auf Windows Server-Gastbetriebssystemen installiert. Um sie zu installieren, müssen Sie die Option auswählen.

In einer IPv6-Umgebung sind die Setup-Optionen mit IPv6 vergleichbar.

Tabelle 2. Horizon Agent-Funktionen, die automatisch auf einem RDS-Host installiert werden

Option

Beschreibung

PCoIP-Agent

Ermöglicht es Benutzern, eine Verbindung zu Anwendungen und RDS-Desktops unter Zuhilfenahme des PCoIP-Anzeigeprotokolls herzustellen.

Sie müssen diese Komponente installieren, wenn Sie vorhaben, Anwendungspools zu erstellen, da Benutzer nur eine Verbindung zu Anwendungen über PCoIP herstellen können.

Windows Media-Multimedia-Umleitung (MMR)

Bietet eine Multimedia-Umleitung für RDS-Desktops. Diese Funktion leitet einen Multimedia-Stream direkt an den Clientcomputer um, sodass der Multimedia-Stream nicht auf dem Remote-ESXi-Host, sondern auf der Clienthardware verarbeitet wird.

Unity Touch

Ermöglicht es Tablet- und Smartphone-Benutzern, mit Windows-Anwendungen zu interagieren, die auf dem Remote-Desktop ausgeführt werden. Benutzer können Windows-Anwendungen und -Dateien durchsuchen und öffnen, bevorzugte Anwendungen und Dateien auswählen und zwischen laufenden Anwendungen umschalten, ohne das Startmenü oder die Taskleiste zu verwenden.

PSG Agent

Installiert das PCoIP Secure Gateway auf RDS-Hosts, um das PCoIP-Anzeigeprotokoll für Desktop- und Anwendungssitzungen zu implementieren, die auf RDS-Hosts ausgeführt werden.

VMwareRDS

Bietet die VMware-Implementierung der RDS-Funktion (Remote Desktop Services).

In einer IPv6-Umgebung sind „PCoIP Agent“, „PSG Agent“ und „VMwareRDS“ die automatisch installierten Funktionen.

Weitere Funktionen, die auf RDS-Hosts unterstützt werden, finden Sie unter „Funktionsunterstützungs-Matrix für Horizon Agent“ im Dokument Planung der View-Architektur.