Wenngleich Horizon 7 nicht alle Geräte explizit am Arbeiten in einem Remote-Desktop hindert, funktionieren einige Geräte aufgrund von Faktoren wie Netzwerklatenz und Bandbreite besser als andere. Standardmäßig werden einige Geräte durch Filtern oder Sperren automatisch von der Verwendung ausgeschlossen.

In Horizon 6.0.1 können Sie in Verbindung mit Horizon Client 3.1 oder höher USB 3.0-Geräte an USB 3.0-Ports auf der Clientmaschine, auf Windows-, Linux- und Mac-Clients anschließen. Für USB 3.0-Geräte wird nur ein Stream unterstützt. Da die Unterstützung mehrerer Streams in dieser Version nicht implementiert ist, weisen USB-Geräte kein verbessertes Leistungsverhalten auf. Manche USB 3.0-Geräte, die für ihren ordnungsgemäßen Gebrauch einen konstant hohen Durchsatz erfordern, funktionieren aufgrund der Netzwerklatenz möglicherweise nicht in einer VDI-Sitzung.

Obwohl keine Unterstützung für frühere Versionen von View Super-Speed-USB-3.0-Geräten besteht, funktionieren USB 3.0-Geräte oft, wenn sie auf der Clientmaschine an einen USB 2.0-Port angeschlossen werden. Es kann jedoch je nach Art des USB-Chipsatzes auf der Hauptplatine des Clientsystems Ausnahmen geben.

Die folgenden Gerätetypen eignen sich möglicherweise nicht für die USB-Umleitung an einen Remote-Desktop, der auf einer Maschine für Einzelbenutzer bereitgestellt wird:

  • Aufgrund der Bandbreitenanforderungen von Webcams, die in der Regel mehr als 60 MBit/s Bandbreite verbrauchen, werden Webcams nicht über die USB-Umleitung unterstützt. Für Webcams können Sie die Echtzeit-Audio/Video-Funktion verwenden.

  • Die Umleitung von USB-Audiogeräten ist vom Netzwerkstatus abhängig und daher nicht zuverlässig. Manche Geräte erfordern auch im Ruhezustand einen hohen Datendurchsatz. Wenn Sie die Echtzeit-Audio/Video-Funktion verwenden, arbeiten Audioeingabe- und Audioausgabegeräte ordnungsgemäß, und die Verwendung der USB-Umleitung ist für diese Geräte nicht erforderlich.

  • Das CD-/DVD-Brennen über USB wird nicht unterstützt.

  • Die Leistung einiger USB-Geräte variiert, insbesondere im WAN, abhängig von der Netzwerklatenz und Zuverlässigkeit sehr stark. Beispiel: Eine einzelne USB-Speichergerät-Leseanforderung benötigt drei Round-Trips zwischen dem Client und dem Remote-Desktop. Für Lesen einer vollständigen Datei sind möglicherweise mehrere USB-Lesevorgänge notwendig. Je größer die Latenz, desto mehr Zeit nimmt der Round-Trip in Anspruch.

    Die Dateistruktur kann abhängig vom Format sehr groß sein. Große USB-Festplattenlaufwerke können erst nach mehreren Minuten auf dem Desktop angezeigt werden. Das Formatieren eines USB-Geräts als NTFS anstatt FAT unterstützt das Verringern der ursprünglichen Verbindungszeit. Ein unzuverlässiger Netzwerk-Link führt zu Wiederholungen und die Leistung wird weiter reduziert.

    Ebenso arbeiten USB-CD-/DVD-Lesegeräte sowie Scanner und Fingereingabegeräte wie Signatur-Tablets nicht einwandfrei über ein latentes Netzwerk wie WAN.

  • Das Umleiten von USB-Scannern hängt vom Zustand des Netzwerks ab und es kann länger als normal dauern, bis die Scans fertiggestellt sind.

Sie können Geräte folgender Gerätetypen an einen veröffentlichten Desktop oder an eine veröffentlichte Anwendung auf dem Host umleiten:

  • USB-Flash-Laufwerke

  • USB-Festplatten

Ab Horizon 7 Version 7.0.2 können Sie Signaturpads, Diktiergerät-Fußschalter und einige Wacom-Tablets an einen veröffentlichten Desktop oder an eine veröffentlichten Anwendung umleiten. Diese Geräte sind standardmäßig in Horizon 7 Version 7.0.2 deaktiviert. Um diese Geräte zu aktivieren, löschen Sie die Einstellungen der Windows-Registrierungsschlüssel ExcludeAllDevices und IncludeFamily im Pfad HKLM\Software\Policies\VMware, Inc\VMware VDM\Agent\USB. Diese Geräte sind in Horizon 7 Version 7.0.3 und höher standardmäßig aktiviert.

Andere Arten von USB-Geräten und USB-Speichergeräten wie z. B. Sicherheitsspeicherlaufwerke und USB-CD-ROM können nicht an einen veröffentlichten Desktop oder an eine veröffentlichten Anwendung umgeleitet werden.