Die Gruppenrichtlinieneinstellungen zur Kompatibilität der RDS-Anwendung steuern die Kompatibilität des Windows-Installationsprogramms, die IP-Virtualisierung des Remote-Desktops, die Auswahl des Netzwerkadapters und die Verwendung der IP-Adresse des RDS-Hosts.

Tabelle 1. Gruppenrichtlinieneinstellungen zur Kompatibilität der RDS-Anwendung

Einstellung

Beschreibung

Turn off Windows Installer RDS Compatibility

Die Richtlinieneinstellung legt fest, ob die RDS-Kompatibilität des Windows-Installationsprogramms für vollständig installierte Anwendungen auf Benutzerbasis ausgeführt wird. Das Windows-Installationsprogramm lässt das Ausführen von jeweils nur einer Instanz des msiexec-Prozesses zu. Standardmäßig ist die RDS-Kompatibilität des Windows-Installationsprogramms eingeschaltet.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, ist die RDS-Kompatibilität des Windows-Installationsprogramms ausgeschaltet. Zudem kann jeweils nur eine Instanz des msiexec-Prozesses ausgeführt werden.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, wird die RDS-Kompatibilität des Windows-Installationsprogramms eingeschaltet, und mehrere Anforderungen zur Anwendungsinstallation pro Benutzer werden in die Warteschlange eingereiht sowie vom msiexec-Prozess in der Reihenfolge des Erhalts behandelt.

Turn on Remote Desktop IP Virtualization

Diese Richtlinieneinstellung legt fest, ob die IP-Virtualisierung des Remote-Desktops eingeschaltet wird.

Standardmäßig wird die IP-Virtualisierung des Remote-Desktops ausgeschaltet.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, wird die IP-Virtualisierung des Remote-Desktops eingeschaltet. Sie können den Modus auswählen, in dem die Einstellung angewendet wird. Wenn Sie den Modus „Pro Programm“ verwenden, müssen Sie für die Verwendung virtueller IP-Adressen eine Liste von Programmen eingeben. Listen Sie jedes Programm in einer separaten Zeile auf (geben Sie keine leeren Zeilen zwischen Programmen ein). Beispiel:

explorer.exe
mstsc.exe

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, wird die IP-Virtualisierung des Remote-Desktops ausgeschaltet.

Select the network adapter to be used for Remote Desktop IP Virtualization

Diese Richtlinieneinstellung legt die IP-Adress- und Netzwerkmaske fest, die dem Netzwerkadapter entspricht, der für die virtuellen IP-Adressen verwendet wird. Die IP-Adress- und Netzwerkmaske muss in der Notierung „Klassenloses domänenübergreifendes Routing“ eingegeben werden. Beispiel: 192.0.2.96/24.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, wird die angegebene IP-Adress- und Netzwerkmaske verwendet, um den Netzwerkadapter für die virtuellen IP-Adressen auszuwählen.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, wird die IP-Virtualisierung des Remote-Desktops ausgeschaltet. Ein Netzwerkadapter muss konfiguriert werden, damit die IP-Virtualisierung des Remote-Desktops funktioniert.

Do not use Remote Desktop Session Host server IP address when virtual IP address is not available

Die Richtlinieneinstellung legt fest, ob eine Sitzung die IP-Adresse des RDS-Hosts verwendet, wenn keine virtuelle IP-Adresse verfügbar ist.

Wenn Sie die Richtlinieneinstellung aktivieren, wird die IP-Adresse des RDS-Hosts nicht verwendet, wenn keine virtuelle IP-Adresse verfügbar ist. Die Sitzung verfügt über keine Netzwerkverbindung.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, wird die IP-Adresse des RDS-Hosts verwendet, wenn keine virtuelle IP-Adresse verfügbar ist.