Die Gruppenrichtlinieneinstellungen zur Umleitung von Remote-Desktop-Dienste-Geräten und Ressourcen steuern die Geräte und Ressourcen auf einem Clientcomputer in RDS-Sitzungen.

Die Gruppenrichtlinieneinstellungen für Horizon 7-RDS sind im Ordner Computerkonfiguration > Richtlinien > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Remotedesktopdienste > Remotedesktop-Sitzungshost > Geräte- und Ressourcenumleitung gespeichert.

Die Gruppenrichtlinieneinstellungen für Horizon 7-RDS sind auch im Ordner Benutzerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Remotedesktopdienste > Remotedesktop-Sitzungshost > Geräte- und Ressourcenumleitung gespeichert.

Tabelle 1. Gruppenrichtlinieneinstellungen zur Umleitung von RDS-Geräten und Ressourcen

Einstellung

Beschreibung

Allow audio and video playback redirection

Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie festlegen, ob Benutzer die Audio- und Videoausgabe eines Remotecomputers in einer Remotedesktopdienste-Sitzung weiterleiten können.

Benutzer haben die Möglichkeit, festzulegen, wo die Audioausgabe des Remotecomputers wiedergegeben wird. Dazu müssen sie die Remoteaudioeinstellungen auf der Registerkarte „Lokale Ressourcen“ in der Remotedesktopverbindung (Remote Desktop Connection, RDC) konfigurieren. Benutzer können wählen, ob das Remoteaudio auf dem Remotecomputer oder auf dem lokalen Computer ausgeführt werden soll. Außerdem haben Benutzer die Möglichkeit, auszuwählen, dass das Audio nicht wiedergegeben wird. Die Videowiedergabe kann mithilfe der Einstellung „videoplayback“ in einer RDP-Datei (Remotedesktopprotokoll) konfiguriert werden. Standardmäßig ist die Videowiedergabe aktiviert.

Standardmäßig ist eine Umleitung der Audio- und Videowiedergabe nicht zulässig, wenn eine Verbindung mit einem Computer hergestellt wird, auf dem Windows Server 2008 R2, Windows Server 2008 oder Windows Server 2003 ausgeführt wird. Die Umleitung der Audio- und Videowiedergabe ist standardmäßig zulässig, wenn eine Verbindung mit einem Computer hergestellt wird, auf dem Windows 7, Windows Vista oder Windows XP Professional ausgeführt wird.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, ist die Umleitung der Audio- und Videowiedergabe zulässig.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren, ist die Umleitung der Audio- und Videowiedergabe nicht zulässig, auch wenn die Audiowiedergabe in RDC oder die Videowiedergabe in der RDP-Datei festgelegt ist.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung nicht konfigurieren, wird durch die Einstellung für die Audio- und Videowiedergabe auf der Registerkarte „Clienteinstellungen“ im Konfigurationstool für Remotedesktop-Sitzungshosts bestimmt, ob die Audio- und Videowiedergabe zulässig ist.

Allow audio recording redirection

Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie festlegen, ob Benutzer die Möglichkeit haben sollen, Audio auf dem Remotecomputer in einer Remotedesktopdienste-Sitzung aufzunehmen.

Benutzer können festlegen, ob die Audioaufnahme auf dem Remotecomputer möglich ist. Dazu müssen Sie die Remoteaudioeinstellungen auf der Registerkarte „Lokale Ressourcen“ in der Remotedesktopverbindung (Remote Desktop Connection, RDC) konfigurieren. Benutzer haben die Möglichkeit, Audio mithilfe eines Audioeingabegeräts auf dem lokalen Computer aufzunehmen (z. B. durch ein integriertes Mikrofon).

Standardmäßig ist die Umleitung der Audioaufnahme nicht zulässig, wenn eine Verbindung mit einem Computer hergestellt wird, auf dem Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. Die Umleitung der Audioaufnahme ist standardmäßig bei der Herstellung einer Verbindung mit einem Windows 7-Computer zulässig.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, ist die Umleitung der Audioaufnahme zulässig.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren, ist die Umleitung der Audioaufnahme nicht zulässig, auch wenn die Audioaufnahme in RDC festgelegt ist.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung nicht konfigurieren, wird durch die Einstellung für die Audioaufnahme auf der Registerkarte „Clienteinstellungen“ im Konfigurationstool für Remotedesktop-Sitzungshosts bestimmt, ob die Audioaufnahme zulässig ist.

Limit audio playback quality

Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie die Qualität der Audiowiedergabe für eine Remotedesktopdienste-Sitzung beschränken. Die Beschränkung der Qualität der Audiowiedergabe kann die Verbindungsleistung verbessern, speziell bei langsamen Verbindungen.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, müssen Sie eine der folgenden Optionen auswählen: Hoch, Mittel oder Dynamisch. Bei der Auswahl von „Hoch“ werden die Audiotöne unkomprimiert und ohne Mindestlatenz gesendet. Dafür ist Bandbreite in größerem Umfang erforderlich. Bei der Auswahl von „Mittel“ werden die Audiotöne mit geringer Komprimierung und mit der vom verwendeten Codec vorgegebenen Mindestlatenz gesendet. Bei der Auswahl von „Dynamisch“ werden die Audiotöne mit der durch die Bandbreite der Remoteverbindung notwendigen Komprimierung gesendet.

Die Qualität der Audiowiedergabe, die Sie mithilfe dieser Richtlinieneinstellung auf dem Remotecomputer festlegen, ist die für eine Remotedesktopdienste-Sitzung maximal mögliche Qualität, unabhängig von der auf dem Clientcomputer konfigurierten Audiowiedergabequalität. Wenn beispielsweise die auf dem Clientcomputer konfigurierte Qualität der Audiowiedergabe höher ist als die auf dem Remotecomputer konfigurierte Qualität, wird für die Audiowiedergabe die geringere Qualität verwendet.

Die Qualität der Audiowiedergabe kann auf dem Clientcomputer mithilfe der Einstellung „audioqualitymode“ in einer RDP-Datei (Remote-Desktop-Protololl) konfiguriert werden. Standardmäßig ist für die Audiowiedergabequalität die Option „Dynamisch“ festgelegt.

Do not allow clipboard redirection

Legt fest, ob die gemeinsame Nutzung von Zwischenablageinhalten (Zwischenablagenumleitung) von einem Remotecomputer und einem Clientcomputer in einer Remotedesktopdienste-Sitzung verhindert wird.

Sie können mithilfe dieser Einstellung die Weiterleitung von Zwischenablagedaten von Remotecomputer zu lokalem Computer und umgekehrt durch Benutzer unterbinden. Standardmäßig ist die Zwischenablagenumleitung bei Remotedesktopdiensten zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, können Benutzer keine Zwischenablagedaten umleiten.

Wenn Sie diese Einstellung deaktivieren, ist die Zwischenablagenumleitung bei Remotedesktopdiensten immer zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung nicht konfigurieren, wird die Zwischenablagenumleitung nicht auf Gruppenrichtlinienebene festgelegt. Ein Administrator hat aber weiterhin die Möglichkeit, die Zwischenablagenumleitung mithilfe des Konfigurationstools für Remotedesktop-Sitzungshosts zu deaktivieren.

Do not allow COM port redirection

Legt fest, ob die Umleitung von Daten vom Remotecomputer zu Client-COM-Ports in einer Remotedesktopdienste-Sitzung unterbunden wird.

Sie können mithilfe dieser Einstellung verhindern, dass Benutzer Daten zu COM-Port-Peripheriegeräten umleiten oder lokale COM-Ports zuordnen, wenn sie bei einer Remotedesktopdienste-Sitzung angemeldet sind. Standardmäßig ist diese COM-Port-Umleitung bei Remotedesktopdiensten zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, haben Benutzer nicht die Möglichkeit, Serverdaten zum lokalen COM-Port umzuleiten.

Wenn Sie diese Einstellung deaktivieren, ist die COM-Port-Umleitung bei Remotedesktopdiensten immer zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung nicht konfigurieren, wird die COM-Port-Umleitung nicht auf Gruppenrichtlinienebene festgelegt. Ein Administrator hat aber weiterhin die Möglichkeit, die COM-Port-Umleitung mithilfe des Konfigurationstools für Remotedesktop-Sitzungshosts zu deaktivieren.

Do not allow drive redirection

Legt fest, ob die Zuordnung von Clientlaufwerken (Laufwerksumleitung) in einer Remotedesktopdienste-Sitzung verhindert wird.

Standardmäßig ordnet ein RD-Sitzungshostserver Clientlaufwerke automatisch bei der Herstellung einer Verbindung zu. Zugeordnete Laufwerke werden in der Ordnerstruktur der Sitzung in Windows Explorer oder im Computer im Format <Laufwerksbuchstabe> auf <Computername> angezeigt. Sie können dieses Verhalten mit dieser Einstellung ändern.

Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, ist die Clientlaufwerksumleitung in Remotedesktopdienste-Sitzungen nicht zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung deaktivieren, ist die Clientlaufwerksumleitung immer zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung nicht konfigurieren, wird die Clientlaufwerksumleitung nicht auf Gruppenrichtlinienebene festgelegt. Ein Administrator hat aber weiterhin die Möglichkeit, die Clientlaufwerksumleitung mithilfe des Konfigurationstools für Remotedesktop-Sitzungshosts zu deaktivieren.

Do not allow LTP Port redirection

Legt fest, ob die Umleitung von Daten zu Client-LPT-Ports in einer Remotedesktopdienste-Sitzung unterbunden wird.

Sie können mit dieser Einstellung verhindern, dass Benutzer lokale LPT-Ports zuordnen und Daten vom Remotecomputer zu lokalen LPT-Port-Peripheriegeräten umleiten. Standardmäßig ist diese LPT-Port-Umleitung bei Remotedesktopdiensten zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, haben Benutzer in einer Remotedesktopdienste-Sitzung nicht die Möglichkeit, Serverdaten zum lokalen LPT-Port umzuleiten.

Wenn Sie diese Einstellung deaktivieren, ist die LPT-Port-Umleitung immer zulässig.

Wenn Sie diese Einstellung nicht konfigurieren, wird die LPT-Port-Umleitung nicht auf Gruppenrichtlinienebene festgelegt. Ein Administrator hat aber weiterhin die Möglichkeit, die lokale LPT-Port-Umleitung mithilfe des Konfigurationstools für Remotedesktop-Sitzungshosts zu deaktivieren.

Do not allow supported Plug and Play device redirection

Mithilfe dieser Richtlinieneinstellung können Sie die Umleitung der unterstützten „Plug-and-Play“-Geräte (z. B. tragbare Windows-Geräte) zum Remotecomputer in einer Remotedesktopdienste-Sitzung steuern.

Standardmäßig ist die Umleitung unterstützter Plug-and-Play-Geräte bei Remotedesktopdiensten zulässig. Benutzer haben die Möglichkeit, mit der Option „Mehr“ auf der Registerkarte „Lokale Ressourcen“ in der Remotedesktopverbindung die unterstützten Plug-and-Play-Geräte für die Umleitung zum Remotecomputer auszuwählen.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, haben Benutzer nicht die Möglichkeit, ihre unterstützten Plug-and-Play-Geräte zum Remotecomputer umzuleiten.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, können Benutzer ihre unterstützten Plug-and-Play-Geräte zum Remotecomputer umleiten.

Anmerkung:

Sie können die Umleitung unterstützter Plug-and-Play-Geräte auch auf der Registerkarte „Clienteinstellungen“ im Konfigurationstool für Remotedesktop-Sitzungshosts ausschließen. Sie haben die Möglichkeit, die Umleitung bestimmter Typen von unterstützten Plug-and-Play-Geräten mithilfe der Richtlinieneinstellungen im Ordner Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Geräteinstallation > Einschränkungen bei der Geräteinstallation auszuschließen.

Do not allow smart card device redirection

Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie die Umleitung von Smartcard-Geräten in einer Remotedesktopdienste-Sitzung steuern.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, können sich Benutzer der Remotedesktopdienste nicht mithilfe einer Smartcard bei einer Remotedesktopdienste-Sitzung anmelden.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, ist die Smartcard-Geräteumleitung erlaubt. Standardmäßig leiten die Remotedesktopdienste Smartcard-Geräte automatisch bei der Herstellung einer Verbindung um.

Anmerkung:

Auf dem Clientcomputer muss mindestens Microsoft Windows 2000 Server oder mindestens Microsoft Windows XP Professional ausgeführt werden. Der Zielserver muss außerdem einer Domäne beigetreten sein.

Allow time zone redirection

Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie festlegen, ob der Clientcomputer seine Zeitzoneneinstellungen an die Remote-Desktop-Dienste-Sitzung umleitet.

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, senden Clients, die eine Zeitzonenumleitung durchführen können, ihre Zeitzoneninformationen an den Server. Über die Basiszeit des Servers wird die aktuelle Sitzungszeit berechnet (aktuelle Sitzungszeit = Serverbasiszeit + Clientzeitzone).

Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, leitet der Clientcomputer seine Zeitzoneninformationen nicht um, und die Sitzungszeitzone entspricht der Serverzeitzone.