vSphere ermöglicht eine Virtualisierung von Festplattenlaufwerken und Dateisystemen, sodass Sie den Speicher verwalten und konfigurieren können, ohne berücksichtigen zu müssen, wo die Daten physisch gespeichert sind.

Fibre Channel SAN-, iSCSI SAN- und NAS-Arrays sind weit verbreitete Speichertechnologien, die von vSphere zur Erfüllung verschiedener Speicheranforderungen von Rechenzentren unterstützt werden. Die Speicher-Arrays werden mithilfe von Speichernetzwerken (SANs) mit Gruppen von Servern verbunden, die diese dann gemeinsam nutzen. Diese Vorgehensweise erlaubt die Zusammenführung von Speicherressourcen und bietet mehr Flexibilität bei ihrer Bereitstellung für virtuelle Maschinen.

Kompatible Funktionen von vSphere 5.0 oder 5.1 oder höher

Mit vSphere 5.0 oder einer neueren Version können Sie nun folgende Funktionen verwenden:

  • Mit der View-Speicherbeschleunigungsfunktion können Sie ESXi-Hosts so konfigurieren, dass dort Festplattendaten von virtuellen Maschinen in einem Cache-Speicher zwischengespeichert werden.

    Mithilfe dieses inhaltsbasierten Lese-Cache-Speichers (CBRC) kann der IOPS-Wert reduziert und die Systemleistung bei sogenannten Boot Storms verbessert werden, wenn viele Maschinen gestartet werden und gleichzeitig Antivirus-Scans durchführen. Statt das gesamte Betriebssystem wieder und wieder aus dem Speichersystem zu lesen, kann ein Host gemeinsame Datenblöcke aus dem Cache lesen.

  • Wenn Remote-Desktops das mit vSphere 5.1 und höher verfügbare platzsparende Diskformat nutzen, wird der Speicherplatz veralteter oder gelöschter Daten innerhalb eines Gastbetriebssystems mit einem Bereinigungs- oder Verkleinerungsprozess automatisch zurückgewonnen.


  • Replikatfestplatten müssen in VMFS5-Datenspeichern (oder einer höheren VMFS-Version) bzw. in NFS-Datenspeichern gespeichert werden. Wenn Sie Replikate in einem Datenspeicher einer früheren VMFS-Version als VMFS5 speichern, kann ein Cluster über maximal acht Hosts verfügen. Betriebssystemfestplatten und persistente Festplatten können in NFS- oder VMFS-Datenspeichern gespeichert werden.

Kompatible Funktionen von vSphere 5.5 Update 1 oder höher

Mit vSphere 5.5 Update 1 oder einer neueren Version können Sie Virtual SAN verwenden, um die lokalen physischen Solid-State-Disks und Festplattenlaufwerke, die auf ESXi-Hosts vorhanden sind, in einen von allen Hosts in einem Cluster gemeinsam genutzten Datenspeicher zu virtualisieren. Virtual SAN bietet Hochleistungsspeicher mit richtlinienbasierter Verwaltung, sodass Sie bei der Erstellung eines Desktop-Pools nur einen Datenspeicher angeben. Die unterschiedlichen Komponenten wie Dateien virtueller Maschinen, Replikate, Benutzerdaten und Betriebssystemdateien werden auf den geeigneten Solid-State-Drive-Festplatten (SSD) oder direkt angeschlossene Festplatten (HDD) platziert.

Mithilfe von Virtual SAN können Sie auch den Speicher und die Leistung von virtuellen Maschinen verwalten, indem Sie Profile mit Speicherrichtlinien verwenden. Wenn die Richtlinie wegen eines Host-, Festplatten- oder Netzwerkfehlers oder wegen Änderungen der Arbeitslast nicht mehr eingehalten wird, konfiguriert Virtual SAN die Daten der betroffenen virtuellen Maschinen neu und optimiert die Nutzung der Ressourcen im ganzen Cluster. Sie können einen Desktop-Pool in einem Cluster bereitstellen, der bis zu 20 ESXi-Hosts enthält.

Wichtig:

Die in vSphere 6.0 und höher verfügbare Virtual SAN-Funktion enthält im Vergleich zur Funktion aus vSphere 5.5 Update 1 viele Leistungsverbesserungen. In vSphere 6.0 weist diese Funktion auch eine umfassendere HCL-Unterstützung (Hardware Compatibility, Hardwarekompatibilität) auf. Weitere Informationen zu Virtual SAN in vSphere 6 oder höher finden Sie im Dokument Verwaltung von VMware Virtual SAN.

Anmerkung:

Virtual SAN ist mit der View-Speicherbeschleunigungsfunktion, aber nicht mit der Funktion platzsparendes Diskformat kompatibel, das Speicherplatz durch Bereinigung und Verkleinerung von Festplatten zurückgewinnt.

Kompatible Funktionen von vSphere 6.0 oder höher

Mit vSphere 6.0 oder einer neueren Version können Sie VVOL (virtuelle Volumes) verwenden. Diese Funktion ordnet virtuelle Festplatten und deren Derivate, Klone, Snapshots und Replikate direkt Objekten, die als virtuelle Volumes bezeichnet werden, auf einem Speichersystem zu. Durch diese Zuordnung kann vSphere speicherintensive Vorgänge wie etwa Snapshot-Erstellung, Klonen und Replikation an das Speichersystem auslagern.

Mithilfe von VVOL können Sie auch den Speicher und die Leistung von virtuellen Maschinen verwalten, indem Sie Speicherrichtlinienprofile in vSphere verwenden. Diese Speicherrichtlinienprofile legen Speicherdienste für jede einzelne virtuelle Maschine fest. Durch diese detaillierte Bereitstellung wird die Kapazitätsauslastung erhöht. Sie können einen Desktop-Pool auf einem Cluster bereitstellen, der bis zu 32 ESXi-Hosts enthält.

Anmerkung:

VVOL ist zur View-Speicherbeschleunigungsfunktion, aber nicht zur Funktion platzsparendes Datenträgerformat kompatibel, die Speicherplatz durch Bereinigung und Verkleinerung von Festplatten zurückgewinnt.

Anmerkung:

VVOL wird von Instant Clones nicht unterstützt.