Wenn Sie VM-basierte Desktops für den Zugriff über ein NAT- und Portzuweisungsgerät auf derselben externen IP-Adresse konfigurieren, müssen Sie jedem Desktop einen eindeutigen Satz Portnummern geben. Die Clients können dann dieselbe Ziel-IP-Adresse verwenden, verwenden aber eine eindeutige TCP-Portnummer für die HTTPS-Verbindung, um die Verbindung auf einen bestimmten virtuellen Desktop umzuleiten.

Beispielsweise leitet HTTPS-Port 1000 zu einem Desktop und HTTPS-Port 1005 zu einem anderen um, wobei beide dieselbe Ziel-IP-Adresse verwenden. In diesem Fall wäre die Konfiguration von eindeutigen externen Portnummern für jeden Desktop für die Desktop-Protokollverbindungen zu komplex. Aus diesem Grund können die Plug-In-Einstellungen externalPCoIPPort,externalRDPPort und externalFrameworkChannelPort einen optionalen relationalen Ausdruck annehmen anstatt eines statischen Werts, um eine Portnummer zu definieren, die relativ zur Grund-HTTPS-Portnummer ist, die vom Client verwendet wird.

Falls das Portzuweisungsgerät Portnummer 1000 für HTTPS mit einer Zuweisung zu TCP 443, Portnummer 1001 für RDP mit einer Zuweisung zu TCP 3389, Portnummer 1002 für PCoIP mit einer Zuweisung zu TCP und UDP 4172 und Portnummer 1003 für den Framework-Kanal mit einer Zuweisung zu TCP 32111 zur Vereinfachung der Konfiguration verwendet, können die externen Portnummern so konfiguriert werden, dass externalRDPPort=+1, externalPCoIPPort=+2 und externalFrameworkChannelPort=+3 ist. Wenn die HTTPS-Verbindung von einem Client hereinkommt, der die HTTPS-Ziel-Portnummer 1000 verwendet hat, würden die externen Portnummern automatisch relativ zu dieser Portnummer 1000 berechnet und würden 1001, 1002 bzw. 1003 verwenden.

Um einen anderen virtuellen Desktop bereitzustellen, wenn das Portzuweisungsgerät Portnummer 1005 für HTTPS mit Zuweisung zu TCP 443, Portnummer 1006 für RDP mit Zuweisung zu TCP 3389, Portnummer 1007 für PCoIP mit Zuweisung zu TCP und UDP 4172 und Portnummer 1008 für den Framework-Kanal mit Zuweisung zu TCP 32111 verwendet, wobei genau dieselbe externe Portkonfiguration auf dem Desktop verwendet wird (+1, +2, +3 usw.), wenn die HTTPS-Verbindung von einem Client hereinkommt, würden die externen Portnummern automatisch relativ zu dieser Portnummer 1005 berechnet und würden 1006, 1007 bzw. 1008 verwenden.

Dieses Schema ermöglicht, dass alle Desktops identisch konfiguriert werden und doch dieselbe externe IP-Adresse nutzen. Durch die Zuteilung von Portnummern in Fünfer-Sprüngen (1000, 1005, 1010 …) für die Basis-HTTPS-Portnummer wäre es möglich, auf über 12.000 virtuelle Desktops auf derselben IP-Adresse zuzugreifen. Basierend auf der Konfiguration des Portzuweisungsgeräts wird die Basis-Portnummer verwendet, um den virtuellen Desktop festzulegen, auf den die Verbindung geleitet werden soll. Wenn auf allen virtuellen Desktops externalIPAddress=10.20.30.40, externalRDPPort=+1, externalPCoIPPort=+2 und externalFrameworkChannelPort=+3 konfiguriert ist, würde die Zuweisung zu virtuellen Desktops wie in der NAT- und Portzuweisungstabelle beschrieben erfolgen.

Tabelle 1. NAT- und Portzuweisungswerte

VM-Nr.

Desktop-IP-Adresse

HTTPS

RDP

PCOIP (TCP und UDP)

Framework-Kanal

0

192.168.0.0

10.20.30.40:1000 -> 192.168.0.0:443

10.20.30.40:1001 -> 192.168.0.0:3389

10.20.30.40:1002 -> 192.168.0.0:4172

10.20.30.40:1003 -> 192.168.0.0:32111

1

192.168.0.1

10.20.30.40:1005 -> 192.168.0.1:443

10.20.30.40:1006 -> 192.168.0.1:3389

10.20.30.40:1007 -> 192.168.0.1:4172

10.20.30.40:1008 -> 192.168.0.1:32111

2

192.168.0.2

10.20.30.40:1010 -> 192.168.0.2:443

10.20.30.40:1011 -> 192.168.0.2:3389

10.20.30.40:1012 -> 192.168.0.2:4172

10.20.30.40:1013 -> 192.168.0.2:32111

3

192.168.0.3

10.20.30.40:1015 -> 192.168.0.3:443

10.20.30.40:1016 -> 192.168.0.3:3389

10.20.30.40:1017 -> 192.168.0.3:4172

10.20.30.40:1018 -> 192.168.0.3:32111

In diesen Beispiel stellt Horizon Client eine Verbindung zur IP-Adresse 10.20.30.40 und einer HTTPS-Zielportnummer von (1000 + n x 5) her, wobei n die Desktopnummer ist. Um eine Verbindung zu Desktop 3 herzustellen, würde sich der Client mit 10.20.30.40:1015 verbinden. Dieses Adressschema vereinfacht das Konfigurationssetup für jeden Desktop erheblich. Alle Desktops werden mit identischer externer Adresse und Portkonfiguration konfiguriert. Die NAT- und Portzuweisungskonfiguration erfolgt innerhalb des NAT- und Portzuweisungsgeräts mit diesem konsistenten Muster, und alle Desktops können über eine einzige öffentliche IP-Adresse aufgerufen werden. Der Client würde typischerweise einen einzigen öffentlichen DNS-Namen verwenden, der auf diese IP-Adresse auflöst.