Mit Horizon Client 3.2 und höher können Sie ein Horizon Client-Installationsprogramm-Paket von der entsprechenden VMware-Downloads-Seite herunterladen und ausführen. Das Installationsprogramm umfasst Module für Funktionen wie zum Beispiel USB-Umleitung, virtuelles Drucken, Echtzeit-Audio/Video, Smartcard und Clientlaufwerksumleitung.

Hinweis: Bei den meisten Linux-Distributionen wird vom Horizon Client-Installationsprogramm-Paket ein GUI-Assistent gestartet. Bei SUSE Linux-Distributionen wird vom Installationsprogramm-Paket ein Befehlszeilen-Assistent gestartet. Sie können das Installationsprogramm auch mit der Option --console ausführen, um den Befehlszeilen-Assistent zu starten.

Während des Installationsvorgangs werden Sie aufgefordert zu bestätigen, ob verschiedene Komponenten installiert werden sollen. Standardmäßig werden alle Komponenten außer jene für Horizon Client 3.5 installiert, wobei die Clientlaufwerksumleitung, (eine Technical Preview-Funktion), standardmäßig nicht installiert wird. In der folgenden Tabelle finden Sie zu jeder optionalen Komponente eine kurze Übersicht.

Tabelle 1. Horizon Client für Linux-Installationsoptionen
Option Beschreibung
USB-Umleitung Gibt Benutzern Zugriff auf lokal verbundene USB-Geräte auf ihren Desktops.

Die USB-Umleitung wird auf Remote-Desktops unterstützt, die auf Computern für Einzelbenutzer bereitgestellt sind, jedoch nicht auf Remote-Desktops, die auf RDS-Hosts basieren.

Die Komponentendateien werden im Ordner /usr/lib/vmware/view/usb/ installiert. Wenn Sie Horizon Client 3.2 verwenden, führen Sie, um die USB-Umleitung zu aktivieren, bei jedem Start oder Neustart Ihres Linux-Systems als Benutzer mit Stammzugriff die beiden Dateien vmware-usbarbitrator und vmware-view-usbd unter /usr/lib/vmware/view/usb/ aus. Für Horizon Client 3.4 oder höher werden diese Dienste automatisch gestartet, wenn Sie für das Installationsprogramm die Registrierung und den Start der installierten Dienste nach der Installation festlegen.

Hinweis: Sie können mithilfe von Gruppenrichtlinieneinstellungen die USB-Umleitung für spezifische Benutzer deaktivieren.
Echtzeit-Audio/Video Leitet Webcams und Audiogeräte um, die mit dem Clientsystem verbunden sind, sodass diese auf dem Remote-Desktop eingesetzt werden können.

Die Komponentendatei wird im Ordner /usr/lib/pcoip/vchan_plugins/ installiert.

Virtuelles Drucken Benutzer können mit jedem beliebigen Drucker drucken, der auf ihren Clientcomputern zur Verfügung steht. Benutzer müssen keine zusätzlichen Treiber auf ihren Remote-Desktops installieren.

Die Komponentendateien werden im Ordner /usr/lib/vmware/view/virtualPrinting/ installiert. Nachdem Sie den Client installiert haben, müssen Sie, wenn Sie Horizon Client 3.2 verwenden, diese Funktion konfigurieren, um sie, wie in Aktivieren der virtuellen Druckfunktion auf einem Linux-Client beschrieben, zu aktivieren. Für Horizon Client 3.4 oder höher müssen Sie diese Funktion nicht manuell konfigurieren, wenn Sie für das Installationsprogramm die Registrierung und den Start der installierten Dienste nach der Installation festlegen.

In Horizon 6.0.2 und höher wird das virtuelle Drucken von den folgenden Remote-Desktops und -Anwendungen unterstützt:

  • Auf Einzelbenutzer-Maschinen bereitgestellte Desktops
  • Desktops, die auf RDS-Hosts bereitgestellt werden, wobei die RDS-Hosts virtuelle Maschinen sind
  • Gehostete (Remote-)Anwendungen, die von RDS-Hosts bereitgestellt werden
  • Remoteanwendungen, die von Horizon Client innerhalb von Remote-Desktops gestartet werden
Smartcard Ermöglicht Benutzern die Authentifizierung per Smartcard, wenn sie das VMware Blast- oder PCoIP-Anzeigeprotokoll verwenden. Diese Option ist standardmäßig im Clientinstallationsprogramm ausgewählt. Dies gilt jedoch nicht für den Fall, dass Sie das View Agent-Installationsprogramm innerhalb des Remote-Desktops ausführen.

Smartcard wird für Remote-Desktops unterstützt, die auf Maschinen für Einzelbenutzer bereitgestellt werden. Für die Unterstützung von Smartcards auf sitzungsbasierten Desktops auf RDS-Hosts benötigen SieHorizon Client 3.4 oder höher und View Agent 6.1.1 oder höher.

Die Komponentendateien werden im Ordner /usr/lib/pcoip/vchan_plugins/ installiert.

Clientlaufwerksumleitung Damit können Benutzer Ordner und Laufwerke auf dem Clientcomputer für Remote-Desktops und -anwendungen freigeben. Laufwerke können auch bereitgestellte Laufwerke und USB-Speichergeräte umfassen. Dies ist eine Technical Preview-Funktion in Horizon Client 3.5. Sie wird in Horizon Client 4.0 und höher vollständig unterstützt. Diese Funktion wird standardmäßig bei der Installation von Horizon Client 3.5 nicht ausgewählt, jedoch bei der Installation von Horizon Client 4.0 oder höher.

Die Komponentendateien werden unter /usr/lib/vmware/view/vdpService/ installiert.

Voraussetzungen

  • Stellen Sie sicher, dass das Clientsystem ein unterstütztes Betriebssystem ausführt. Siehe Systemanforderungen für Linux-Clientsysteme.
  • Für Horizon Client 3.2 und früher müssen Sie sicherstellen, dass OpenSSL 1.0.1i oder höher auf dem Clientsystem installiert ist. Für Horizon Client 3.4 und höher lädt das Installationsprogramm die erforderliche OpenSSL-Bibliothek herunter und installiert diese automatisch, wenn sie nicht vorhanden ist. Weitere Informationen finden Sie in den Versionshinweisen der OpenSSL-Bibliotheksversion.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie auf dem Hostsystem über die Berechtigung zum Stammzugriff verfügen.
  • Stellen Sie sicher, dass VMware Workstation nicht auf dem Clientsystem installiert ist.
  • Wenn Sie beabsichtigen, das RDP-Anzeigeprotokoll zur Verbindungsherstellung mit einem View-Desktop zu verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass Sie den entsprechenden RDP-Client installiert haben. Siehe Systemanforderungen für Linux-Clientsysteme.
  • Wenn eine ältere Version der Horizon Client-Software auf dem Linux-Clientsystem installiert ist, deinstallieren Sie diese Anwendung, bevor Sie Horizon Client 3.2 oder höher installieren. Siehe Deinstallieren von Horizon Client für Linux.
  • Wenn Sie beabsichtigen, das Befehlszeilen-Installationsprogramm zu verwenden, machen Sie sich mit den Installationsoptionen der Linux-Befehlszeile vertraut. Siehe Befehlszeilen-Installationsoptionen für den Linux Client.

Das Installationsprogramm durchsucht standardmäßig während des Installationsvorgangs die Systembibliotheken, um festzustellen, ob das System zu Horizon Client kompatibel ist. Diesen Suchschritt können Sie jedoch durch entsprechende Auswahl überspringen.

Prozedur

  1. Laden Sie auf dem Linux-Clientsystem die Horizon Client-Installationsprogramm-Datei von der Produkt-Download-Seite für Horizon Client unter http://www.vmware.com/go/viewclients herunter.
    Der Name der Datei lautet VMware-Horizon-Client-x.x.x-yyyyyyy.arch.bundle, wobei x.x.x die Versionsnummer darstellt, yyyyyyy die Build-Nummer und arch entweder für x86 oder für x64 steht. x64 ist in Horizon Client 3.5 und höher verfügbar.
  2. Öffnen Sie ein Terminalfenster, wechseln Sie zu dem Verzeichnis, in dem sich die Installationsprogramm-Datei befindet, und führen Sie das Installationsprogramm unter Verwendung des entsprechenden Befehls aus.
    Option Befehl
    Für den GUI-Assistenten, wenn Sie über die Berechtigung zur Ausführung ausführbarer Dateien verfügen
    sudo ./VMware-Horizon-Client-x.x.x-yyyyyyy.arch.bundle
    Für den GUI-Assistenten, wenn Sie nicht über die Berechtigung zur Ausführung ausführbarer Dateien verfügen
    sudo sh ./VMware-Horizon-Client-x.x.x-yyyyyyy.arch.bundle
    Für das Befehlszeilen-Installationsprogramm
    sudo ./VMware-Horizon-Client-x.x.x-yyyyyyy.arch.bundle 
    --console
    Der Assistent des Installationsprogramms wird geöffnet. Anschließend werden Sie aufgefordert, dem Endbenutzerlizenzvertrag zuzustimmen.
  3. Folgen Sie den Anweisungen, um die Installation abzuschließen.
    Wichtig: Bei der Installation von Horizon Client 3.4 oder höher werden Sie gefragt, ob Sie festlegen möchten, dass das Installationsprogramm die installierten Dienste nach der Installation registriert und startet. Wenn Sie für das Installationsprogramm die Durchführung dieser Aufgaben angeben, müssen Sie nicht nach jedem Neustart den USB-Umleitungsdienst manuell starten und auch die Funktion des virtuellen Druckens nicht manuell aktivieren.
  4. Geben Sie nach dem Abschluss der Installation an, ob die Kompatibilitätsüberprüfung für Bibliotheken, von denen verschiedene Funktionskomponenten abhängig sind, durchgeführt werden soll.
    Die Systemüberprüfung zeigt für jede Bibliothek ein Kompatibilitätsüberprüfungsergebnis an.
    Ergebniswert Beschreibung
    Erfolgreich Alle erforderlichen Bibliotheken wurden gefunden.
    Fehlgeschlagen Die angegebene Bibliothek wurde nicht gefunden.
    Wichtig: Mit Horizon Client 3.4 übermittelt die Überprüfung einen Fehler, wenn die OpenSSL-Bibliothek nicht installiert ist (Dateien libssl.so.1.0.1 und libcrypto.so.1.0.1). Dieser kann bedenkenlos ignoriert werden, da das Installationsprogramm die benötigte Bibliothek automatisch herunterlädt und installiert. Dieser Scanfehler kommt mit Horizon Client 3.5 oder höher nicht mehr vor.

Ergebnisse

Protokollinformationen zur Installation werden in der Datei /tmp/vmware-root/vmware-installer-pid.log aufgezeichnet.

Nächste Maßnahme

Um mit Horizon Client 3.2 die Funktion für die USB-Umleitung zu verwenden, führen Sie die Dateien vmware-usbarbitrator und vmware-view-usbd unter /usr/lib/vmware/view/usb/ aus. Für Horizon Client 3.4 oder höher ist dies nicht erforderlich, wenn Sie festlegen, dass das Installationsprogramm installierte Dienste registriert und nach der Installation startet.

Für Horizon Client 3.2 müssen Sie für die Verwendung der virtuellen Druckfunktion das in Aktivieren der virtuellen Druckfunktion auf einem Linux-Client beschriebene Verfahren durchführen. Für Horizon Client 3.4 oder höher ist dies nicht erforderlich, wenn Sie festlegen, dass das Installationsprogramm installierte Dienste registriert und nach der Installation startet. Wenn der Benutzer den Client startet, wird automatisch eine Konfigurationsdatei erstellt und im Benutzerordner abgelegt.

Starten Sie Horizon Client und stellen Sie sicher, dass Sie sich am richtigen virtuellen Desktop anmelden können. Siehe Herstellen einer Verbindung mit einem Remote-Desktop oder einer Remoteanwendung.