Bei der PCoIP-Client-Bildzwischenspeicherung wird der Bildinhalt auf dem Client gespeichert, um erneute Übertragungen zu vermeiden. Diese Funktion ist standardmäßig zur Reduzierung der Bandbreitenauslastung aktiviert.

Der PCoIP-Bildcache erfasst die räumliche sowie zeitliche Redundanz. Wenn Sie beispielsweise in einem PDF-Dokument einen Bildlauf nach unten durchführen, wird unten im Fenster neuer Inhalt angezeigt, während oben im Fenster der älteste Inhalt nicht mehr angezeigt wird. Der restliche Inhalt bleibt unverändert und wird nach oben verschoben. Der PCoIP-Bildcache kann räumliche und zeitliche Redundanz erkennen.

Da es sich während des Bildlaufs bei den an das Client-Gerät gesendeten Anzeigeinformationen in erster Linie um eine Abfolge von Cache-Indizes handelt, lassen sich durch die Verwendung eines Bildcaches deutliche Bandbreiteneinsparungen erzielen. Dieser effiziente Bildlauf hat sowohl bei LAN- als auch WAN-Verbindungen Vorteile.

  • Bei LAN-Verbindungen mit relativ uneingeschränkter Bandbreite führt die clientseitige Bildzwischenspeicherung zu deutlichen Bandbreiteneinsparungen.

  • Um bei WAN-Verbindungen innerhalb der Bandbreiteneinschränkungen zu bleiben, nimmt die Bildlaufleistung oft ab, wenn keine clientseitige Zwischenspeicherung verwendet wird. In dieser Situation kann die clientseitige Zwischenspeicherung zu einer Einsparung von Bandbreite führen und einen reibungslosen, äußerst schnellen Bildlauf sicherstellen.

Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert, sodass der Client Teile der Anzeige speichert, die zuvor übermittelt wurden. Die Standard-Cachegröße beträgt 250 MB. Ein größerer Cache reduziert die Bandbreitenauslastung, erfordert jedoch auch mehr Arbeitsspeicher auf dem Client. Ein kleinerer Cache erfordert eine höhere Bandbreitenauslastung. Ein Thin Client mit nur wenig Arbeitsspeicher erfordert beispielsweise eine geringere Cachegröße.

Festlegen der Konfigurationseigenschaft

Zur Konfiguration der Cachegröße können Sie die Eigenschaft pcoip.image_cache_size_mb festlegen. Die folgende Einstellung konfiguriert beispielsweise die Cachegröße auf 50 MB:

pcoip.image_cache_size_mb = 50

Setzen Sie ein Leerzeichen vor und nach dem Gleichheitszeichen (=).

Wenn Sie einen Wert angeben, der kleiner ist als die Menge des verfügbaren Arbeitsspeichers geteilt durch 2, wird der Wert auf das nächstgelegene dekadische Vielfache gerundet. Der Mindestwert ist 50. Werte unter 50 werden ignoriert.

Wenn Sie einen Wert angeben, der größer ist als der verfügbare Arbeitsspeicher geteilt durch 2, wird der Wert auf die Menge des verfügbaren Arbeitsspeichers geteilt durch 2 festgelegt und auf das nächstgelegene dekadische Vielfache gerundet.

Sie können diese Eigenschaft in jeder der einzelnen Dateien festlegen. Beim Start von Horizon Client wird die Einstellung aus mehreren Speicherorten in der folgenden Reihenfolge verarbeitet:

  1. /etc/teradici/pcoip_admin_defaults.conf

  2. ~/.pcoip.rc

  3. /etc/teradici/pcoip_admin.conf

Ist eine Einstellung in verschiedenen Speicherorten konfiguriert, entspricht der verwendete Wert dem Wert aus dem letzten Lesevorgang der Datei.

Anmerkung:

Sie können die folgende Eigenschaft zur visuellen Anzeige der Funktionsfähigkeit des Bildcaches festlegen:

pcoip.show_image_cache_hits = 1

In dieser Konfiguration wird Ihnen für jede Kachel (32 x 32 Pixel) in einem Bild aus dem Bildcache ein Rechteck um die Kachel herum angezeigt.