Die Syntax umfasst das URI-Schema vmware-view, einen Pfadauszug zur Angabe des Desktops oder der Anwendung sowie optional eine Abfrage zur Angabe der Desktop- bzw. Anwendungsaktionen oder Konfigurationsoptionen.

URI-Spezifikation

Verwenden Sie zum Generieren von URIs für den Start von Horizon Client die folgende Syntax:

vmware-view://[authority-part][/path-part][?query-part]

Das einzig erforderliche Element ist das URI-Schema vmware-view. Für einige Versionen bestimmter Clientbetriebssysteme muss für den Namen des Schemas die Groß- und Kleinschreibung beachtet werden. Verwenden Sie daher vmware-view.

Wichtig: In allen Abschnitten müssen Nicht-ASCII-Zeichen zunächst gemäß UTF-8 [STD63] codiert werden, anschließend muss für jedes Oktett der entsprechenden UTF-8-Sequenz eine Prozentcodierung durchgeführt werden, um diese als URI-Zeichen darzustellen.

Informationen zur Codierung von ASCII-Zeichen finden Sie in der URL-Codierungsreferenz unter http://www.utf8-chartable.de/.

authority-part
Gibt die Serveradresse und optional einen Benutzernamen, eine nicht standardmäßige Portnummer oder beides an. Beachten Sie, dass Unterstriche (_) in Servernamen nicht unterstützt werden. Die Servernamen müssen der DNS-Syntax entsprechen.

Verwenden Sie zur Angabe eines Benutzernamens die folgende Syntax:

user1@server-address

Beachten Sie dabei, dass Sie keine UPN-Adresse angeben können. Hierzu zählt auch die Domäne. Zur Angabe des Domänennamens können Sie den Abfrageteil domainName im URI verwenden.

Verwenden Sie zur Angabe einer Portnummer die folgende Syntax:

server-address:port-number
path-part
Gibt den Desktop oder die Anwendung an. Verwenden Sie den Anzeigenamen des Desktops oder der Anwendung. Dieser Name wurde in View Administrator beim Erstellen des Desktop- oder Anwendungspools angegeben. Weist der Anzeigename ein Leerzeichen auf, müssen Sie den Codierungsmechanismus %20 verwenden, um das Leerzeichen darzustellen.
query-part
Gibt die zu verwendenden Konfigurationsoptionen oder die durchzuführenden Desktop- oder Anwendungsaktionen an. Für die Abfragen muss die Groß- und Kleinschreibung nicht beachtet werden. Verwenden Sie für den Einsatz mehrerer Abfragen das kaufmännische Und-Zeichen (&) zwischen den Abfragen. Sollten die Abfragen miteinander in Konflikt stehen, wird die letzte Abfrage in der Liste verwendet. Verwenden Sie die folgende Syntax:
query1=value1[&query2=value2...]

Unterstützte Abfragen

In diesem Abschnitt werden die Abfragen aufgeführt, die für diesen Horizon Client-Typ unterstützt werden. Wenn Sie URIs für mehrere Clienttypen generieren, so zum Beispiel für Desktop-Clients oder mobile Clients, finden Sie für jede Art von Clientsystem weitere Anweisungen im Handbuch Verwendung von VMware Horizon Client.

action
Tabelle 1. Werte, die mit der Abfrage „action“ verwendet werden können
Wert Beschreibung
browse Zeigt eine Liste der verfügbaren, auf dem angegebenen Server gehosteten Desktops und Anwendungen an. Bei Verwendung dieser Aktion müssen Sie keinen Desktop bzw. keine Anwendung angeben.
start-session Startet den angegebenen Desktop oder die angegebene Anwendung. Wenn keine „action“-Abfrage bereitgestellt wird und der Desktop- oder Anwendungsname angegeben wird, ist start-session die Standardaktion.
reset

Fährt den angegebenen Desktop bzw. die angegebene Anwendung herunter und startet ihn bzw. sie neu. Nicht gespeicherte Daten gehen verloren. Das Zurücksetzen eines Remote-Desktops entspricht dem Betätigen der Reset-Taste auf einem physischen PC. Bei Angabe einer Anwendung in Horizon Client 3.0 wird die Aktion ignoriert.

Wenn Sie in Horizon Client 3.1 eine Anwendung angeben, wird der Endbenutzer aufgefordert zu bestätigen, dass alle Remoteanwendungen beendet werden.

logoff Meldet den Benutzer vom Gastbetriebssystem auf dem Remote-Desktop ab. Wenn Sie eine Anwendung angeben, wird die Aktion ignoriert oder der Endbenutzer sieht die Warnmeldung „Ungültige URI-Aktion“.
appProtocol
Gültige Werte für Remoteanwendungen sind PCOIP und BLAST. Zur Angabe von PCoIP verwenden Sie beispielsweise die Syntax appProtocol=PCOIP. Diese Abfrage wird nur in Horizon Client 4.0 und höher unterstützt. In früheren Versionen von Horizon Client wird für Remoteanwendungen immer PCoIP verwendet.
connectUSBOnInsert
Verbindet ein USB-Gerät beim Anschließen des Geräts mit dem im Vordergrund angezeigten Desktop. Diese Abfrage wird bedingungslos festgelegt, wenn Sie die Abfrage unattended angeben. Zur Verwendung dieser Abfrage müssen Sie die Abfrage action auf start-session setzen oder ohne die Abfrage action arbeiten. Gültige Werte sind yes und no. Ein Beispiel für die Syntax ist etwa connectUSBOnInsert=yes.
connectUSBOnStartup
Leitet alle aktuell mit dem Clientsystem verbundenen USB-Geräte an den Desktop um. Diese Abfrage wird bedingungslos festgelegt, wenn Sie die Abfrage unattended angeben. Zur Verwendung dieser Abfrage müssen Sie die Abfrage action auf start-session setzen oder ohne die Abfrage action arbeiten. Gültige Werte sind yes und no. Ein Beispiel für die Syntax ist etwa connectUSBOnStartup=yes.
desktopLayout
Legt die Größe des Fensters für die Anzeige eines Remote-Desktops fest. Zur Verwendung dieser Abfrage müssen Sie die Abfrage action auf start-session setzen oder ohne die Abfrage action arbeiten.
Tabelle 2. Gültige Werte für desktopLayout-Abfrage
Wert Beschreibung
fullscreen Vollbild auf einem Monitor. Hierbei handelt es sich um die Standardeinstellung.
multimonitor Vollbild auf allen Monitoren.
windowLarge Großes Fenster.
windowSmall Kleines Fenster.
WxH Benutzerdefinierte Auflösung, bei der Sie die Breite mal Höhe in Pixel angeben. Ein Beispiel für die Syntax ist etwa desktopLayout=1280x800.
desktopProtocol
Gültige Werte für Remote-Desktops sind RDP, PCOIP und BLAST. Zur Angabe von PCoIP verwenden Sie beispielsweise die Syntax desktopProtocol=PCOIP. BLAST wird nur in Horizon Client 4.0 und höher unterstützt.
domainName
Der NETBIOS-Domänenname, der mit dem Benutzer verknüpft ist, der eine Verbindung zum Remote-Desktop oder zur Remoteanwendung herstellt. Beispielsweise ist es sinnvoller, MeineFirma als MeineFirma.com zu verwenden.
filePath
Gibt den Pfad zur Datei im lokalen System an, die Sie mit einer Remoteanwendung öffnen möchten. Sie müssen den vollständigen Pfad einschließlich des Laufwerksbuchstabens eingeben. Verwenden Sie für die folgenden Zeichen die Prozentkodierung:
  • Für einen Doppelpunkt (:) verwenden Sie %3A.
  • Für einen umgekehrten Schrägstrich (\) verwenden Sie %5C.
  • Für ein Leerzeichen ( ) verwenden Sie %20.

Um beispielsweise den Dateipfad C:\test file.txt darzustellen, verwenden Sie C%3A%5Ctest%20file.txt.

tokenUserName
Gibt den RSA- oder RADIUS-Benutzernamen an. Verwenden Sie diese Abfrage nur, wenn der RSA- oder RADIUS-Benutzername nicht mit dem Active Directory-Benutzernamen identisch ist. Wenn Sie diese Abfrage nicht angeben und die RSA- oder RADIUS-Authentifizierung erforderlich ist, wird der Windows-Benutzername verwendet. Die Syntax lautet tokenUserName=name.
unattended
Erstellt eine Serververbindung zu einem Remote-Desktop im Kioskmodus. Wenn Sie diese Abfrage verwenden, geben Sie keine Benutzerinformationen an, wenn Sie den Kontonamen aus der MAC-Adresse des Clientgeräts generiert haben. Wenn Sie jedoch benutzerdefinierte Kontonamen in ADAM generiert haben, z. B. Namen, die mit „custom-“ beginnen, müssen Sie die Kontoinformationen angeben.