Sie können einen Remote-Desktop auf mehrere Monitore erweitern. Wenn Sie einen hochauflösenden Monitor besitzen, können Sie den Remote-Desktop oder die Remoteanwendung in voller Auflösung sehen.

Wenn Sie im Anzeigemodus „Alle Monitore“ das Fenster minimiert haben, wechselt es nach der Maximierung zurück in den Modus „Alle Monitore“. Dies gilt ebenso für ein minimiertes Vollbildfenster: Nach der Maximierung wird wieder der Vollbildmodus auf einem Monitor angezeigt.

Im Horizon Client-Auswahlfenster für Desktops und Anwendungen können Sie durch Anklicken eines Desktop-Symbols mit der rechten Maustaste und Auswählen von Anzeige im eingeblendeten Kontextmenü angeben, ob das Desktop-Fenster einen oder mehrere Monitore verwenden soll.

Verwenden aller Monitore in einer Mehrfachmonitorumgebung

Unabhängig vom Anzeigeprotokoll können Sie mit einem Remote-Desktop mehrere Monitore verwenden. Wenn Horizon Client alle Monitore verwendet und Sie ein Anwendungsfenster maximieren, wird das Fenster nur in dem Monitor auf die Vollbildansicht erweitert, der das Fenster enthält.

Horizon Client unterstützt die folgenden Monitorkonfigurationen:

  • Wenn Sie zwei Monitore verwenden, müssen sich die Monitore nicht im gleichen Modus befinden. Wenn Sie zum Beispiel einen Laptop verwenden, der mit einem externen Monitor verbunden ist, kann sich der externe Monitor sowohl im Quer- als auch im Hochformat befinden.
  • Monitore können nur dann nebeneinander, in Zweiergruppen oder vertikal gestapelt platziert werden, wenn Sie zwei Monitore verwenden und die maximale Gesamtlänge weniger als 4096 Pixel beträgt.
  • Um die 3D-Rendering-Funktion nutzen zu können, muss das Blast Extreme-Anzeigeprotokoll oder das PCoIP-Anzeigeprotokoll verwendet werden. Sie können bis zu 2 Monitore mit einer Auflösung von bis zu 1920 X 1200 verwenden. Für eine Auflösung von 4K (3840 X 2160) wird nur ein Monitor unterstützt.
  • Wenn Sie Instant-Clone-Desktops benutzen, können Sie maximal zwei Monitore verwenden, um einen Remote-Desktop mit einer Auflösung von bis zu 2560 x 1600 anzuzeigen.
  • Mit dem VMware Blast- oder dem PCoIP-Anzeigeprotokoll wird eine Bildschirmauflösung von 4K (3840 x 2160) für den Remote-Desktop unterstützt. Die Anzahl der unterstützten 4K-Bildschirme hängt von der Hardwareversion der virtuellen Maschine des Desktops und der Windows-Version ab.

    Hardwareversion Windows-Version Anzahl der unterstützten 4K-Bildschirme
    10 (ESXi 5.5.x-kompatibel) 7, 8, 8.x, 10 1
    11 (ESXi 6.0-kompatibel) 7 (3D-Rendern-Funktion deaktiviert; Windows Aero deaktiviert) 3
    11 7 (3D-Rendern-Funktion aktiviert) 1
    11 8, 8.x, 10 1

    Auf dem Remote-Desktop muss View Agent 6.2 oder höher oder Horizon Agent 7.0 oder höher installiert sein. Für eine optimale Leistung empfiehlt VMware für die virtuelle Maschine mindestens 2 GB RAM und 2 vCPUs. Diese Funktion kann gute Netzwerkbedingungen erfordern, wie eine Bandbreite von 1000 Mbit/s mit niedriger Netzwerklatenz und geringen Paketverlusten.

    Hinweis: Wenn die Bildschirmauflösung des Remote-Desktop auf 3840 x 2160 (4K) eingestellt ist, können Elemente auf dem Bildschirm kleiner erscheinen. Möglicherweise können Sie auch das Dialogfeld zur Bildschirmauflösung im Remote-Desktop verwenden, um Text und andere Elemente zu vergrößern.
  • Wenn Sie Microsoft RDP 7 verwenden, können Sie maximal 16 Monitore verwenden, um einen Remote-Desktop anzuzeigen.
  • Wenn Sie das Microsoft RDP-Anzeigeprotokoll verwenden, muss Microsoft Remotedesktopverbindung (RDV) 6.0 oder höher auf dem Remote-Desktop installiert sein.

Verwenden eines Monitors in einer Mehrfachmonitorumgebung

Wenn Sie über mehrere Monitore verfügen, aber mit Horizon Client nur einen davon verwenden möchten, können Sie festlegen, dass ein Desktop-Fenster nicht im Modus „Alle Monitore“ startet. Standardmäßig wird das Fenster auf dem primären Monitor gestartet.

Sie können das Desktop-Fenster zu einem nicht primären Monitor ziehen. Beim nächsten Start des Desktops wird dann das Desktop-Fenster wieder auf diesem Monitor angezeigt. Für diese Speicherung des zuletzt benutzten Monitors gelten folgende Einschränkungen:

  • Für den Anzeigemodus müssen Sie festlegen, dass das Fenster in einem Fenstermodus (groß, klein oder benutzerdefiniert) gestartet wird und nicht im Vollbildmodus oder im Modus „Alle Monitore“.
  • Sie müssen das Blast Extreme- oder das PCoIP-Anzeigeprotokoll verwenden.
  • Das Fenster wird nach dem Start in der Mitte des Monitors platziert. Es verwendet die für den Anzeigemodus ausgewählte Fenstergröße und nicht eine eventuell von Ihnen durch Ziehen angepasste Fenstergröße.
  • Diese Einstellung wird nicht für gehostete Remoteanwendungen unterstützt.

Sie wird pro Desktop gespeichert.

Verwenden der Anzeigeskalierung

Für Benutzer mit einem hochauflösenden Bildschirm wie etwa einem 4K-Monitor oder mit einer Sehschwäche ist grundsätzlich die Skalierung durch Festlegung des DPI-Wertes auf mehr als 100% auf dem Clientcomputer aktiviert. Mit der Funktion der Anzeigeskalierung unterstützt der Horizon-Remote-Desktop oder die Horizon-Remoteanwendung die Skalierungseinstellung. Der Remote-Desktop oder die Remoteanwendung wird dann in normaler und nicht in sehr kleiner Größe dargestellt. Wenn Sie das VMware Blast Extreme-Anzeigeprotokoll oder das PCoIP-Anzeigeprotokoll verwenden, unterstützt der Horizon Client auch die Anzeigeskalierung in Remote-Desktops und -anwendungen mit einem DPI-Wert von mehr als 100%. Nachdem Sie die Verbindung mit einem Remote-Desktop hergestellt haben, können Sie die Menüoption Optionen > Anzeigeskalierung aktivieren auswählen. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, im Einstellungenfenster für eine Remoteanwendung oder einen Remote-Desktop das Kontrollkästchen Anzeigeskalierung aktivieren zu aktivieren. Für Remote-Desktops wird diese Einstellung für jeden Desktop gesondert gespeichert. Für Remoteanwendungen ist diese Einstellung für alle Remoteanwendungen gültig, die für den aktuell angemeldeten Benutzer verfügbar sind. Für Nicht-Windows 10-Clients wird diese Option nur angezeigt, wenn der DPI-Wert größer als 100% ist. Für Windows 10-Clients wird diese Option angezeigt, wenn der DPI-Wert für den primären Monitor größer als 100% ist.

Die Verwendung der Anzeigeskalierung wirkt sich weder auf die Anzahl der Monitore noch auf die maximal unterstützten Auflösungen aus.