Sie können USB-Richtlinieneinstellungen sowohl für den Agent als auch für Horizon Client für Windows definieren. Nach dem Herstellen der Verbindung lädt Horizon Client die USB-Richtlinieneinstellungen des Agent herunter und verwendet diese zusammen mit den Horizon Client-USB-Richtlinieneinstellungen, um zu entscheiden, welche Geräte vom Hostcomputer umgeleitet werden dürfen.

In der folgenden Tabelle werden die Richtlinieneinstellungen zum Splitten von USB-Verbundgeräten in der ADM-Vorlagendatei für die Horizon Client-Konfiguration beschrieben. Die Einstellungen gelten auf Computerebene. Horizon Client liest die Einstellungen vorzugsweise aus dem GPO auf der Computerebene, andernfalls aus der Registrierung unter HKLM\Software\Policies\VMware, Inc.\VMware VDM\Client\USB. Eine Beschreibung, wie View die Richtlinien zum Splitten von USB-Verbundgeräten anwendet, finden Sie in den Themen über die Verwendung von Richtlinien zur Steuerung der USB-Umleitung im Dokument Einrichten von Desktop- und Anwendungspools in View.

Tabelle 1. Konfigurationsvorlage für Horizon Client: Einstellungen für die USB-Aufteilung
Einstellung Eigenschaften
Allow Auto Device Splitting

Lässt das automatische Splitten von Composite USB-Geräten zu.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit false ist.

Exclude Vid/Pid Device From Split

Schließt ein Composite USB-Gerät vom Splitten aus, das durch Anbieter- und Produkt-IDs angegeben ist. Das Format der Einstellung lautet vid-xxx1_pid-yyy2[;vid-xxx2_pid-yyy2]...

Sie müssen hexadezimale ID-Nummern angeben. Sie können das Platzhalterzeichen (*) anstelle einzelner Ziffern in einer ID verwenden.

Beispiel: vid-0781_pid-55**

Der Standardwert ist nicht definiert.

Split Vid/Pid Device

Behandelt die Komponenten eines Composite USB-Gerätes, die durch Anbieter- und Produkt-IDs angegeben sind, als separate Geräte. Das Format der Einstellung ist

vid- xxxx _pid- yyyy (exintf: zz[;exintf:ww ])

Sie können das Stichwort exintf verwenden, um Komponenten durch Angabe ihrer Schnittstellennummer von der Umleitung auszuschließen. Sie müssen hexadezimale ID-Nummern und dezimale Schnittstellennummern einschließlich der 0 am Anfang angeben. Sie können das Platzhalterzeichen (*) anstelle einzelner Ziffern in einer ID verwenden.

Beispiel: vid-0781_pid-554c(exintf:01;exintf:02)

Hinweis: View schließt nicht automatisch die Komponenten ein, die Sie nicht explizit ausgeschlossen haben. Sie müssen eine Filterrichtlinie wie z. B. Include Vid/Pid Device angeben, um diese Komponenten einzuschließen.

Der Standardwert ist nicht definiert.

In der folgenden Tabelle werden die Richtlinieneinstellungen zum Filtern von USB-Verbundgeräten in der ADM-Vorlagendatei für die Horizon Client-Konfiguration beschrieben. Die Einstellungen gelten auf Computerebene. Horizon Client liest die Einstellungen vorzugsweise aus dem GPO auf der Computerebene, andernfalls aus der Registrierung unter HKLM\Software\Policies\VMware, Inc.\VMware VDM\Client\USB. Eine Beschreibung, wie View die Richtlinien zum Filtern von USB-Geräten anwendet, finden Sie in den Themen über die Konfiguration von Filterrichtlinieneinstellungen für die USB-Umleitung im Dokument Einrichten von Desktop- und Anwendungspools in View.

Tabelle 2. Konfigurationsvorlage für Horizon Client: Einstellungen für USB-Filter
Einstellung Eigenschaften
Allow Audio Input Devices

Lässt zu, dass Audioeingabegeräte umgeleitet werden.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit true ist.

Allow Audio Output Devices

Lässt zu, dass Audioausgabegeräte umgeleitet werden.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit false ist.

Allow HIDBootable

Ermöglicht die Umleitung anderer Eingabegeräte neben Tastaturen und Mäusen, die zur Startzeit verfügbar sind (auch bezeichnet als „startfähige Eingabegeräte“).

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit true ist.

Allow Device Descriptor Failsafe Behavior

Ermöglicht die Umleitung der Geräte, auch wenn Horizon Client die Konfigurations-/Gerätebeschreibungen nicht abrufen kann.

Um ein Gerät trotz Fehler in der Konfiguration/Beschreibung zuzulassen, muss dieses in den Filter „Include“ eingeschlossen werden, zum Beispiel in IncludeVidPid oder IncludePath.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit false ist.

Allow Other Input Devices

Lässt zu, dass Eingabegeräte außer HID-startfähigen Geräten oder Tastaturen mit integrierten Zeigegeräten umgeleitet werden.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit true ist.

Allow Keyboard and Mouse Devices

Lässt zu, dass Tastaturen mit eingebauten Zeigegeräten (Maus, Trackball oder Touchpad) umgeleitet werden.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit false ist.

Allow Smart Cards

Lässt zu, dass SmartCard-Geräte umgeleitet werden.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit false ist.

Allow Video Devices

Lässt zu, dass Videogeräte umgeleitet werden.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit true ist.

Disable Remote Configuration

Deaktiviert die Verwendung der Agent-Einstellungen beim Durchführen der USB-Gerätefilterung.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit false ist.

Exclude All Devices

Schließt alle USB-Geräte von der Umleitung aus. Wenn für diese Einstellung true festgelegt ist, können Sie andere Richtlinieneinstellungen verwenden, um zuzulassen, dass bestimmte Geräte oder Gerätefamilien umgeleitet werden. Wenn für diese Einstellung false festgelegt ist, können Sie andere Richtlinieneinstellungen verwenden, um zu verhindern, dass bestimmte Geräte oder Gerätefamilien umgeleitet werden.

Wenn Sie den Wert von Exclude All Devices im Agent auf true setzen und diese Einstellung an Horizon Client weitergegeben wird, überschreibt die Agent-Einstellung die Horizon Client-Einstellung.

Der Standardwert ist nicht definiert, was gleichbedeutend mit false ist.

Exclude Device Family

Schließt Gerätefamilien von der Umleitung aus. Das Format der Einstellung lautet Familienname_1[;Familienname_2]...

Beispiel: bluetooth;smart-card

Wenn Sie das automatische Gerätesplitten aktiviert haben, prüft View die Gerätefamilie jeder Schnittstelle eines USB-Verbundgeräts, um zu entscheiden, welche Schnittstellen ausgeschlossen werden sollten. Wenn Sie das automatische Gerätesplitten deaktiviert haben, prüft View die Gerätefamilie des gesamten USB-Verbundgeräts.

Der Standardwert ist nicht definiert.

Exclude Vid/Pid Device

Schließt Geräte mit einer angegebenen Anbieter- oder Produkt-ID von der Umleitung aus. Das Format der Einstellung lautet vid-xxx1_pid-yyy2[;vid-xxx2_pid-yyy2]...

Sie müssen hexadezimale ID-Nummern angeben. Sie können das Platzhalterzeichen (*) anstelle einzelner Ziffern in einer ID verwenden.

Beispiel: vid-0781_pid-****;vid-0561_pid-554c

Der Standardwert ist nicht definiert.

Exclude Path

Schließt Geräte an angegebenen Hub- oder Portpfaden von der Umleitung aus. Das Format der Einstellung lautet bus-x1[/y1].../port-z1[;bus-x2[/y2].../port-z2]...

Bus- und Portnummern müssen im hexadezimalen Format angegeben werden. Sie können das Platzhalterzeichen nicht in Pfaden verwenden.

Beispiel: bus-1/2/3_port-02;bus-1/1/1/4_port-ff

Der Standardwert ist nicht definiert.

Include Device Family

Bestimmt Gerätefamilien, die umgeleitet werden können. Das Format der Einstellung lautet Familienname_1[;Familienname_2]...

Beispiel: storage

Der Standardwert ist nicht definiert.

Include Path

Schließt Geräte an angegebenen Hub- oder Portpfaden in die Umleitung ein. Das Format der Einstellung lautet bus-x1[/y1].../port-z1[;bus-x2[/y2].../port-z2]...

Bus- und Portnummern müssen im hexadezimalen Format angegeben werden. Sie können das Platzhalterzeichen nicht in Pfaden verwenden.

Beispiel: bus-1/2_port-02;bus-1/7/1/4_port-0f

Der Standardwert ist nicht definiert.

Include Vid/Pid Device

Bestimmt Geräte mit einer angegebenen Anbieter- und Produkt-ID, die umgeleitet werden können. Das Format der Einstellung lautet vid-xxx1_pid-yyy2[;vid-xxx2_pid-yyy2]...

Sie müssen hexadezimale ID-Nummern angeben. Sie können das Platzhalterzeichen (*) anstelle einzelner Ziffern in einer ID verwenden.

Beispiel: vid-0561_pid-554c

Der Standardwert ist nicht definiert.