Es ist von zentraler Bedeutung, die Datenverkehrsströme im Zusammenhang mit Horizon Cloud Service zu verstehen, wenn es darum geht, die Art des zu implementierenden Netzwerks zu bestimmen. Außerdem ist es ein wichtiger Schritt vor der Bereitstellung von Horizon Cloud Service. Berücksichtigen Sie den von Horizon Clients generierten Protokolldatenverkehr und den von Anwendungen und anderen Diensten auf Horizon Cloud Service-Desktops und RDSH-Servern generierten Netzwerkdatenverkehr.

Hinweis: Außer im Falle von Inselkonten sind Site-to-Site-VPN, dedizierte Verbindung, MPLS oder Netzwerkaustausch die Mindestanforderungen für Active Directory, DNS, DHCP und NTP. Ein Inselkonto hat keine Verbindung zur Mandanten-Site, sodass der gesamte Zugriff auf das System über das öffentliche Internet erfolgt. Bei einem Inselkonto handelt es sich um eine Implementierung, in der Horizon Cloud Service allgemeine Active Directory-, DNS-, DHCP- und NTP-Bereitstellungen hostet. Beachten Sie bei der Implementierung eines Inselkontos die Lizenzüberlegungen in den Nutzungsbedingungen und dem Service Level Agreement für Horizon Cloud Service.

Protokolldatenverkehr

Der Protokolldatenverkehr ist der Netzwerkdatenverkehr zwischen dem virtuellen Desktop und dem Endpunkt über PCoIP-, Blast Extreme- oder Blast-HTML5-Zugriffsprotokolle. Bildschirm-Images, Tastatur- und Mausbewegungen sowie USB- und sonstiger Geräte-Datenverkehr werden zwischen dem Endpunkt und dem virtuellen Desktop unter Verwendung des gewünschten Horizon-Protokolls weitergegeben. Es ist wichtig, den Protokolldatenverkehr zu berücksichtigen, um eine entsprechende Skalierung Ihrer Netzwerkverbindung mit Horizon Cloud Service zu ermöglichen. Der Protokolldatenverkehr kann dieselbe Netzwerkverbindung für sonstigen In-Guest-Datenverkehr verwenden, was sich möglicherweise auf die Endbenutzererfahrung auswirkt.

In-Guest-Datenverkehr

In-Guest-Datenverkehr wird generiert, wenn eine Anwendung über die virtuelle Desktop- oder RDSH-Sitzung einen Netzwerkaufruf an eine andere Anwendung oder einen IT-Dienst tätigt. Ein Beispiel hierfür ist, wenn der Browser vom Desktop gestartet wird und versucht, eine intern gehostete Unternehmenswebsite zu erreichen. Der In-Guest-Datenverkehr, der an interne IT-Ressourcen ausgeht, wird an die Netzwerkverbindung und zurück zum Datencenter oder Netzwerk des Kunden weitergeleitet. Eine sorgfältige Planung der Netzwerkverbindung zurück zum Kundendatencenter ist wichtig. Zusätzlich zur Gewährleistung der ausreichenden Bandbreite können Sie alternative Routen und Verbindungen zurück zu Datencenterressourcen angeben, um den Protokolldatenverkehr und den In-Guest-Datenverkehr zu trennen.

Internetdatenverkehr

Ein wichtiger Schritt in diesem Prozess ist es, auszuwählen, wie der Internetdatenverkehr von Horizon Cloud Service-Desktops und -Anwendungen weiterzuleiten ist. Sie können die von Horizon Cloud Service bereitgestellte Internetverbindung nutzen oder den gesamten Internetdatenverkehr über das Netzwerk Ihrer eigenen Organisation weiterleiten. Die Entscheidung, wie der Internetdatenverkehr innerhalb des VMware-Datencenters weitergeleitet wird, ist von der für die Standardweiterleitung (0.0.0.0/0) ausgewählten Weiterleitungsoption abhängig.