Um eine Datenfestplatte in Ihren über Pods bereitgestellten virtuellen Desktops und Remoteanwendungen einzurichten, erstellen Sie mithilfe des Microsoft Azure-Portals eine verwaltete Datenfestplatte und fügen Sie diese Datenfestplatte zur Master-Image-VM hinzu. Anschließend müssen Sie die Datenfestplatte initialisieren und formatieren. Nach dem Formatieren der Festplatte können Sie sie optional mit beliebigen Inhalten in der anfänglichen Konfiguration der Festplatte laden. Sie müssen diese Schritte durchführen, bevor Sie das Image in ein veröffentlichtes Image konvertieren.

In Horizon Cloud können Sie Datenfestplatten sowohl mit automatisch über den Assistenten „Image importieren“ erstellten Master-Image-VMs als auch mit manuell erstellten und mit Ihrer Umgebung gekoppelten Master-Image-VMs verbinden. Informationen zur Verwendung von Datenfestplatten in Ihrer Horizon Cloud-Umgebung finden Sie unter Verwenden von Datenfestplatten mit virtuellen Desktops über einen Horizon Cloud-Pod in Microsoft Azure.

In diesem Thema wird der Best Practice-Workflow im Kontext Ihres Horizon Cloud-Pods beschrieben, wenn die Master-VM bereits mit Horizon Cloud gekoppelt ist und der VM noch keine Datenfestplatte zugeordnet wurde. Der automatisierte Assistent „Image importieren“ des Systems erstellt eine Master-VM ohne Datenfestplatte. Wenn Sie die Master-VM manuell erstellt und zum Zeitpunkt der Erstellung eine Datenfestplatte angehängt haben, müssen Sie sich bei der VM anmelden und die Datenfestplatte initialisieren, bevor Sie das Image veröffentlichen. Um die Datenfestplatte einer VM zu initialisieren, befolgen Sie die im Microsoft Azure-Dokumentationsthema Initialisieren einer neuen Datenfestplatte beschriebenen Schritte.

Die allgemeinen Schritte zum Hinzufügen einer Datenfestplatte zu einer virtuellen Maschine und deren Initialisierung finden Sie im Microsoft Azure-Dokumentationsthema Anhängen einer verwalteten Datenfestplatte an eine Windows-VM über das Azure-Portal. Hier finden Sie einen Überblick über den Vorgang:

  • Suchen Sie die Master-VM im Microsoft Azure-Portal und fügen Sie ihr eine Datenfestplatte hinzu.
  • Melden Sie sich bei der VM an und initialisieren Sie diese Datenfestplatte.

Voraussetzungen

Stellen Sie sicher, dass auf der Seite „Importierte VMs“ der Agent-bezogene Status für die VM aktiv ist. Um diesen Status für eine VM zu erhalten, die in einem Pod in Manifest 1600 und höher erstellt wurde, verwenden Sie die Aktion Agent-Paarbildung zurücksetzen für die VM auf der Seite „Importierte VMs“. Diese Aktion befindet sich in der Dropdown-Liste Mehr.

Ermitteln Sie den Namen und die IP-Adresse der VM. Diese können Sie auf der Seite „Importierte VMs“ einsehen. Verwenden Sie den Namen, um die VM in den Ressourcengruppen des Pods im Microsoft Azure-Portal zu finden, sodass Sie die Datenfestplatte an die VM anhängen können. Verwenden Sie die IP-Adresse, um sich bei der VM anzumelden und die Datenfestplatte nach dem Anhängen zu initialisieren.

Hinweis: Wenn Sie den Microsoft Remote Desktop Client als RDP-Software zum Herstellen der Verbindung mit der Master-VM verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass Sie die aktuelle Version verwenden. Die Version der standardmäßigen RDP-Software des Windows 7-Betriebssystems ist beispielsweise nicht aktuell genug. Es muss Version 8 oder höher verwendet werden.
Stellen Sie je nachdem, wie die Master-Image-VM erstellt wurde, sicher, dass Sie mindestens über einen Satz der folgenden Anmeldeinformationen (Benutzername und Kennwort) für die Anmeldung beim Windows-Gastbetriebssystem der VM verfügen.
Beim Erstellen der VM So wurde die VM erstellt Zur Anmeldung zu verwendende Anmeldedaten
Bevor die Dienstversion vom Dezember 2019 in der Produktion live geht

Assistent „Virtuelle Maschine importieren“ auf der Seite „Importierte VMs“.

Vor der Dienstversion von Dezember 2019 wurden die vom Assistenten „Virtuelle Maschine importieren“ erstellten VMs immer automatisch mit der Active Directory-Domäne verknüpft, die im Assistenten angegeben wurde. Um sich bei einer solchen VM anzumelden, können Sie eine der folgenden Optionen verwenden:

  • Die im Assistenten angegebenen Anmeldedaten für das lokale Administratorkonto.
  • Die Anmeldedaten für ein Domänenkonto in dieser Active Directory-Domäne.
Nachdem die Dienstversion vom Dezember 2019 in der Produktion live geht

Assistent „Virtuelle Maschine importieren“ auf der Seite „Importierte VMs“.

Ab dem Datum der Dienstversion von Dezember 2019 bietet der Assistent zum Importieren virtueller Maschinen die Option, dass entweder die vom Assistenten erstellte VM einer angegebenen Active Directory-Domäne hinzugefügt oder dass die VM der Domäne am Ende des Erstellungsvorgangs nicht hinzugefügt wird.

  • Wenn die VM erstellt wurde, während der Schalter Domänenbeitritt im Assistenten aktiviert war, können Sie entweder die Anmeldedaten für ein Domänenkonto in der angegebenen Active Directory-Domäne oder das im Assistenten angegebene lokale Administratorkonto verwenden.
  • Wenn die VM erstellt wurde, während der Schalter Domänenbeitritt im Assistenten deaktiviert war, müssen Sie das im Assistenten angegebene lokale Administratorkonto verwenden. In diesem Fall ist das lokale Administratorkonto das einzige Konto, das Zugriff auf die Anmeldung hat, da die virtuelle Maschine nicht der Domäne beigetreten ist.
In jeder Dienstversion

Manuelle Schritte zur Vorbereitung in Manuelles Erstellen der Master-VM in Microsoft Azure.

In der Regel müssen Sie die VM nicht zu Ihrer Active Directory-Domäne hinzufügen, wenn Sie sie manuell erstellen. Um sich bei dieser VM anzumelden, verwenden Sie eine der folgenden Optionen:

  • Die Anmeldedaten für das beim Erstellen der manuell bereitgestellten VM im Microsoft Azure-Portal angegebene lokale Administratorkonto.
  • Wenn Sie diese VM manuell mit einer Active Directory-Domäne verknüpft haben, die Anmeldedaten für ein Domänenkonto in dieser Domäne.
Wichtig: Ab Pod-Manifest 1230 und höher können Domänenkonten direkte Verbindungen mit domänenverknüpften Image-VMs herstellen, auf denen die Agent-Software installiert ist. Vor Pod-Manifest 1230 verhinderte die Agent-Software, die in einer mit einer Domäne verbundenen VM installiert ist, dass Domänenkonten direkt mit dieser VM verbunden werden können. Wenn Sie Ihren Pod jedoch noch nicht auf Manifest 1230 oder höher aktualisiert haben, müssen Sie zunächst die unter Konfigurieren der Möglichkeit für Domänenkonten, eine Remoteverbindung mit dem importierten Image herzustellen, wenn Ihr Pod noch nicht auf die Version 1230 oder höher aktualisiert wurde aufgeführten Schritte durchführen, bevor ein Domänenkonto eine direkte Verbindung zu einer domänenverknüpften Image-VM mit installierter Agent-Software herstellen kann.

Prozedur

  1. Suchen Sie die Master-VM im Microsoft Azure-Portal.
    1. Verwenden Sie die Suchleiste des Portals, um nach dem Namen der VM zu suchen.
      Der folgende Screenshot veranschaulicht die Suche nach einer VM mit dem Namen la48win-1. Das erste Ergebnis ist die virtuelle Maschine.
      Screenshot der Suche nach einer Master-VM anhand des Namens im Microsoft Azure-Portal.

    2. Zeigen Sie die Seite der VM im Portal an, indem Sie in der Liste der Suchergebnisse auf die virtuelle Maschine klicken.
    3. Notieren Sie sich die Ressourcengruppe der VM, um diese auf der Seite „Verwaltete Festplatte erstellen“ zu verwenden
      In Horizon Cloud verwendete Master-VMs befinden sich in einer Ressourcengruppe, deren Benennung dem Muster vmw-hcs-podID-base-vms folgt, wobei die podID der Bezeichner des Pods ist. In der Horizon Cloud-Verwaltungskonsole wird die Pod-ID auf der Detailseite des Pods auf der Seite „Kapazität“ aufgeführt.
  2. Fügen Sie der VM eine neue Datenfestplatte hinzu.
    1. Öffnen Sie die Seite „Festplatten“ der VM, indem Sie unter „Einstellungen“ auf Festplatten klicken.
    2. Klicken Sie auf Datenfestplatte hinzufügen.
      Eine Datenfestplatten-Zeile wird angezeigt.
    3. Klicken Sie in der Dropdown-Liste auf Festplatte erstellen.
      Die Seite für das Erstellen von Festplatten wird geöffnet.
    4. Geben Sie auf dieser Seite die erforderlichen Werte an.
      Einstellung Details
      Name Geben Sie einen Namen für die Datenfestplatte ein.
      Ressourcengruppe Wählen Sie eine Ressourcengruppe aus, zu der die Datenfestplatte hinzugefügt werden soll. In der Regel wählen Sie dieselbe Ressourcengruppe aus, in der sich die VM befindet (vmw-hcs-podID-base-vms).
      Hinweis: Sie können die Datenfestplatte in einer anderen Ressourcengruppe als denen des Pods platzieren.
      Speicherort Zeigt die Microsoft Azure-Region an, in der sich die VM befindet.
      Kontotyp Wählen Sie den gewünschten Typ aus.
      Quelltyp Wählen Sie Keine (leere Festplatte) aus.
      Größe Legen Sie die Größe der Festplatte fest.

      Der folgende Screenshot ist ein Beispiel mit ausgefüllten Feldern.


      Screenshot der Seite für das Erstellen von Festplatten.

    5. Klicken Sie auf Erstellen.
      Nach kurzer Zeit, in der das System die Festplatte erstellt, zeigt das Portal die Seite „Festplatten“ der VM erneut an, wobei diesmal die neue Datenfestplatte aufgeführt wird.
      Hinweis: Bei der neuen Datenfestplatte wird für die Option Host-Caching standardmäßig K. A. festgelegt. Sie können eine Einstellung auswählen, die für die beabsichtigte Verwendung der Datenfestplatte geeignet ist.

      Der folgende Screenshot zeigt die Seite „Festplatten“ der VM und die aufgelisteten Datenfestplatten.


      Screenshot der Seite „Festplatten“ der VM, auf der die neue Datenfestplatte aufgeführt ist.

    6. Klicken Sie oben auf der Seite „Festplatten“ der VM auf Speichern, um das Anhängen der neuen Datenfestplatte an die VM abzuschließen.
    An diesem Punkt ist die Datenfestplatte angehängt, aber nicht initialisiert.
  3. Melden Sie sich bei der VM an.
    1. Verwenden Sie die IP-Adresse der VM in der RDP-Software, um die Verbindung zum Windows-Betriebssystems herzustellen.
      • Wenn die Master-Image-VM mit einer öffentlichen IP-Adresse erstellt wurde, können Sie die IP-Adresse in der RDP-Software verwenden.
      • Wenn die Master-Image-VM über eine private IP-Adresse verfügt, müssen Sie die RDP-Verbindung nach einer der folgenden zwei Vorgehensweisen aufbauen:
        • Verwenden Sie eine andere VM in Ihrem Microsoft Azure-Abonnement, die über eine öffentliche IP-Adresse verfügt und eine ausgehenden RDP-Verbindung zur Master-Image-VM aufbaut.
        • Verwenden Sie Ihr VPN und stellen Sie die RDP-Verbindung mit der Master-Image VM über Ihr Unternehmensnetzwerk her.
      Hinweis: Um auf eine virtuelle Maschine zuzugreifen, auf der die Agent-bezogenen Software-Komponenten ausgeführt werden, muss der Remotedesktopclient in der Version 8 oder höher verwendet werden. Andernfalls kann keine Verbindung hergestellt werden. Es wird empfohlen, die aktuelle Version des Remotedesktopclient zu verwenden.
    2. Melden Sie sich beim Windows-Betriebssystem an und verwenden Sie dazu Anmeldedaten (Benutzername und Kennwort) gemäß der Beschreibung in diesen Voraussetzungen.
      Wenn Sie die Anmeldedaten für das lokale Administratorkonto verwenden, die beim Erstellen der VM im Assistenten „Image importieren“ angegeben wurden, geben Sie den Benutzernamen als \username ein.
      Hinweis: Wenn es sich bei der VM um eine domänenverknüpfte VM handelt, wie in diesen Voraussetzungen beschrieben, und Sie ein Domänenkonto anstelle des lokalen Administratorkontos verwenden möchten, geben Sie den Benutzernamen als Domäne\username ein, wobei Domäne der Name der Domäne ist.
  4. Führen Sie in der VM die Schritte zum Initialisieren und Formatieren der Datenfestplatte aus, wie im Microsoft Azure-Dokumentationsthema Initialisieren einer neuen Datenfestplatte beschrieben.

Ergebnisse

Zu diesem Zeitpunkt verfügt die Master-VM über eine formatierte, leere Datenfestplatte. Wenn Sie die Datenfestplatte mit beliebigem Inhalt laden möchten, der Ihren Endbenutzern in der anfänglichen Konfiguration der Festplatte zur Verfügung gestellt werden soll, können Sie den Inhalt jederzeit hinzufügen, bis Sie das Image veröffentlichen.