Sie können virtuelle Maschine aus vSphere in Ihre VMware Integrated OpenStack-Bereitstellung importieren und wie OpenStack-Instanzen verwalten.

Dieses Verfahren gilt für Bereitstellungen mit VDS- oder NSX Data Center for vSphere-Netzwerken. Informationen zu NSX-T Data Center-Bereitstellungen finden Sie unter Importieren von virtuellen Maschinen in VMware Integrated OpenStack mit NSX-T Data Center.

Importierte virtuelle Maschinen werden OpenStack-Instanzen, unterscheiden sich aber weiterhin voneinander.

  • Wenn eine virtuelle Maschine über mehrere Festplatten verfügt, werden die Festplatten als Cinder-Volumes importiert.

  • Vorhandene Netzwerke werden als Anbieternetzwerke vom Typ portgroup importiert. Der Zugriff ist dabei auf den jeweils angegebenen Mandanten beschränkt.

  • Sobald eine virtuelle Maschine mit einem bestimmten Netzwerk-Backing importiert wird, kann dasselbe Netzwerk nicht mehr in ein anderes Projekt importiert werden.

  • Neutron-Subnetze werden automatisch mit deaktiviertem DHCP erstellt.

  • Neutron-Ports werden automatisch auf Basis der IP- und MAC-Adresse der Netzwerkschnittstellenkarte auf der virtuellen Maschine erstellt.

Hinweis:

Wenn der DHCP-Server bei der Leaseerneuerung nicht dieselbe IP-Adresse behalten kann, wird unter den Instanzinformationen in OpenStack die falsche IP-Adresse angezeigt. Um dieses Problem zu vermeiden, verwenden Sie statische DHCP-Bindungen auf bestehenden DHCP-Servern und führen Sie neue OpenStack-Instanzen nicht auf den importierten Netzwerken aus.

Sie importieren VMs über die Data Center Command-Line Interface (DCLI) auf dem OpenStack Management Server.

Voraussetzungen

Stellen Sie sicher, dass die virtuellen Maschinen, die Sie importieren möchten, in derselben vCenter Server-Instanz vorhanden sind.

Prozedur

  1. Fügen Sie in vSphere die Cluster mit den gewünschten virtuellen Maschinen als Computing-Cluster Ihrer VMware Integrated OpenStack-Bereitstellung hinzu. Eine Anleitung hierzu finden Sie unter Hinzufügen von Computing-Clustern zu einer OpenStack-Bereitstellung.
  2. Melden Sie sich beim OpenStack Management Server als viouser an.
  3. Wenn Sie verhindern möchten, dass importierte virtuelle Maschinen verschoben oder umbenannt werden, aktualisieren Sie die Konfiguration Ihrer Bereitstellung.
    1. Wenn die Datei custom.yml in Ihrer Bereitstellung nicht verwendet wird, kopieren Sie die Vorlagendatei custom.yml in das Verzeichnis /opt/vmware/vio/custom.
      sudo mkdir -p /opt/vmware/vio/custom
      sudo cp /var/lib/vio/ansible/custom/custom.yml.sample /opt/vmware/vio/custom/custom.yml
    2. Öffnen Sie die Datei /opt/vmware/vio/custom/custom.yml in einem Texteditor.
    3. Heben Sie die Auskommentierung des Parameters nova_import_vm_relocate auf und legen Sie seinen Wert auf false fest.
    4. Stellen Sie die aktualisierte Konfiguration bereit.
      sudo viocli deployment configure

      Die Bereitstellung der Konfiguration führt zu einer kurzen Unterbrechung der OpenStack-Dienste.

  4. Stellen Sie eine Verbindung mit dem VMware Integrated OpenStack vAPI-Endpoint her.
    dcli +server https://mgmt-server-ip:9449/api +i

    Wenn Sie keine Verbindung zum Server herstellen können, lesen Sie in folgendem Abschnitt nach: DCLI kann keine Verbindung zum Server herstellen.

  5. Importieren Sie nicht verwaltete virtuelle Maschinen in VMware Integrated OpenStack.
    Hinweis:

    Wenn Sie einen Befehl ausführen, werden Sie von DCLI aufgefordert, die Administratoranmeldedaten für Ihre vCenter Server-Instanz einzugeben. Sie können diese Anmeldedaten speichern, damit Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort nicht jedes Mal eingeben müssen.

    • Führen Sie den folgenden Befehl aus, um alle nicht verwalteten virtuellen Maschinen zu importieren:

      com vmware vio vm unmanaged importall --cluster cluster-name [--tenant-mapping {FOLDER | RESOURCE_POOL} [--root-folder root-folder | --root-resource-pool root-resource-pool]]

      Option

      Beschreibung

      --cluster

      Geben Sie den Computing-Cluster ein, der die virtuellen Maschinen enthält, die Sie importieren möchten.

      --tenant-mapping {FOLDER | RESOURCE_POOL}

      Legen Sie fest, ob die importierten virtuellen Maschinen OpenStack-Projekten basierend auf ihrem Speicherort in Ordnern oder Ressourcenpools zugeordnet werden sollen.

      Wenn Sie diesen Parameter nicht einbeziehen, werden alle importierten VMs standardmäßig Instanzen im import_service-Projekt.

      --root-folder ROOT_FOLDER

      Wenn Sie FOLDER als --tenant-mapping-Parameter angegeben haben, können Sie den Namen des Root-Ordners mit den zu importierenden virtuellen Maschinen angeben.

      Alle virtuellen Maschinen im angegebenen Ordner oder einem seiner Unterordner werden als Instanzen in ein OpenStack-Projekt importiert, wobei sie denselben Namen aufweisen wie der Ordner, in dem sie sich befinden.

      Hinweis:

      Wenn Sie --tenant-mapping FOLDER, aber nicht --root-folder angeben, wird standardmäßig der Name des Ordners auf der obersten Ebene im Cluster verwendet.

      --root-resource-pool ROOT_RESOURCE_POOL

      Wenn Sie RESOURCE_POOL als --tenant-mapping-Parameter angegeben haben, können Sie den Namen des Root-Ressourcenpools mit den zu importierenden virtuellen Maschinen angeben.

      Alle virtuellen Maschinen im angegebenen Ressourcenpool oder einem seiner untergeordneten Ressourcenpools werden als Instanzen in ein OpenStack-Projekt importiert, wobei sie denselben Namen aufweisen wie der Ressourcenpool, in dem sie sich befinden.

    • Führen Sie den folgenden Befehl aus, um alle angegebenen virtuellen Maschinen zu importieren:

      com vmware vio vm unmanaged importvm --vm vm-id [--tenant project-name] [--nic-mac-address nic-mac --nic-ipv4-address nic-ip] [--root-disk root-disk-path] [--nics specifications]

      Option

      Beschreibung

      --vm

      Geben Sie den Bezeichner der virtuellen Maschine ein, die Sie importieren möchten.

      Mit dem Befehl com vmware vio vm unmanaged list können Sie die ID-Werte aller nicht verwalteten virtuellen Maschinen anzeigen.

      --tenant

      Geben Sie das OpenStack-Projekt an, in das Sie die virtuelle Maschine importieren möchten.

      Wenn Sie diesen Parameter nicht angeben, wird standardmäßig das Projekt import_service verwendet.

      --nic-mac-address

      Geben Sie die MAC-Adresse für die Netzwerkschnittstellenkarte auf der virtuellen Maschine ein.

      Wenn Sie diesen Parameter nicht angeben, wird beim Importvorgang versucht, die MAC- und IP-Adressen automatisch zu erkennen.

      Hinweis:

      Wenn Sie diesen Parameter angeben, müssen Sie auch den Parameter nic_ipv4_address einschließen.

      --nic-ipv4-address

      Geben Sie die IP-Adresse und das Präfix für die Netzwerkschnittstellenkarte auf der virtuellen Maschine ein. Geben Sie den Wert in CIDR-Schreibweise ein (z. B. 10.10.1.1/24).

      Dieser Parameter muss zusammen mit dem Parameter --nic-mac-address verwendet werden.

      --root-disk

      Geben Sie für eine virtuelle Maschine mit mehreren Festplatten den Datenspeicherpfad der Root-Festplatte im folgenden Format an: -root-disk '[datastore1] foo/foo_1.vmdk'

      --nics

      Geben Sie für eine virtuelle Maschine mit mehreren Netzwerkkarten die MAC- und IP-Adressen der einzelnen Netzwerkkarten (NIC) im JSON-Format an.

      Verwenden Sie die folgenden Schlüssel/Wert-Paare:

      • mac_address: MAC-Adresse der Netzwerkkarte (NIC) im Standardformat

      • ipv4_address: IPv4-Adresse in CIDR-Schreibweise

      Beispiel:

      --nics '[{"mac_address": "00:50:56:9a:f5:7b", "ipv4_address": "10.10.1.1/24"}, {"mac_address": "00:50:56:9a:ee:be", "ipv4_address": "10.10.2.1/24"}]'