Die Auswirkungen der Mirage-Aktivitäten auf die Benutzerfreundlichkeit hängen von verschiedenen Faktoren ab.

Die folgenden Faktoren können die Benutzerfreundlichkeit bei Mirage-Aktivitäten beeinträchtigen:

  • Erstes Laden und Erstverwendung des Systems

  • Ressourcengrenzen für dedizierte Ressourcen wie z. B. CPU und Arbeitsspeicher des ESX-Hosts

  • Ressourcengrenzen für gemeinsam genutzte Ressourcen wie z. B. Speicher-IOPS und Netzwerkbandbreite

Bei der optimalen Anzahl gleichzeitig durchgeführter Layer-Updates sollten alle oben stehenden Faktoren berücksichtigt werden. Der absolute Wert kann somit bei verschiedenen Umgebungen unterschiedlich ausfallen.

Basislast und -nutzung des Systems stellen einen Startbereich oder eine zusätzliche Last dar, der/die auf bestimmte Ressourcen im Pool angewendet werden kann. Normalerweise sind VDI-Systeme so konzipiert, dass sie unter 85 % der CPU-Last beanspruchen, wodurch noch etwas Raum für Spitzenwerte bleibt. Abhängig von der Entscheidung des Mirage-Administrators kann ein Teil dieses Puffers für die Berechnungen im Zusammenhang mit Layer-Updates verwendet werden.

Dedizierte Ressourcen, typischerweise CPU und Arbeitsspeicher des ESX-Hosts, werden linear skaliert. Wenn ein einzelner ESX-Host 20 % der Endpunkte, die aktualisiert werden, verarbeiten kann, kann der gesamte Pool eine ähnliche Menge an aktualisierten Endpunkten verarbeiten, wobei von einer zufälligen Verteilung ausgegangen wird.

Wenn das System schließlich durch gemeinsam genutzte Ressourcen begrenzt ist, typischerweise Backend-Speicher-Arrays, spiegelt die Menge der gleichzeitigen Updates die Gesamtlast aller Benutzer auf dem Speicher-Array wider, selbst wenn ein einzelner ESX-Host die Last verarbeiten kann.

Weitere Überlegungen zur Dimensionierung in View-Umgebungen finden Sie unter Architekturentwurfselemente und Planungsanleitungen in der Dokumentation View-Architekturplanung.

Die folgenden Referenztests beschreiben die potenziellen Auswirkungen auf die Leistung einzelner ESX-Hosts für Endbenutzer bei Verwendung verschiedener Werte für gleichzeitige Layer-Updates. Alle Tests wurden unter Verwendung eines VDI-Arbeitslastgenerators durchgeführt, der typische Endbenutzeraktivitäten automatisiert und misst. Für die Tests wurden die Anwendungen Microsoft Office, Adobe Reader, Wiedergabe eines Videos usw. automatisiert. In diesen Anwendungen wurden folgende Vorgänge durchgeführt: Öffnen von Dateien, Browsen im Internet, Ändern von Dateien sowie Speichern und Schließen von Dateien. Parallel zu diesen Aktivitäten führte eine festgelegte Anzahl von Endpunkten Mirage-Layer-Updates aus.

Testeinrichtung

Bei den Referenztests wurden die folgenden Konfigurationen verwendet:

  • Einzelner ESX-Host (16-Core, 196 GB RAM)

  • SAS-Speicher

  • 100 VMs

  • 20 und 50 gleichzeitige Layer-Updates

  • Zwei Arten von Lasten:

    • Gruppe A – CPU-intensive Lasten

    • Gruppe B – E/A-intensive Lasten

Testergebnisse

In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse der Referenztests für die Anzahl der Endpunkte mit gleichzeitig durchgeführten Mirage-Layer-Updates dargestellt.

Tabelle 1. Referenztestergebnisse

Baseline

20 Endpunkte

50 Endpunkte

Anstieg der Antwortzeit: Gruppe A

-

21%

74%

Anstieg der Antwortzeit: Gruppe B

-

17%

83%