Sie können mehrere virtuelle NSX Edge Services Gateway-Appliances in einem Datencenter installieren. Jede NSX Edge-Appliance kann über insgesamt zehn Uplink- und interne Netzwerkschnittstellen verfügen. Die internen Schnittstellen werden mit gesicherten Portgruppen verbunden und dienen als das Gateway für alle geschützten virtuellen Maschinen in der Portgruppe. Das Subnetz, das der internen Schnittstelle zugewiesen ist, kann ein öffentlich gerouteter IP-Adressbereich, ein gerouteter privater RFC 1918-Adressbereich oder privater RFC 1918-Adressbereich sein, der NAT verwendet. Firewallregeln und andere NSX Edge-Dienste werden beim Datenverkehr zwischen Schnittstellen erzwungen.

Uplink-Schnittstellen von ESG stellen Verbindungen zu Uplink-Portgruppen her, die Zugriff auf ein gemeinsam genutztes Unternehmensnetzwerk oder einen Dienst haben, das bzw. der Zugriffsschichten im Netzwerk bereitstellt.

In der folgenden Liste wird die Unterstützung von Funktionen nach Schnittstellenart (intern und Uplink) in einem ESG beschrieben.
  • DHCP: wird nicht in Uplink-Schnittstellen unterstützt. Weitere Informationen finden Sie im Hinweis nach dieser Aufzählung.
  • DNS-Weiterleitung: wird nicht in Uplink-Schnittstellen unterstützt.
  • HA: wird nicht in Uplink-Schnittstellen unterstützt, erfordert mindestens eine interne Schnittstelle.
  • SSL VPN: Listener-IP muss zu einer Uplink-Schnittstelle gehören.
  • IPSec-VPN: Listener-IP muss zu einer Uplink-Schnittstelle gehören.
  • L2 VPN: Es können nur interne Netzwerke ausgeweitet werden.
Hinweis: Nach dem Entwurf wird der DHCP-Dienst auf den internen Schnittstellen einer NSX Edge unterstützt. In einigen Situationen möchten Sie jedoch DHCP vielleicht auf einer Uplink-Schnittstelle des Edge konfigurieren und keine internen Schnittstellen konfigurieren. In solchen Fällen kann das Edge die DHCP-Clientanforderungen auf der Uplink-Schnittstelle abhören und den DHCP-Clients dynamisch IP-Adressen zuweisen. Wenn Sie später eine interne Schnittstelle auf demselben Edge konfigurieren, funktioniert der DHCP-Dienst nicht mehr, da das Edge damit beginnt, die DHCP-Clientanforderungen auf der internen Schnittstelle zu überwachen.

Die nachfolgend dargestellte Abbildung zeigt eine Beispieltopologie. Die Uplink-Schnittstelle des Edge Services Gateway ist über den vSphere Distributed Switch mit der physischen Infrastruktur verbunden. Die interne Schnittstelle des Edge Services Gateway ist über einen logischen Transit-Switch mit einem logischen Router verbunden.

Sie können mehrere externe IP-Adressen für den Lastausgleichs-, Site-to-Site-VPN- und NAT-Dienste konfigurieren.

NSX Edge unterstützt zwei virtuelle Maschinen für Hochverfügbarkeit, und beide Maschinen werden mithilfe von Benutzerkonfigurationen auf dem neuesten Stand gehalten. Falls ein Taktsignalfehler auf der primären virtuellen Maschine auftritt, wird der Zustand der sekundären virtuellen Maschine in „aktiv“ geändert. Folglich ist immer eine virtuelle NSX Edge-Maschine im Netzwerk aktiv. NSX Edge repliziert die Konfiguration der primären Appliance für die Standby-Appliance. Zwei virtuelle Maschinen werden auf vCenter in demselben Ressourcenpool und Datenspeicher wie die von Ihnen konfigurierte Appliance bereitgestellt. Die IP-Adressen von lokalen Links werden virtuellen HA-Maschinen in der NSX Edge HA zugewiesen, damit sie untereinander kommunizieren können.

Voraussetzungen

  • Ihnen muss die Rolle Enterprise-Administrator oder NSX-Administrator zugewiesen sein.
  • Stellen Sie sicher, dass der Ressourcenpool genug Kapazität für die Bereitstellung der virtuellen Edge Services Gateway (ESG)-Appliance aufweist. Unter Systemanforderungen für NSX Data Center for vSphere finden Sie Informationen zu den erforderlichen Ressourcen für jede Größe der Appliance.
  • Stellen Sie sicher, dass die Hostcluster, auf denen die NSX Edge-Appliance installiert wird, für NSX vorbereitet ist. Informationen dazu erhalten Sie unter „Vorbereiten der Hostcluster für NSX“ in der Dokumentation Installationshandbuch für NSX.
  • Ermitteln Sie, ob Sie DRS aktivieren möchten. Wenn Sie ein Edge Services Gateway mit HA erstellen und DRS aktiviert ist, werden DRS-Anti-Affinitätsregeln erstellt, um zu verhindern, dass die Appliances auf demselben Host bereitgestellt werden. Wenn DRS zum Zeitpunkt der Erstellung der Appliances nicht aktiviert ist, werden die Regeln nicht erstellt, und die Appliances werden möglicherweise auf demselben Host bereitgestellt oder auf denselben Host verschoben.

Prozedur

  1. Melden Sie sich im vSphere Web Client an und navigieren Sie zu Home > Netzwerk und Sicherheit (Networking & Security) > NSX Edges.
  2. Klicken Sie auf Hinzufügen (Add) und anschließend auf Edge Services Gateway.
  3. Geben Sie Name, Beschreibung und andere Details des ESG ein.
    Option Beschreibung
    Name

    Geben Sie den Namen für das ESG ein, der in der vCenter-Bestandsliste angezeigt werden soll.

    Achten Sie darauf, dass dieser Name über alle ESGs eines einzelnen Mandanten hinweg eindeutig ist.

    Hostname

    Optional Geben Sie den Hostnamen ein, der für dieses ESG der CLI angezeigt werden soll.

    Wenn Sie keinen Hostnamen eingeben, wird die automatisch erstellte Edge-ID in der CLI angezeigt.

    Beschreibung Optional Geben Sie eine Beschreibung des ESG ein.
    NSX Edge bereitstellen

    Optional Wählen Sie diese Option aus, um eine virtuelle NSX Edge-Appliance-Maschine zu erstellen.

    Wenn Sie diese Option nicht auswählen, funktioniert das ESG erst, wenn eine virtuelle Maschine bereitgestellt wird.

    Hochverfügbarkeit

    Optional Wählen Sie diese Option aus, um die Hochverfügbarkeit auf dem ESG zu aktivieren und konfigurieren.

    • Wenn Sie zustandsbehaftete Dienste auf einem ESG ausführen müssen, z. B. Load Balancer, NAT, DHCP usw., können Sie Hochverfügbarkeit (HA) auf dem Edge aktivieren. HA hilft bei der Minimierung der Failover-Zeit auf ein Standby-Edge, wenn ein aktives Edge ausfällt. Durch die Aktivierung von HA wird ein eigenständiges Edge auf einem anderen Host in einem Cluster bereitgestellt. Daher müssen Sie sicherstellen, dass Sie über genügend Ressourcen in Ihrer Umgebung verfügen.
    • Wenn Sie keine zustandsbehafteten Dienste auf dem ESG ausführen und Ihr ESG nur für das Nord-Süd-Routing verwendet wird, dann wird die Aktivierung von ECMP empfohlen. ECMP verwendet ein dynamisches Routing-Protokoll, um den nächsten Hop in Richtung eines endgültigen Ziels zu erlernen und bei Fehlern konvergieren zu können.

      Die ECMP-Konfiguration kann die Bandbreite durch Load Balancing von Datenverkehr über mehrere Pfade erheblich erhöhen und Fault Tolerance für fehlgeschlagene Pfade bereitstellen. Bei dieser Konfiguration betrifft der Ausfall der Datenebene nur eine Teilmenge des Datenverkehrs. Sie haben auch die Möglichkeit, HA auf jedem ESG zu aktivieren, um ein schnelleres Failover bereitzustellen, anstatt sich auf vSphere HA zu verlassen. Auch in einer ECMP-Konfiguration müssen Sie sicherstellen, dass Sie über ausreichende Ressourcen in Ihrer Umgebung verfügen.

      Sie können ECMP auf dem Edge aktivieren, während Sie die globale Routing-Konfiguration durchführen, und nicht, während Sie das Edge in Ihrem Netzwerk bereitstellen.

  4. Geben Sie die CLI-Einstellungen und die anderen Einstellungen des ESG an.
    Option Beschreibung
    Benutzername Geben Sie den Benutzernamen ein, der für die Anmeldung bei der Edge-CLI verwendet werden soll.
    Kennwort Geben Sie ein Kennwort mit mindestens 12 Zeichen ein, das diese Voraussetzungen erfüllt:
    • Höchstens 255 Zeichen
    • Mindestens ein Großbuchstabe und ein Kleinbuchstabe
    • mindestens eine Zahl
    • mindestens ein Sonderzeichen
    • Darf den Benutzernamen nicht als Teilzeichenfolge enthalten
    • Darf nicht ein Zeichen dreimal in Folge enthalten
    Kennwort bestätigen Geben Sie das Kennwort zur Bestätigung erneut ein.
    SSH-Zugriff

    Optional Aktivieren Sie den SSH-Zugriff auf das Edge. Der SSH-Zugriff ist standardmäßig deaktiviert.

    Der SSH-Zugriff wird in der Regel zur Fehlerbehebung empfohlen.

    FIPS-Modus

    Optional Der FIPS-Modus ist standardmäßig deaktiviert.

    Wenn Sie den FIPS-Modus aktivieren, werden für die sichere Kommunikation zum oder vom NSX Edge kryptografische Algorithmen oder Protokolle verwendet, die laut FIPS zulässig sind.

    Automatische Regelerstellung

    Optional Standardmäßig ist diese Option aktiviert. Diese Option ermöglicht die automatische Erstellung von Firewall-Regeln, NAT und Routing-Konfigurationen, die Datenverkehr für bestimmte NSX Edge-Dienste steuern, einschließlich Lastausgleich und VPN.

    Wenn Sie die automatische Regelerstellung deaktivieren, müssen Sie diese Regeln und Konfigurationen manuell hinzufügen. Die Option „Automatische Regelerstellung“ erstellt keine Regeln für Datenkanal-Datenverkehr.

    Protokollierung der Edge-Steuerungsebene Optional Als Protokollierungsebene ist standardmäßig „Info“ eingestellt.
  5. Konfigurieren Sie die Bereitstellung der NSX Edge-Appliance.
    1. Wählen Sie die Größe der Appliance entsprechend Ihrer Umgebung aus.
      Appliance-Größe Beschreibung
      Kompakt

      Nur für Labor- oder PoC-Umgebungen geeignet.

      Groß

      Bietet mehr CPU, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher als die kompakte Appliance und unterstützt eine größere Anzahl an gleichzeitigen SSL VPN-Plus-Benutzern.

      Quad Large

      Geeignet, wenn Sie, einen hohen Durchsatz und eine hohe Verbindungsrate benötigen.

      Sehr groß

      Geeignet für Umgebungen, die über einen Load Balancer mit Millionen von gleichzeitig ausgeführten Sitzungen verfügen.

      Unter Systemanforderungen für NSX Data Center for vSphere finden Sie Informationen zu den erforderlichen Ressourcen für jede Größe der Appliance.

    2. Fügen Sie ein NSX Edge-Appliance ein und geben Sie die Ressourcendetails für die VM-Bereitstellung an.
      Beispiel:
      Option Wert
      Cluster/Ressourcenpool Management & Edge
      Datenspeicher ds-1
      Host esxmgt-01a.corp.local
      Ressourcenreservierung Verwaltetes System

      Weitere Informationen zur Ressourcenreservierung finden Sie unter „Verwalten von Ressourcenreservierungen für NSX Edge-Appliances“ im Administratorhandbuch für NSX.

      Wenn HA aktiviert ist, können Sie zwei Appliances hinzufügen. Wenn Sie eine einzelne Appliance hinzufügen, repliziert NSX Edge deren Konfiguration für die Standby-Appliance. Damit HA ordnungsgemäß funktioniert, müssen Sie beide Appliances in einem gemeinsam verwendeten Datenspeicher bereitstellen.

  6. Konfigurieren Sie die Schnittstellen des ESG.
    1. Geben Sie Name, Typ und andere grundlegende Details für die Schnittstelle an.
      Option Beschreibung
      Name

      Geben Sie einen Namen für die Schnittstelle ein.

      Typ

      Wählen Sie entweder „Intern“ oder „Uplink“ aus. Damit die Hochverfügbarkeit funktioniert, muss eine Edge-Appliance über mindestens eine interne Schnittstelle verfügen.

      Verbunden mit

      Wählen Sie die Portgruppe oder den logischen Switch aus, mit der/dem diese Schnittstelle verbunden werden soll.

    2. Konfigurieren Sie die Subnetze der Schnittstelle.
      Option Beschreibung
      Primäre IP-Adresse

      Auf einem ESG werden sowohl IPv4- als auch IPv6-Adressen unterstützt. Eine Schnittstelle kann eine primäre IP-Adresse, mehrere sekundäre IP-Adressen und mehrere überlappende Subnetze haben.

      Wenn Sie mehr als eine IP-Adresse für die Schnittstelle eingeben, können Sie die primäre IP-Adresse auswählen.

      Es ist nur eine primäre IP-Adresse pro Schnittstelle zulässig, und das Edge verwendet die primäre IP-Adresse als Quelladresse für lokal generierten Datenverkehr, z. B. Remote-Syslog und vom Bediener initiierte Pings.

      Sekundäre IP-Adressen

      Geben Sie die sekundäre IP-Adresse ein. Um mehrere IP-Adressen einzugeben, verwenden Sie eine durch Komma getrennte Liste.

      Länge des Subnetz-Präfix

      Geben Sie die Subnetzmaske der Schnittstelle ein.

    3. Geben Sie die folgenden Optionen für die Schnittstelle an.
      Option Beschreibung
      MAC-Adressen

      Optional Sie können eine MAC-Adresse für jede Schnittstelle eingeben.

      Wenn Sie die MAC-Adresse später mithilfe eines API-Aufrufs ändern, müssen Sie das Edge nach der Änderung der MAC-Adresse erneut bereitstellen.

      MTU

      Der Standardwert für Uplink und die interne Schnittstelle lautet 1500. Für die Trunk-Schnittstelle lautet der Standardwert 1600. Sie können den Standardwert bei Bedarf anpassen. Für Trunk-Teilschnittstellen lautet der Standardwert 1500. Stellen Sie sicher, dass der MTU-Wert für die Trunk-Schnittstelle gleich oder größer als der MTU-Wert der Teilschnittstelle ist.

      Proxy-ARP

      Wählen Sie diese Option aus, wenn das ESG ARP-Anforderungen beantworten soll, die für andere virtuelle Maschinen bestimmt sind.

      Diese Option ist dann zum Beispiel hilfreich, wenn Sie über dasselbe Subnetz auf beiden Seiten einer WAN-Verbindung verfügen.

      ICMP-Umleitung senden Wählen Sie diese Option aus, wenn das ESG Routing-Informationen an Hosts weiterleiten soll.
      Umgekehrter Pfadfilter

      Standardmäßig ist diese Option aktiviert. Bei aktivierter Option wird die Erreichbarkeit der Quelladresse in weitergeleiteten Paketen überprüft.

      Im aktivierten Modus muss das Paket auf der Schnittstelle empfangen werden, die der Router möglicherweise zum Weiterleiten des Rückgabepakets verwendet.

      Im Loose-Modus muss die Quelladresse in der Routing-Tabelle angezeigt werden.

      Fence-Parameter

      Konfigurieren Sie Fence-Parameter, wenn Sie IP- und MAC-Adressen über verschiedene umgrenzende Umgebungen hinweg wiederverwenden möchten.

      In einer Cloud-Verwaltungsplattform (Cloud Management Platform, CMP) können Sie mit Fencing mehrere Cloud-Instanzen gleichzeitig mit denselben IP- und MAC-Adressen ausführen, die isoliert oder „umgrenzt“ sind.

      Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für zwei NSX Edge-Schnittstellen. Die Uplink-Schnittstelle verbindet das ESG mit der Außenwelt durch eine Uplink-Portgruppe auf einem vSphere Distributed Switch. Die interne Schnittstelle hängt das ESG an einen logischen Transit-Switch, an den auch ein Distributed Logical Router angehängt ist.
      Tabelle 1. Beispiel: NSX Edge-Schnittstellen
      vNIC-Nummer Name IP-Adresse Länge des Subnetz-Präfix Verbunden mit
      0 Uplink 192.168.100.30 24 Mgmt_VDS-HQ_Uplink
      1 Intern 192.168.10.1* 29 Transit-Switch
      Wichtig: NSX 6.4.4 und früher unterstützt Multicast auf einer einzelnen Uplink-Schnittstelle auf dem ESG. Ab NSX 6.4.5 wird Multicast auf maximal zwei Uplink-Schnittstellen auf dem ESG unterstützt. In einem Multi-vCenter-Bereitstellungsszenario können Sie Multicast nur auf einer einzigen Uplink-Schnittstelle auswählen, wenn ein NSX Edge der Version 6.4.4 oder früher verwendet wird. Um Multicast auf zwei Uplink-Schnittstellen auszuwählen, müssen Sie das Edge auf Version 6.4.5 oder höher aktualisieren.
  7. Konfigurieren Sie die Einstellungen des Standard-Gateways.
    Beispiel:
    Option Wert
    vNIC Uplink
    Gateway-IP 192.168.100.2
    MTU 1500
    Hinweis: Sie können den MTU-Wert bearbeiten, er darf jedoch nicht höher als der konfigurierte MTU-Wert für die Schnittstelle sein.
  8. Konfigurieren Sie die Standard-Firewallrichtlinie.
    Vorsicht: Wenn Sie keine Firewallrichtlinie konfigurieren, ist die Standardrichtlinie gesetzt, um jeglichen Datenverkehr zu verweigern. Allerdings ist die Firewall auf dem ESG während der Bereitstellung standardmäßig aktiviert.
  9. Konfigurieren Sie die ESG-Protokollierung und HA-Parameter.
    1. Aktivieren oder deaktivieren Sie die Protokollierung auf der NSX Edge-Appliance.

      Standardmäßig sind Protokolle auf allen neuen NSX Edge-Appliances aktiviert. Die Standardprotokollierungsebene ist „Info“. Wenn Protokolle lokal im ESG gespeichert sind, werden durch die Protokollierung möglicherweise zu viele Protokolle generiert und die Leistung von NSX Edge wird beeinträchtigt. Aus diesem Grund sollten Sie Remote-Syslog-Server konfigurieren und alle Protokolle an eine zentrale Stelle zur Analyse und Überwachung weiterleiten.

    2. Wenn Sie die Hochverfügbarkeit aktiviert haben, konfigurieren Sie die folgenden HA-Parameter.
      Option Beschreibung
      vNIC

      Wählen Sie die interne Schnittstelle aus, für die HA-Parameter konfiguriert werden sollen. Standardmäßig wählt HA automatisch eine interne Schnittstelle aus und weist automatisch verbindungslokale IP-Adressen zu.

      Wenn Sie BELIEBIG für die Schnittstelle auswählen, aber keine internen Schnittstellen konfiguriert sind, wird auf der Benutzeroberfläche ein Fehler angezeigt. Zwei Edge-Appliances werden erstellt, aber da keine interne Schnittstelle konfiguriert ist, bleibt die neue NSX Edge-Appliance im Standby-Modus und HA wird deaktiviert. Sobald eine interne Schnittstelle konfiguriert ist, wird die HA in der NSX Edge-Appliance aktiviert.

      Ausfallzeit deklarieren

      Geben Sie den Zeitraum (in Sekunden) ein, nach dem die primäre Appliance als inaktiv betrachtet wird und die Backup-Appliance die Arbeit übernimmt, falls die Backup-Appliance kein Taktsignal von der primären Appliance erhält.

      Das Standardintervall beträgt 15 Sekunden.

      Verwaltungs-IPs

      Optional: Sie können zwei Verwaltungs-IP-Adressen im CIDR-Format eingeben, die die IP-Adressen der lokalen Links überschreiben, die den virtuellen HA-Maschinen zugewiesen sind.

      Vergewissern Sie sich, dass sich die Verwaltungs-IP-Adressen nicht mit den IP-Adressen überschneiden, die für andere Schnittstellen verwendet wurden, und dass sie das Routing des Netzwerkdatenverkehrs nicht stören. Verwenden Sie keine IP-Adresse, die an einer anderen Stelle im Netzwerk existiert, auch wenn das Netzwerk nicht direkt mit der Appliance verbunden ist.

      Die Verwaltungs-IP-Adressen müssen sich in demselben L2/Subnetz befinden und müssen untereinander kommunizieren können.

  10. Überprüfen Sie die ESG-Einstellungen vor der Bereitstellung der Appliance.

Ergebnisse

Nach der Bereitstellung von ESG navigieren Sie zur Ansicht „Hosts und Cluster“ und öffnen Sie die Konsole der virtuellen NSX Edge-Appliance. Stellen Sie in der Konsole sicher, dass Sie die verbundenen Schnittstellen pingen können.

Nächste Maßnahme

Wenn Sie eine NSX Edge-Appliance installieren, aktiviert NSX das automatische Starten/Herunterfahren von virtuellen Maschinen auf dem Host, wenn die vSphere HA auf dem Cluster deaktiviert ist. Wenn die Appliance-VMs später auf andere Hosts im Cluster migriert werden, ist auf den neuen Hosts das automatische Starten/Herunterfahren von virtuellen Maschinen möglicherweise nicht aktiviert. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Installation von NSX Edge-Appliances auf Clustern, auf denen die vSphere HA deaktiviert ist, alle Hosts im Cluster überprüfen, um sicherzustellen, dass das automatische Starten/Herunterfahren aktiviert ist. Weitere Informationen erhalten Sie unter „Bearbeiten der Einstellungen zum Starten/Herunterfahren virtueller Maschinen“ im Dokument Verwaltung virtueller vSphere-Maschinen.

Sie können jetzt Routing konfigurieren, um die Konnektivität von externen Geräten zu Ihren VMs zu ermöglichen.