Der L2VPN-Tunnel zwischen Server und Client ist aktiv, es gibt jedoch keinen Datenfluss durch den Tunnel.

Problem

Es gibt Probleme mit der Konnektivität im Datenpfad zwischen dem L2VPN-Server und dem L2VPN-Client.

Ursache

Es hat möglicherweise einen der folgenden Gründe, warum kein Datenverkehr im L2VPN-Tunnel fließt:
  • Die Tunnel-ID des eigenständigen L2VPN-Clients stimmt nicht mit der auf dem L2VPN-Server konfigurierten Tunnel-ID überein.
  • Die vNIC-Schnittstelle muss dem Trunk-Port des Distributed Switch nicht zugewiesen sein, damit eine Verbindung mit der virtuellen eigenständigen L2VPN-Edge-Appliance hergestellt werden kann.
  • Die in der Uplink-Schnittstelle der VM konfigurierte VLAN-ID liegt außerhalb des VLAN-Bereichs der Trunk-Portgruppe auf dem Distributed Switch der eigenständigen L2VPN-Edges.
  • Möglicherweise ist Sink nicht für die Portnummer der mit der eigenständigen L2VPN-Edge-Appliance verbundenen Trunk-Schnittfläche aktiviert.

Lösung

Die Schritte im folgenden Verfahren gelten für den L2 VPN-Dienst unter Verwendung von SSL-Tunneln und IPSec-Tunneln.

Verfahren

  1. Um zu überprüfen, ob die Tunnel-ID des L2VPN-Clients mit der Tunnel-ID des L2VPN-Servers übereinstimmt, melden Sie sich bei der Befehlszeilenschnittstelle der eigenständigen L2VPN-Appliance an. Führen Sie den Befehl show service l2vpn conversion-table aus.
  2. Um zu überprüfen, ob dem Trunk-Port des Distributed Switch eine vNIC-Schnittstelle zur Verbindung mit der eigenständigen L2 VPN-Edge-Appliance zugewiesen ist, führen Sie in vSphere Web Client die folgenden Schritte aus.
    1. Klicken Sie auf Hosts und Cluster (Hosts and Clusters).
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das eigenständige L2VPN-Edge und klicken Sie auf Einstellungen bearbeiten (Edit Settings).
    3. Stellen Sie sicher, dass Sie sich auf der Registerkarte Virtuelle Hardware (Virtual Hardware) befinden.
    4. Stellen Sie im Dropdown-Menü Netzwerkadapter 2 (Network adapter 2) sicher, dass der Trunk-Port des Distributed Switch ausgewählt und das Kontrollkästchen Verbunden (Connected) aktiviert ist.
  3. Um den VLAN-Trunk-Bereich für die Trunk-Portgruppe des Distributed Switch zu überprüfen, führen Sie in vSphere Web Client die folgenden Schritte aus.
    1. Klicken Sie auf Hosts und Cluster (Hosts and Clusters).
    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Netzwerk (Networking).
    3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Trunk-Portgruppe des Distributed Switch und klicken Sie dann auf Einstellungen bearbeiten (Edit Settings).
    4. Öffnen Sie die Seite „VLAN“.
    5. Stellen Sie sicher, dass der VLAN-Bereich in der Trunk-Portgruppe die VLAN-ID umfasst, die Sie im Uplink-Port der VM angegeben haben, von der der Datenverkehr ausgeht.
      Hinweis: Sie müssen möglichst über eine dedizierte Portgruppe auf dem Distributed Switch verfügen, die für das VLAN-Trunking konfiguriert ist, sodass eine Verbindung zur Edge-Appliance hergestellt werden kann.
  4. Um zu überprüfen, ob Sink für die Portnummer der Trunk-Portgruppe aktiviert ist, von der aus eine Verbindung zur eigenständigen L2 VPN-Edge-Appliance hergestellt wird, führen Sie in vSphere Web Client die folgenden Schritte aus.
    1. Klicken Sie auf Hosts und Cluster (Hosts and Clusters).
    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Netzwerk (Networking).
    3. Klicken Sie auf die Trunk-Portgruppe des Distributed Switch und anschließend auf die Registerkarte Ports.
    4. Suchen Sie nach der mit der eigenständigen L2VPN-Appliance verbundenen Portnummer oder Port-ID.
    5. Melden Sie sich bei der Befehlszeilenschnittstelle (CLI) des ESXi-Hosts an, auf dem der eigenständige L2VPN-Client bereitgestellt wurde, und führen Sie den folgenden Befehl aus, um festzustellen, ob Sink für diese Portnummer aktiviert ist:
      net-dvs -l | grep "port\ [0-9]\|SINK\|com.vmware.common.alias"
      Wenn Sink beispielsweise für Port 30 aktiviert ist, zeigt die CLI des ESXi-Hosts die folgende Ausgabe an:
      port 30:com.vmware.etherswitch.port.extraEthFRP =   SINK