QoS stellt eine qualitativ hochstehende und dedizierte Netzwerkleistung für einen bevorzugten Datenverkehr zur Verfügung, der eine hohe Bandbreite erfordert. Der QoS-Mechanismus ermöglicht dies durch Reservierung von ausreichend Bandbreite, Kontrolle von Latenz und Jitter sowie Reduzierung des Datenverlustes für bevorzugte Pakete, auch bei Netzwerküberlastung. Dieses Netzwerkdienstniveau wird durch eine effiziente Nutzung der Netzwerkressourcen erreicht.

In dieser Version werden CoS (Class of Service, Dienstklasse) und DSCP (Differentiated Services Code Point) für das Shaping des Datenverkehrs und dessen namentliche Kennzeichnung unterstützt. Die Schicht-2-CoS ermöglicht die Festlegung einer Priorität für Datenpakete, wenn der Datenverkehr im logischen Switch wegen Überlastung gepuffert wird. Der Schicht-3-DSCP ermittelt Pakete auf der Basis ihrer DSCP-Werte. CoS wird immer auf das Datenpaket angewendet, unabhängig vom vertrauenswürdigen Modus.

NSX-T Data Center stuft die von einer virtuellen Maschine übernommene DSCP-Einstellung oder den auf der Ebene des logischen Switch geänderten oder festgelegten DSCP-Wert als vertrauenswürdig ein. In beiden Fällen wird der DSCP-Wert an die äußere IP-Kopfzeile der gekapselten -Frames weitergegeben. Dies bietet dem externen physischen Netzwerk die Möglichkeit, dem Datenverkehr auf der Basis dieser DSCP-Einstellung in der äußeren Kopfzeile Priorität einzuräumen. Wenn für DSCP der Modus „Vertrauenswürdig“ eingestellt ist, wird der DSCP-Wert von der inneren Kopfzeile kopiert. Ist für DSCP der Modus „Nicht vertrauenswürdig“ eingestellt, wird der DSCP-Wert nicht für die innere Kopfzeile beibehalten.

Hinweis: DSCP-Einstellungen sind nur für getunnelten Datenverkehr wirksam. Diese Einstellungen haben keine Auswirkungen auf den Datenverkehr innerhalb desselben Hypervisors.

Sie können mit dem QoS-Switching-Profil die durchschnittliche Bandbreite für den eingehenden und ausgehenden Datenverkehr konfigurieren und so den Grenzwert für die Übertragungsrate festzulegen. Die höchste Bandbreitenrate dient der Unterstützung des Burstdatenverkehrs, der für einen logischen Switch zulässig ist, um eine Überlastung auf vertikalen Netzwerkverbindungen zu vermeiden. Diese Einstellungen gewährleisten nicht die Bandbreite, tragen jedoch zur Begrenzung der Netzwerkbandbreitennutzung bei. Die tatsächlich beobachtbare Bandbreite wird durch die Link-Geschwindigkeit des Ports oder die Werte im Switching-Profil bestimmt, je nachdem, welcher davon niedriger ist.

Die Einstellungen für das QoS-Switching-Profil gelten für den logischen Switch und werden vom untergeordneten logischen Switch Port übernommen.