Virtuelle Server empfangen alle Clientverbindungen und verteilen diese an die Server. Ein virtueller Server verfügt über eine IP-Adresse, einen Port und ein Protokoll. Für virtuelle Server der Schicht 4 können anstelle einzelner TCP- oder UDP-Ports Listen mit Portbereichen angegeben werden, um komplexe Protokolle mit dynamischen Ports zu unterstützen.

Ein virtueller Server der Schicht 4 muss mit einem primären Serverpool, der auch als Standardpool bezeichnet wird, verknüpft werden.

Wenn der Status eines virtuellen Servers „Deaktiviert“ lautet, werden alle neuen Verbindungsversuche mit dem virtuellen Server abgelehnt, indem entweder ein TCP RST für die TCP-Verbindung oder eine ICMP-Fehlermeldung für UDP gesendet wird. Neue Verbindungen werden abgelehnt, selbst wenn passende Persistenzeinträge für sie vorhanden sind. Aktive Verbindungen werden weiterhin verarbeitet. Wenn ein virtueller Server gelöscht oder von einem Load Balancer getrennt wird, schlagen aktive Verbindungen mit diesem virtuellen Server fehl.

Voraussetzungen

Prozedur

  1. Melden Sie sich über Ihren Browser unter https://nsx-manager-ip-address mit Administratorrechten bei einem NSX Manager an.
  2. Wählen Sie Netzwerk > Load Balancer > Virtuelle Server > Hinzufügen.
  3. Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung für den virtuellen Server der Schicht 4 ein.
  4. Wählen Sie im Dropdown-Menü ein Protokoll der Schicht 4 aus.
    Virtuelle Server der Schicht 4 unterstützen entweder das Fast TCP- oder das Fast UDP-Protokoll. Damit das Fast TCP- oder das Fast UDP-Protokoll für dieselbe IP-Adresse und denselben Port unterstützt wird, wie z. B. DNS, muss für jedes Protokoll ein virtueller Server erstellt werden.
    Je nach Protokolltyp wird das vorhandene Anwendungsprofil automatisch befüllt.
  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Zugriffsprotokoll“, um die Protokollierung für den virtuellen Schicht-4-Server zu aktivieren.
  6. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Geben Sie die IP-Adresse und Portnummer des virtuellen Servers ein.
    Sie können die Portnummer oder den Portbereich des virtuellen Servers eingeben.
  8. Geben Sie die erweiterten Eigenschaften an.
    Option Beschreibung
    Maximale Anzahl gleichzeitiger Verbindungen Legen Sie die maximale Anzahl gleichzeitiger Verbindungen fest, die für einen virtuellen Server zulässig sind, damit der virtuelle Server nicht die Ressourcen anderer Anwendung verbraucht, die vom selben Load Balancer gehostet werden.
    Maximale Anzahl neuer Verbindungen Legen Sie die maximale Anzahl neuer Verbindungen für ein Serverpoolmitglied fest, damit ein virtueller Server die Ressourcen nicht überlastet.
    Standardport des Poolmitglieds Geben Sie den Standardport eines Poolmitglieds ein, wenn der Port des Poolmitglieds für einen virtuellen Server nicht definiert ist.

    Wenn ein virtueller Server beispielsweise mit dem Portbereich 2000-2999 definiert ist und der Standardportbereich des Poolmitglieds auf 8000-8999 festgelegt ist, wird eine eingehende Clientverbindung für Port 2500 des virtuellen Servers an ein Poolmitglied mit einem auf 8500 gesetzten Zielport gesendet.

  9. Wählen Sie im Dropdown-Menü einen vorhandenen Serverpool aus.
    Der Serverpool besteht aus einem oder mehreren auch als Poolmitglieder bezeichneten Servern mit ähnlicher Konfiguration, auf denen dieselbe Anwendung ausgeführt wird.
  10. Wählen Sie im Dropdown-Menü einen vorhandenen Sorry-Serverpool aus.
    Der Sorry-Serverpool stellt die Anforderung zu, wenn ein Load Balancer keinen Backend-Server auswählen kann, um die Anforderung aus dem Standardpool zuzustellen.
  11. Klicken Sie auf Weiter.
  12. Wählen Sie im Dropdown-Menü ein vorhandenes Persistenzprofil aus.
    Das Persistenzprofil kann auf einem virtuellen Server aktiviert werden, damit verwandte Clientverbindungen an denselben Server gesendet werden können.
  13. Klicken Sie auf Fertigstellen.