Sie können den DSCP-Wert definieren und die Einstellungen für den eingehenden wie den ausgehenden Datenverkehr zum Erstellen eines benutzerdefinierten QoS-Switching-Profils konfigurieren.

Voraussetzungen

Prozedur

  1. Melden Sie sich über Ihren Browser unter https://nsx-manager-ip-address mit Administratorrechten bei einem NSX Manager an.
  2. Wählen Sie im Navigationsbereich Netzwerk > Switching.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Switching-Profile.
  4. Klicken Sie auf Hinzufügen, und wählen Sie QoS aus.
  5. Vervollständigen Sie die Details des QoS-Switching-Profils.
    Option Beschreibung
    Name und Beschreibung

    Weisen Sie dem QoS-Switching-Profil einen Namen zu.

    Optional können Sie für die im Profil geänderte Einstellung eine Beschreibung eingeben.

    Modus

    Wählen Sie die Option Vertrauenswürdig oder Nicht vertrauenswürdig aus dem Dropdown-Menü „Modus“aus.

    Bei der Auswahl des Modus „Vertrauenswürdig“ wird der innere DSCP-Kopfzeilenwert von der äußeren IP-Kopfzeile für den IP-/IPv6-Datenverkehr übernommen. Für den Nicht-IP-/IPv6-Datenverkehr gilt für die äußere IP-Kopfzeile der Standardwert. Der Modus „Vertrauenswürdig“ wird auf einem Overlay-basierten logischen Port unterstützt. Der Standardwert ist 0.

    Der Modus „Nicht vertrauenswürdig“ wird auf einem Overlay-basierten und auf einem VLAN-basierten logischen Port unterstützt. Für den Overlay-basierten logischen Port wird der DSCP-Wert der äußeren IP-Kopfzeile auf den konfigurierten Wert festgelegt, unabhängig vom inneren Pakettyp für den logischen Port. Für den VLAN-basierten logischen Port wird der DSCP-Wert des IP-/IPv6-Pakets auf den konfigurierten Wert festgelegt. Der Bereich der DSCP-Werte für den Modus „Nicht vertrauenswürdig“ liegt zwischen 0 und 63.

    Hinweis: DSCP-Einstellungen sind nur für getunnelten Datenverkehr wirksam. Diese Einstellungen haben keine Auswirkungen auf den Datenverkehr innerhalb desselben Hypervisors.
    Priorität

    Legen Sie den CoS-Prioritätswert fest.

    Die Prioritätswerte liegen zwischen 0 und 63, wobei 0 der höchsten Priorität entspricht.

    Dienstklasse

    Legen Sie den CoS-Wert fest.

    CoS wird auf VLAN-basierten logischen Ports unterstützt. CoS fasst ähnliche Datenverkehrstypen im Netzwerk in Gruppen zusammen. Jeder Datenverkehrstyp wird als eine Klasse mit einer eigenen Stufe der Dienstpriorität behandelt. Der Datenverkehr mit geringerer Priorität wird verlangsamt bzw. in manchen Fällen sogar verworfen, um einen besseren Durchsatz für den Datenverkehr mit höherer Priorität zu gewährleisten. CoS kann für die VLAN-ID auch mit „Null-Paket“ konfiguriert werden.

    Die CoS-Werte reichen von 0 bis 7, wobei 0 für den maximalen Dienst steht.

    Eingehend

    Legen Sie benutzerdefinierte Werte für den ausgehenden Netzwerkdatenverkehr von der VM zum logischen Netzwerk fest.

    Sie können mit der durchschnittlichen Bandbreite die Netzwerküberlastung reduzieren. Mit der höchsten Bandbreitenrate wird der Burstdatenverkehr unterstützt. Die Burstdauer wird mit der Einstellung für die Burst-Größe festgelegt. Sie können die Bandbreite nicht dauerhaft gewährleisten. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, mit dieser Einstellung die Netzwerkbandbreite zu beschränken. Der Standardwert beträgt 0 und deaktiviert den eingehenden Datenverkehr.

    Wenn Sie beispielsweise die durchschnittliche Bandbreite für den logischen Switch auf 30 Mbit/s festlegen, beschränkt die Richtlinie die Bandbreite. Sie können den Burstdatenverkehr auf 100 Mbit/s für eine Dauer von 20 Bytes begrenzen.

    Eingehender Broadcast

    Legen Sie benutzerdefinierte Werte für den eingehenden Netzwerkdatenverkehr von der VM zum logischen Netzwerk auf Broadcast-Basis fest.

    Der Standardwert beträgt 0 und deaktiviert den eingehenden Broadcast-Datenverkehr.

    Wenn Sie beispielsweise die durchschnittliche Bandbreite für einen logischen Switch auf 50 Kbit/s festlegen, beschränkt die Richtlinie die Bandbreite. Sie können den Burstdatenverkehr auf 400 Mbit/s für eine Dauer von 60 Bytes begrenzen.

    Ausgehend

    Legen Sie benutzerdefinierte Werte für den eingehenden Netzwerkdatenverkehr vom logischen Netzwerk zur VM fest.

    Der Standardwert beträgt 0 und deaktiviert den ausgehenden Datenverkehr.

    Wenn die Optionen für den eingehenden Datenverkehr, den eingehenden Broadcast-Datenverkehr und den ausgehenden Datenverkehr nicht konfiguriert sind, werden die Standardwerte als Protokollpuffer verwendet.
  6. Klicken Sie auf Speichern.

Ergebnisse

Ein benutzerdefiniertes QoS-Switching-Profil wird als Link angezeigt.

Nächste Maßnahme

Hängen Sie dieses benutzerdefinierte QoS-Switching-Profil an einen logischen Switch oder logischen Port an, damit die im Switching-Profil geänderten Parameter auf den Netzwerkdatenverkehr angewendet werden. Siehe Zuordnen eines benutzerdefinierten Profils zu einem logischen Switch oder Zuordnen eines benutzerdefinierten Profils zu einem logischen Port.