Wenn Sie KVM als Transportknoten oder als Host für NSX Manager- und NSX Controller-Gast-VMs verwenden möchten, KVM aber noch nicht eingerichtet haben, können Sie wie hier beschrieben vorgehen.

Hinweis:

Das Geneve-Kapselungsprotokoll verwendet UDP-Port 6081. Sie müssen diesem Port in der Firewall auf dem KVM-Host Zugriff gewähren.

Prozedur

  1. Nur Red Hat: Öffnen Sie die Datei /etc/yum.conf.
  2. Suchen Sie nach der Zeile exclude.
  3. Fügen Sie die Zeile "kernel* redhat-release*" zum Konfigurieren von yum hinzu, damit nur unterstützte RHEL-Upgrades durchgeführt werden.

    exclude=[existing list] kernel* redhat-release*

    Schließen Sie auch die für die Container relevanten Module aus, wenn Sie planen, das NSX-T Container-Plug-In ausführen, für das bestimmte Kompatibilitätsanforderungen gelten.

    exclude=[existing list] kernel* redhat-release* kubelet-* kubeadm-* kubectl-* docker-*

    Die unterstützte RHEL-Version ist 7.4.

  4. Installieren Sie KVM und Bridge-Dienstprogramme.

    Linux-Bereitstellung

    Befehle

    Ubuntu

    apt-get install -y qemu-kvm libvirt-bin ubuntu-vm-builder bridge-utils virtinst virt-manager virt-viewer libguestfs-tools

    RHEL

    yum groupinstall "Virtualization Hypervisor"
    yum groupinstall "Virtualization Client"
    yum groupinstall "Virtualization Platform"
    yum groupinstall "Virtualization Tools"
  5. Prüfen Sie die Hardware-Virtualisierungsfähigkeit.
    cat /proc/cpuinfo | egrep "vmx|svm"

    Die Ausgabe sollte vmx enthalten.

  6. Stellen Sie sicher, dass das KVM-Modul installiert ist.

    Linux-Bereitstellung

    Befehle

    Ubuntu

    kvm-ok
    
    INFO: /dev/kvm exists
    KVM acceleration can be used

    RHEL

    lsmod | grep kvm
    
    kvm_intel              53484  6
    kvm                   316506  1 kvm_intel
  7. Bereiten Sie für die Verwendung von KVM als Host für NSX Manager oder NSX Controller das Bridge-Netzwerk, die Management-Schnittstelle und die NIC-Schnittstellen vor.

    Im folgenden Beispiel wird die erste Ethernet-Schnittstelle (eth0 oder ens32) für Konnektivität mit der Linux-Maschine selbst verwendet. Je nach Bereitstellungsumgebung kann diese Schnittstelle DHCP oder statische IP-Einstellungen verwenden. Bevor Sie den NSX-T-Hosts Uplink-Schnittstellen zuweisen, sollten Sie sicherstellen, dass die von diesen Uplinks verwendeten Schnittstellenskripte bereits konfiguriert sind. Ohne diese Schnittstellendateien auf dem System können Sie keinen Hosttransportknoten erstellen.

    Hinweis:

    Schnittstellennamen können in verschiedenen Umgebungen variieren.

    Linux-Bereitstellung

    Netzwerkkonfiguration

    Ubuntu

    Bearbeiten Sie /etc/network/interfaces:

    auto lo
    iface lo inet loopback
    
    auto eth0
    iface eth0 inet manual
    
    auto br0
    iface br0 inet static
        address 192.168.110.51
        netmask 255.255.255.0
        network 192.168.110.0
        broadcast 192.168.110.255
        gateway 192.168.110.1
        dns-nameservers 192.168.3.45
        dns-search example.com
        bridge_ports eth0
        bridge_stp off
        bridge_fd 0
        bridge_maxwait 0
    
    

    Erstellen Sie eine XML-Netzwerkdefinitionsdatei für die Bridge. Erstellen Sie z. B. /tmp/bridge.xml mit den folgenden Zeilen:

    <network>
      <name>bridge</name>
      <forward mode='bridge'/>
      <bridge name='br0'/>
    </network>
    
    

    Definieren und starten Sie das Bridge-Netzwerk mit den folgenden Befehlen:

    virsh net-define 
    bridge.xml
    virsh net-start bridge
    virsh net-autostart bridge
    
    

    Sie können den Status des Bridge-Netzwerks mit dem folgenden Befehl überprüfen:

    virsh net-list --all
    
    Name                 State      Autostart     Persistent
    ----------------------------------------------------------
    bridge               active     yes           yes
    default              active     yes           yes

    RHEL

    Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-management_interface:

      DEVICE="ens32"
      TYPE="Ethernet"
      NAME="ens32"
      UUID="<UUID>"
      BOOTPROTO="none"
      HWADDR="<HWADDR>"
      ONBOOT="yes"
      NM_CONTROLLED="no"
      BRIDGE="br0"
    
    

    Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth1:

      DEVICE="eth1"
      TYPE="Ethernet"
      NAME="eth1"
      UUID="<UUID>"
      BOOTPROTO="none"
      HWADDR="<HWADDR>"
      ONBOOT="yes"
      NM_CONTROLLED="no"
    

    Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth2:

      DEVICE="eth2"
      TYPE="Ethernet"
      NAME="eth2"
      UUID="<UUID>"
      BOOTPROTO="none"
      HWADDR="<HWADDR>"
      ONBOOT="yes"
      NM_CONTROLLED="no"
    

    Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-br0:

       DEVICE="br0"
       BOOTPROTO="dhcp"
       NM_CONTROLLED="no"
       ONBOOT="yes"
       TYPE="Bridge"
  8. Um KVM als Transportknoten zu verwenden, bereiten Sie die Netzwerk-Bridge vor.

    Im folgenden Beispiel wird die erste Ethernet-Schnittstelle (eth0 oder ens32) für Konnektivität mit der Linux-Maschine selbst verwendet. Je nach Bereitstellungsumgebung kann diese Schnittstelle DHCP oder statische IP-Einstellungen verwenden.

    Hinweis:

    Schnittstellennamen können in verschiedenen Umgebungen variieren.

    Linux-Bereitstellung

    Netzwerkkonfiguration

    Ubuntu

    Bearbeiten Sie /etc/network/interfaces:

    auto lo
    iface lo inet loopback
    
    auto eth0
    iface eth0 inet manual
    
    auto eth1
    iface eth1 inet manual
    
    auto br0
    iface br0 inet dhcp
      bridge_ports eth0
    

    RHEL

    Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-ens32:

    DEVICE="ens32"
      TYPE="Ethernet"
      NAME="ens32"
      UUID="<something>"
      BOOTPROTO="none"
      HWADDR="<something>"
      ONBOOT="yes"
      NM_CONTROLLED="no"
      BRIDGE="br0"
    
    

    Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-ens33:

    DEVICE="ens33"
      TYPE="Ethernet"
      NAME="ens33"
      UUID="<something>"
      BOOTPROTO="none"
      HWADDR="<something>"
      ONBOOT="yes"
      NM_CONTROLLED="no"
    
    

    Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-br0:

    DEVICE="br0"
       BOOTPROTO="dhcp"
       NM_CONTROLLED="no"
       ONBOOT="yes"
       TYPE="Bridge"
    Wichtig:

    Bei Ubuntu müssen alle Netzwerkkonfigurationen in /etc/network/interfaces angegeben werden. Erstellen Sie keine individuellen Netzwerkkonfigurationsdateien, wie /etc/network/ifcfg-eth1, die dazu führen können, dass die Transportknotenerstellung fehlschlägt.

    Nach diesem Schritt wird die Bridge-Schnittstelle „nsx-vtep0.0“ erstellt, sobald der KVM-Host als Transportknoten konfiguriert wurde. In Ubuntu enthält „/etc/network/interfaces“ Einträge wie die folgenden:

    iface nsx-vtep0.0 inet static
    pre-up ip addr flush dev nsx-vtep0.0
    address <IP_pool_address>
    netmask <subnet_mask>
    mtu 1600
    down ifconfig nsx-vtep0.0 down
    up ifconfig nsx-vtep0.0 up

    IN RHEL erstellt der NSX-Hostagent (nsxa) eine Konfigurationsdatei namens ifcfg-nsx-vtep0.0, die in etwa folgende Einträge enthält:

    DEVICE=nsx-vtep0.0
    BOOTPROTO=static
    NETMASK=<IP address>
    IPADDR=<subnet mask>
    MTU=1600
    ONBOOT=yes
    USERCTL=no
    NM_CONTROLLED=no
    
  9. Starten Sie den Netzwerkdienst systemctl restart network oder den Linux-Server neu, damit die Netzwerkänderungen in Kraft treten.