Der erweiterte Datenpfad ist ein Netzwerk-Stack-Modus, der, wenn er konfiguriert ist, eine ausgezeichnete Netzwerkleistung bietet. Er ist in erster Linie für NFV-Arbeitslasten gedacht, für welche die in diesem Modus bereitgestellten Leistungsvorteile erforderlich sind.

Der N-VDS-Switch kann im Modus „Erweiterter Datenpfad“ nur auf einem ESXi-Host konfiguriert werden.

Im Modus „Erweiterter Datenpfad“ können Sie Folgendes konfigurieren:

  • Overlay-Datenverkehr

  • VLAN-Datenverkehr

Allgemeines Verfahren zum Konfigurieren des erweiterten Datenpfads

Als Netzwerkadministrator müssen Sie vor dem Erstellen von Transportzonen, die N-VDS im Modus „Erweiterter Datenpfad“ unterstützen, das Netzwerk mit den unterstützten NIC-Karten und -Treibern vorbereiten. Um die Netzwerkleistung zu verbessern, können Sie die Teaming-Richtlinie „Load Balanced Source“ aktivieren, um NUMA-Knoten zu erkennen.

Die allgemeinen Schritte sind wie folgt:

  1. Verwenden Sie NIC-Karten, welche den erweiterten Datenpfad unterstützen.

    Finden Sie im VMware-Kompatibilitäts-Handbuch Netzwerkkarten, die den erweiterten Datenpfad unterstützen.

    Wählen Sie auf der Seite „VMware-Kompatibilitäts-Handbuch“ unter der Kategorie E/A-Geräte ESXi 6.7, E/A-Gerätetyp als Netzwerk und Funktion als Erweiterter N-VDS-Datenpfad.

  2. Laden Sie die NIC-Treiber von der Seite „My VMware“ herunter und installieren Sie sie.

  3. Erstellen Sie eine Uplink-Richtlinie.

    Siehe Erstellen eines Uplink-Profils.

  4. Erstellen Sie eine Transportzone mit N-VDS im Modus „Erweiterter Datenpfad“.

    Siehe Erstellen von Transportzonen.

  5. Legen Sie einen Host-Transportknoten an. Konfigurieren Sie den N-VDS mit erweitertem Datenpfad mit logischen Kernen und NUMA-Knoten.

    Siehe Erstellen eines Hosttransportknotens.

„Load Balanced Source“-Teaming-Richtlinienmodus erkennt NUMA

Der für einen N-VDS mit erweitertem Datenpfad definierte „Load Balanced Source“-Teaming-Richtlinienmodus erkennt NUMA, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Latenzempfindlichkeit von VMs ist Hoch.

  • Der verwendete Netzwerkadaptertyp ist VMXNET3.

Wenn die NUMA-Knotenposition entweder der VM oder der physischen NIC nicht verfügbar ist, berücksichtigt die „Load Balanced Source“-Teaming-Richtlinie keine NUMA-Awareness, um VMs und NICs aufeinander abzustimmen.

Die Teaming-Richtlinie funktioniert ohne NUMA-Awareness unter den folgenden Bedingungen:

  • Der LAG-Uplink wird mit physischen Verbindungen von unterschiedlichen NUMA-Knoten konfiguriert.

  • Die virtuelle Maschine (VM) verfügt über Affinität zu mehreren NUMA-Knoten.

  • Der ESXi-Host konnte keine NUMA-Informationen für VM- oder physische Verbindungen definieren.