Intermediate System to Intermediate System (IS-IS) ist ein Routing-Protokoll zur Übermittlung von Informationen, indem durch ein paketvermitteltes Netzwerk die beste Route für Datagramme festgelegt wird.

Warum und wann dieser Vorgang ausgeführt wird

Eine zweistufige Hierarchie unterstützt große Routingdomänen. Eine große Domäne kann in Areas unterteilt werden. Das Routing innerhalb einer Area wird als Level-1-Routing bezeichnet. Das Routing zwischen Areas wird als Level-2-Routing bezeichnet. Ein Level-2-Intermediate-System (IS) überwacht die Pfade zu den Zielbereichen. Ein Level-1-IS überwacht das Routing innerhalb seiner eigenen Area. Um ein Paket in eine andere Area zu verschieben, sendet ein Level-1-IS ein Paket zu dem nächsten Level-2-IS in seiner eigenen Area, unabhängig davon, welches die Ziel-Area ist. Dann wird das Paket über Level-2-Routing zur Ziel-Area übertragen, wo es dann über Level-1-Routing zum Ziel gelangen kann. IS in Level 1 und Level 2 wird als Level-1-2 bezeichnet.

Anmerkung:

Die NSX-Unterstützung für das IS-IS-Protokoll befindet sich derzeit noch in der experimentellen Phase.

Prozedur

  1. Melden Sie sich beim vSphere Web Client an.
  2. Klicken Sie auf Networking & Security und anschließend auf NSX Edges.
  3. Doppelklicken Sie auf eine NSX Edge-Instanz.
  4. Klicken Sie auf Routing und anschließend auf IS-IS.
  5. Klicken Sie auf Bearbeiten (Edit) und anschließend auf IS-IS aktivieren (Enable IS-IS).
  6. Geben Sie die System-ID ein und wählen Sie den IS-IS-Typ aus.

    Level 1 bezeichnet die bereichsinterne Ebene, Level 2 bezeichnet die bereichsübergreifende Ebene und Level 1-2 bezeichnet beide Ebenen. Level-2-Router sind bereichsübergreifende Router, die nur Beziehungen mit anderen Level-2-Routern bilden können. Routing-Informationen werden zwischen Level 1-Routern und anderen Level 1-Routern ausgetauscht. Ebenso tauschen Level 2-Router nur Informationen mit anderen Level 2-Routern aus. Level-1-2-Router tauschen Informationen mit beiden Ebenen aus und dienen dazu, die bereichsübergreifenden Router mit den bereichsinternen Routern zu verbinden.

  7. Geben Sie das Domänenkennwort (Domain Password) und das Area-Kennwort (Area Password) ein. Das Area-Kennwort wird für Verbindungsstatuspakete von Level 1 eingefügt und überprüft, das Domänenkennwort für Verbindungsstatuspakete von Level 2.
  8. Definieren Sie die IS-IS-Areas.
    1. Klicken Sie unter Areas auf das Symbol Hinzufügen (Add).
    2. Geben Sie bis zu drei IP-Adressen ein.
    3. Klicken Sie auf Speichern (Save).
  9. Konfigurieren Sie die Schnittstellenzuordnung.
    1. Klicken Sie unter Schnittstellenzuordnung (Interface Mapping) auf das Symbol Hinzufügen (Add).
    2. Wählen Sie den Schaltkreistyp aus, um anzugeben, ob Sie die Schnittstelle für die Level-1-, Level-2-, oder Level-1-2-Adjazenz konfigurieren.
    3. Hallo-Intervall (Hello Interval) zeigt das Standardintervall zwischen über die Schnittstelle versendeten Hallopaketen in Millisekunden an. Bearbeiten Sie den Standardwert, falls erforderlich.
    4. Hallo-Multiplikator (Hello Multiplier) zeigt die Standardanzahl an IS-IS-Hallopaketen an, die ein Nachbar verfehlen muss, bevor er als ausgefallen gilt. Bearbeiten Sie den Standardwert, falls erforderlich.
    5. LSP-Intervall (LSP Interval) zeigt die zeitliche Verzögerung in Millisekunden zwischen aufeinanderfolgenden Übertragungen von IS-IS-Verbindungsstatuspaketen (link-state packet, LSP) an. Bearbeiten Sie den Standardwert, falls erforderlich.
    6. Metrik (Metric) zeigt die Standardmetrik für die Schnittstelle an. Der Wert wird verwendet, um die Kosten von jeder Schnittstelle über die Links im Netzwerk bis zu anderen Zielen zu berechnen. Bearbeiten Sie den Standardwert, falls erforderlich.
    7. Priorität (Priority) zeigt die Priorität der Schnittstelle an. Die Schnittstelle mit der höchsten Priorität ist als Router vorgesehen. Bearbeiten Sie den Standardwert, falls erforderlich.
    8. Im Feld „Mesh-Gruppe“ geben Sie die Nummer zur Kennzeichnung der Gruppe, zu der diese Schnittstelle gehört, an. Bearbeiten Sie den Standardwert, falls erforderlich.
    9. Geben Sie das Authentifizierungskennwort für die Schnittstelle ein und klicken Sie auf OK. Bearbeiten Sie den Standardwert, falls erforderlich.
  10. Klicken Sie auf Änderungen veröffentlichen (Publish Changes).