Das nachfolgende Diagramm stellt zwei Hosts dar, ESXi-Host A und ESXi-Host B, auf denen die „DLR-Instanz A“ des Beispiels konfiguriert und mit den vier VXLAN-LIFs verbunden ist.

Abbildung 1. Zwei Hosts mit einer einzigen DLR-Instanz
  • Jeder Host verfügt über einen „L2 Switch“ (DVS) und einen „Router-on-a-Stick“ (DLR-Kernelmodul), der mit diesem „Switch“ über eine „Trunk“-Schnittstelle verbunden ist (vdrPort).

    • Beachten Sie, dass dieser „Trunk“ Übertragungen sowohl für VLANs wie auch für VXLANs durchführen kann. Allerdings sind in den Paketen, die den vdrPort durchlaufen, keine 801.Q- oder UDP/VXLAN-Kopfzeilen vorhanden. Stattdessen verwendet der DVS eine interne Methode zur Kennzeichnung von Metadaten, um diese Informationen an das DLR-Kernelmodul weiterzugeben.

  • Wenn der DVS einen Frame mit „Ziel-MAC = vMAC“ erkennt, geht er davon aus, dass dieser Frame für den DLR bestimmt ist, und leitet ihn an den vdrPort weiter.

  • Nachdem die Pakete über den vdrPort im DLR-Kernelmodul angekommen sind, wird aus deren Metadaten der VXLAN-VNI oder die VLAN-ID ermittelt, zu dem bzw. zu der sie gehören. Mit diesen Informationen wird dann festgestellt, zu welcher LIF welcher DLR-Instanz dieses Paket gehört.

    • Als Nebeneffekt dieses Systems kann nur eine DLR-Instanz mit einem bestimmten VLAN oder VXLAN verbunden werden.

Sind mehrere DLR-Instanzen vorhanden, hat das Diagramm folgendes Aussehen:

Abbildung 2. Zwei Hosts mit zwei DLR-Instanzen

Dies entspricht einer Netzwerktopologie mit zwei unabhängigen Routing-Domänen, die komplett getrennt voneinander betrieben werden, wobei sich die IP-Adressen potenziell überlappen.

Abbildung 3. Netzwerktopologie, die zwei Hosts und zwei DLR-Instanzen entspricht