Der NSX-Upgrade-Vorgang kann einige Zeit dauern, insbesondere dann, wenn Upgrades von ESXi-Hosts durchgeführt werden, da die Hosts neu gestartet werden müssen. Es ist wichtig, den Betriebszustand von NSX-Komponenten bei einem Upgrade zu verstehen, z. B. wenn einige, aber nicht alle Hosts aktualisiert wurden oder wenn NSX Edges noch nicht aktualisiert wurden.

VMware empfiehlt, dass Sie das Upgrade in einem einzelnen Ausfallfenster durchführen, um die Ausfallzeit zu minimieren und Irritationen unter den NSX-Benutzern zu vermeiden, die während des Upgrades nicht auf bestimmte NSX-Verwaltungsfunktionen zugreifen können. Wenn Ihre Standortanforderungen Sie allerdings daran hindern, das Upgrade in einem einzelnen Ausfallfenster durchzuführen, können die nachfolgenden Informationen dazu beitragen, dass Ihre NSX-Benutzer verstehen, welche Funktionen während des Upgrades zur Verfügung stehen.

Ein NSX-Bereitstellungs-Upgrade läuft wie folgt ab:

NSX Manager —> NSX Controller-Cluster —> NSX Host-Cluster —> NSX Edges

vCenter-Upgrade

Wenn Sie das in vCenter eingebettete SSO verwenden und Sie ein Upgrade von vCenter 5.5 auf vCenter 6.0 durchführen, wird die Verbindung von vCenter zu NSX möglicherweise getrennt. Dies geschieht, wenn vCenter 5.5 bei NSX unter Verwendung des Root-Benutzernamens registriert wurde. Ab der Version NSX 6.2 ist die vCenter-Registrierung mit Root veraltet. Als Problemumgehung registrieren Sie vCenter bei NSX mithilfe des Benutzernamens „administrator@vsphere.local“ anstelle von „root“ neu.

Wenn Sie externes SSO verwenden, sind keine Änderungen erforderlich. Sie können denselben Benutzernamen, z. B. „admin@mybusiness.mydomain“, beibehalten. Dann wird die vCenter-Verbindung nicht getrennt.

NSX Manager-Upgrade

Während des Vorgangs gilt Folgendes:

  • Die NSX Manager-Konfiguration ist blockiert. Der NSX API-Dienst ist nicht verfügbar. Es können keine Änderungen an der NSX-Konfiguration vorgenommen werden. Die vorhandene VM-Kommunikation funktioniert weiter einwandfrei. Die neue VM-Bereitstellung funktioniert weiter in vSphere, aber die neuen virtuellen Maschinen können während des NSX Manager-Upgrades nicht mit logischen NSX-Switches verbunden werden.

Nach dem Vorgang gilt Folgendes:

  • Alle NSX-Konfigurationsänderungen sind zulässig. Wenn in diesem Stadium neue NSX Controller bereitgestellt werden, starten sie so lange mit der alten Version, bis der vorhandene NSX Controller-Cluster aktualisiert wird. Änderungen an der vorhandenen NSX-Konfiguration sind zulässig. Neue logische Switches, logische Router und Edge-Service-Gateways können bereitgestellt werden. Wenn bei einer verteilten Firewall neue Funktionen nach dem Upgrade eingeführt werden, können diese in der Benutzeroberfläche erst dann konfiguriert werden (sie werden abgeblendet dargestellt), wenn alle Hosts aktualisiert wurden.

NSX Controller-Cluster-Upgrade

Während des Vorgangs gilt Folgendes:

  • Das Erstellen von logischen Netzwerken und Änderungen daran werden während des Upgrade-Vorgangs blockiert. Nehmen Sie keine Konfigurationsänderungen an logischen Netzwerken vor, während das NSX Controller-Cluster-Upgrade durchgeführt wird. Stellen Sie während dieses Vorgangs keine neuen VMs bereit. Verschieben Sie während des Upgrades keine virtuellen Maschinen bzw. lassen Sie nicht zu, dass DRS während des Upgrades virtuelle Maschinen verschiebt.

    Wenn während des Upgrades vorübergehend ein Nicht-Mehrheitszustand eintritt, geht für vorhandene virtuelle Maschinen die Netzwerkverbindung nicht verloren.

    Das Erstellen neuer logischer Netzwerke wird während des Upgrades automatisch blockiert.

    Lassen Sie nicht zu, dass während des Upgrades dynamische Routen geändert werden.

Nach dem Vorgang gilt Folgendes:

  • Konfigurationsänderungen sind zulässig. Es können neue logische Netzwerke erstellt werden. Vorhandene logische Netzwerke funktionieren weiter einwandfrei.

NSX Host-Upgrade

Während des Vorgangs gilt Folgendes:

  • Konfigurationsänderungen werden auf NSX Manager nicht blockiert. Das Upgrade wird pro Cluster durchgeführt. Wenn DRS auf dem Cluster aktiviert ist, verwaltet DRS die Upgrade-Reihenfolge der Hosts. Es können Elemente zum logischen Netzwerk hinzugefügt werden und Änderungen daran vorgenommen werden. Der Host, der gerade aktualisiert wird, befindet sich im Wartungsmodus. Die Bereitstellung neuer virtueller Maschinen funktioniert weiter auf Hosts, die sich zurzeit nicht im Wartungsmodus befinden.

Wenn einige NSX-Hosts eines Clusters aktualisiert werden und andere nicht:

  • Konfigurationsänderungen am NSX Manager werden nicht blockiert. Die Kommunikation von Controller zu Host ist abwärtskompatibel. Dies bedeutet, dass aktualisierte Controller mit nicht aktualisierten Hosts kommunizieren können. Es können Elemente zu logischen Netzwerken hinzugefügt werden und Änderungen daran vorgenommen werden. Die Bereitstellung neuer virtueller Maschinen funktioniert weiter auf Hosts, die zurzeit nicht aktualisiert werden. Hosts, die zurzeit aktualisiert werden, werden in den Wartungsmodus versetzt. Dies bedeutet, dass virtuelle Maschinen ausgeschaltet oder auf andere Hosts evakuiert werden müssen. Dies kann mit DRS oder manuell durchgeführt werden.

Upgrade von NSX Edge

NSX Edges können ohne Abhängigkeit vom NSX Controller oder von Host-Upgrades aktualisiert werden. Sie können ein NSX Edge selbst dann aktualisieren, wenn Sie den NSX Controller oder die Hosts noch nicht aktualisiert haben.

Während des Vorgangs gilt Folgendes:

  • Auf dem aktuell aktualisierten NSX Edge-Gerät werden Konfigurationsänderungen blockiert. Es können Elemente zu logischen Switches hinzugefügt werden und Änderungen daran vorgenommen werden. Die Bereitstellung neuer virtueller Maschinen funktioniert weiterhin einwandfrei.

  • Die Paketweiterleitung ist vorübergehend unterbrochen.

  • In NSX Edge 6.0 und höher sind die OSPF-Nachbarschaften vom Upgrade ausgenommen, wenn Graceful Restart nicht aktiviert wurde.

Nach dem Vorgang gilt Folgendes:

  • Konfigurationsänderungen werden nicht blockiert. Durch das NSX-Upgrade eingeführte neue Funktionen sind erst dann konfigurierbar, wenn alle NSX Controller und alle Host-Cluster auf NSX Version 6.2.x aktualisiert wurden.

  • L2 VPN muss nach dem Upgrade neu konfiguriert werden.

  • SSL-VPN-Clients müssen nach dem Upgrade neu installiert werden.

Upgrade für Guest Introspection

Bei einem NSX-Upgrade werden Sie von der NSX-Benutzeroberfläche zum Upgrade des Guest Introspection-Dienstes aufgefordert.

Während des Vorgangs gilt Folgendes:

  • Die VMs im NSX-Cluster sind bei Änderungen, etwa bei VM-Hinzufügungen, vMotion-Vorgängen oder Löschvorgängen, nicht geschützt.

Nach dem Vorgang gilt Folgendes:

  • Die VMs sind bei VM-Hinzufügungen, vMotion-Vorgängen und Löschvorgängen geschützt.