Sie können einen Serverpool hinzufügen, um Backend-Server flexibel und effizient zu verwalten und freizugeben. Ein Serverpool verwaltet Load-Balancer-Verteilungsmethoden und ist mit einem Dienstmonitor für Systemstatusprüfungsparameter verbunden.

Prozedur

  1. Melden Sie sich beim vSphere Web Client an.
  2. Klicken Sie auf Networking & Security und anschließend auf NSX Edges.
  3. Doppelklicken Sie auf eine NSX Edge-Instanz.
  4. Klicken Sie auf Verwalten (Manage) und dann auf die Registerkarte Load Balancer.
  5. Klicken Sie im linken Navigationsfenster auf Pools.
  6. Klicken Sie auf das Symbol Hinzufügen (Add) (Symbol „Hinzufügen“).
  7. Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung für den Load-Balancer-Pool ein.
  8. Wählen Sie für jeden aktivierten Dienst die algorithmische Ausgleichsmethode aus.

    Option

    Beschreibung

    IP-HASH

    Wählt einen Server auf der Basis eines Hash der Quell-IP-Adresse und der gesamten Gewichtung aller ausgeführten Server aus.

    Algorithmusparameter sind für diese Option deaktiviert.

    LEASTCONN

    Verteilt basierend auf der Anzahl der bereits auf den Servern aktiven Verbindungen die Client-Anforderungen an mehrere Server.

    Neue Verbindungen werden an den Server mit den wenigsten Verbindungen gesendet.

    Algorithmusparameter sind für diese Option deaktiviert.

    ROUND_ROBIN

    Dabei wird die jedem Server zugeordnete Gewichtung berücksichtigt.

    Dies ist der geeignetste Algorithmus bei gleichmäßig verteilter Prozessorzeit auf dem Server.

    Algorithmusparameter sind für diese Option deaktiviert.

    URI

    Der linke Teil des URI (vor dem Fragezeichen) wird zerlegt und durch die Gesamtgewichtung der laufenden Server geteilt.

    Aus dem Ergebnis wird ersichtlich, welcher Server die Anforderung erhält. Dies gewährleistet, dass ein URI immer auf denselben Server gerichtet ist, solange kein Server heruntergefahren oder gestartet wird.

    Der URI-Algorithmusparameter verfügt über zwei Optionen: uriLength=<len> und uriDepth=<dep>. Der Bereich für den Längenparameter lautet 1<=len<256. Der Bereich für den Tiefenparameter lautet 1<=dep<10.

    Den Parametern für Länge und Tiefe folgt eine positive Ganzzahl. Mit diesen Optionen können Server nur auf der Basis des Anfangs des URI ausgeglichen werden. Der Längenparameter gibt an, dass der Algorithmus nur die definierten Zeichen am Anfang des URI zur Berechnung des Hash verwenden soll.

    Der Tiefenparameter legt die maximale Verzeichnistiefe zur Berechnung des Hash fest. Jeder Schrägstrich in der Anforderung wird als ein Level behandelt. Wenn beide Parameter angegeben wurden, wird die Evaluierung beendet, wenn der Wert eines der beiden erreicht ist.

    HTTPHEADER

    Der Name des HTTP-Header, der in jeder HTTP-Anforderung gesucht wird.

    Für den Header-Namen in Klammern wird wie bei der Funktion ACL 'hdr()' zwischen Groß- und Kleinschreibung nicht unterschieden. Wenn der Header nicht vorhanden ist oder keinen Wert enthält, wird der Round-Robin-Algorithmus angewendet.

    Der HTTPHEADER-Algorithmusparameter verfügt über eine Option: headerName=<name>. Beispielsweise können Sie als HTTPHEADER-Algorithmusparameter host verwenden.

    URL

    Der im Argument angegebene URL-Parameter wird im Abfrage-String jeder HTTP GET-Anforderung gesucht.

    Stehen nach dem Parameter ein Gleichheitszeichen (=) und ein Wert, erhält der Wert einen Hash und wird durch die gesamte Gewichtung der ausgeführten Server geteilt. Aus dem Ergebnis wird ersichtlich, welcher Server die Anforderung erhält. Mit diesen Vorgang werden Benutzerbezeichner in Anforderungen ermittelt und es wird damit sichergestellt, dass eine bestimmte Benutzer-ID immer zum selben Server gesendet wird, solange kein Server aktiviert oder deaktiviert wird.

    Wenn kein Wert oder kein Parameter gefunden wurde, wird ein Round-Robin-Algorithmus angewendet.

    Der URL-Algorithmusparameter verfügt über eine Option: urlParam=<url>.

  9. (Optional) : Wählen Sie eine vorhandene Standard- oder eine benutzerdefinierte Überwachung aus dem Dropdown-Menü Überwachen (Monitors)aus.
  10. Fügen Sie dem Pool Mitglieder hinzu.
    1. Klicken Sie auf das Symbol Hinzufügen (Add) (Symbol „Hinzufügen“).
    2. Geben Sie den Namen und die IP-Adresse des Servermitglieds ein oder klicken Sie auf Auswählen (Select), um gruppierte Objekte zuzuweisen.
      Anmerkung:

      VMware Tools muss auf jeder virtuellen Maschine installiert sein oder es muss eine aktivierte IP-Erkennungsmethode (DHCP-Snooping und/oder ARP-Snooping) eingerichtet sein, wenn gruppierte Objekte anstelle von IP-Adressen verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter IP-Erkennung für virtuelle Maschinen.

      Bei den gruppierten Objekten kann es sich entweder um vCenter oder NSX handeln.

    3. Wählen Sie für den Mitgliedsstatus Aktivieren (Enable), Deaktivieren (Disable) oder Ausgleichen (Drain) aus.
      • Ausgleichen (Drain) – Erzwingt ein ordnungsgemäßes Herunterfahren des Servers für die Wartung. Durch Festlegen von „Ausgleichen“ für das Poolmitglied wird der Back-End-Server aus dem Load Balancer entfernt, während er für das Beenden von vorhandenen Verbindungen und für neue Verbindungen von Clients mit einer Persistenz für diesen Server verwendet werden kann. Als Persistenzmethoden können im Status „Ausgleichen“ Persistenz der Quell-IP-Adresse, Einfügen von Cookies und Cookie-Präfix verwendet werden.

        Anmerkung:

        Das Aktivieren und Deaktivieren der Hochverfügbarkeitskonfiguration auf dem NSX Edge kann die Persistenz und den Ausgleichsstatus mit der Methode der Persistenz der Quell-IP-Adresse unterbrechen.

      • Aktivieren (Enable) – Beendet den Wartungsmodus für den Server und setzt diesen wieder in Betrieb. Der Pool-Mitgliedsstatus sollte Ausgleichen (Drain) oder Deaktiviert (Disabled) lauten.

      • Deaktivieren (Disable) – Der Server verbleibt im Wartungsmodus.

        Anmerkung:

        Eine Änderung des Pool-Mitgliedsstatus von Deaktiviert (Disabled) in Ausgleichen (Drain) ist nicht möglich.

    4. Geben Sie den Port ein, über den das Poolmitglied Datenverkehr empfangen soll, und den Überwachungsport, über den das Mitglied Statusüberwachungs-Pings empfangen soll.

      Der Wert für den Port muss null sein, wenn der zugehörige virtuelle Server mit einem Portbereich konfiguriert wurde.

    5. Geben Sie den Anteil des Datenverkehrs für dieses Mitglied im Abschnitt „Gewichtung“ ein.
    6. Geben Sie die maximale Zahl der gleichzeitigen Verbindungen ein, die das Mitglied verarbeiten kann.

      Wenn die eingehenden Anforderungen das Maximum überschreiten, werden sie in die Warteschlange eingereiht und warten auf die Freigabe einer Verbindung.

    7. Geben Sie die Mindestanzahl der gleichzeitigen Verbindungen ein, die ein Mitglied immer akzeptieren muss.
    8. Klicken Sie auf OK.
  11. Aktivieren Sie Transparent, um die Client-IP-Adressen für die Backend-Server sichtbar zu machen. Weitere Informationen finden Sie unter Logischer Load Balancer.

    Ist die Option „Transparent“ nicht ausgewählt (Standardwert), sehen die Backend-Server als IP-Adresse der Datenverkehrsquelle die interne Load-Balancer-IP-Adresse. Ist die Option „Transparent“ ausgewählt, ist die Quell-IP-Adresse die reale Client-IP-Adresse, und NSX Edge muss als Standard-Gateway festgelegt werden, damit Rückpakete über das NSX Edge-Gerät geleitet werden.

  12. Klicken Sie auf OK.