Verbessern Sie den Paketdurchsatz durch Aktivierung von Default Queue Receive Side Scaling (DRSS) auf der Netzwerkkarte (NIC).

Nachdem Sie die Default Queue Receive Side Scaling (DRSS)-Konfiguration auf einem NIC-Port aktiviert haben, verwaltet der erweiterte Netzwerkstapel (Enhanced Network Stack, ENS) die empfängerseitigen Daten, die auf den physischen Netzwerkkarten eingehen. Ein einzelner Port auf der physischen Netzwerkkarte stellt mehrere Hardwarewarteschlangen für empfangsseitige Daten zur Verfügung. Jeder Warteschlange wird ein lokaler logischer Kern aus dem Knoten mit nicht einheitlichem Speicherzugriff (NUMA) zugewiesen. Wenn eingehende Pakete (Multicast, unbekannt oder Broadcast) an einem Port der physischen Netzwerkkarte ankommen, werden sie je nach Verfügbarkeit logischer Kerne über mehrere Hardwarewarteschlangen verteilt. DRSS reduziert Engpässe, die von einer einzelnen Warteschlange verarbeitet werden. DRSS dient Broadcast-, unbekanntem oder Multicast-Datenverkehr (BUM).
Beispielsweise können Sie auf einer physischen Netzwerkkarte mit zwei Ports einen Port konfigurieren, um mehrere Hardwarewarteschlangen zur effizienten Verwaltung des empfangsseitigen (Rx) Datenverkehrs zur Verfügung zu stellen. Dies kann durch die Übermittlung des Werts DRSS=4,0 im ESXi-Systemparameterbefehl erfolgen. Dieser Parameter aktiviert den ersten Port der physischen Netzwerkkarte für DRSS.
Hinweis: Wenn Mehrfachkontext nicht aktiviert ist, funktioniert das Konfigurieren von vNICs für Mehrfachkontext nicht.

Voraussetzungen

  • Stellen Sie sicher, dass die Netzwerkkarte Default Queue Receive Side Scaling unterstützt.

Prozedur

  1. Installieren Sie den ENS-Treiber/Netzwerkkartentreiber i40en.
  2. Wenn die Netzwerkkarte über zwei Ports verfügt, aktivieren Sie RSS am ersten Port der physischen Netzwerkkarte, indem Sie den Befehl ausführen.
    esxcli system module parameters set -m -i40en_ens -p DRSS=4,0

    Dabei ist DRSS für 4 Rx-Warteschlangen am ersten Port aktiviert und für Tx-Warteschlangen nicht aktiviert.

    Die Anzahl der zugewiesenen DRSS-Warteschlangen hängt von der Anzahl der auf dem Host verfügbaren physischen CPUs ab.
    Hinweis: Je nach Version der Netzwerkkarte kann der DRSS standardmäßig aktiviert oder deaktiviert sein.
  3. Wenn eine NIC-Gruppierung verwendet wird, muss die Konfiguration beider Ports der Netzwerkkarte identisch sein.

    esxcli system module parameters set -m -i40en_ens -p DRSS=4,4

  4. Entladen/Laden Sie den Netzwerkkartentreiber, damit die Modulparameter wirksam werden.
  5. Laden Sie den Netzwerkkartentreiber.

Nächste Maßnahme

Konfigurieren Sie Mehrfachkontext, damit das ENS-Modul den Paketdurchsatz von vNIC-Warteschlangen verbessern kann.