Schnittstellen im Netflow-Kontext von VMware können grob in zwei Typen unterteilt werden: Physisch und SD-WAN.

  • Physisch: Dies sind Ethernet- (z. B. GE1, GE2), VLAN- (z. B. br-network1) oder IP-Schnittstellen (z. B. PPPoE oder einige USB-Modem-Schnittstellen).
  • SD-WAN: Dabei handelt es sich um Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen zwischen einem Paar von VMware-Geräten. Auf dem Overlay können mehrere Tunnel zwischen einem Paar von VMware-Geräten vorhanden sein. Diese Tunnel verwenden ein proprietäres Protokoll namens VCMP, das verschiedene Funktionen wie beispielsweise Verschlüsselung und Neuübertragung bietet. Die Tunnel zwischen zwei Geräten können je nach Konfiguration immer vorhanden sein oder auf Anforderung erstellt werden. Die Endpoints dieser Tunnel werden in der VMware-Terminologie als „Links“ bezeichnet. In der Regel gibt es einen „Link“ für jede physische WAN-seitige Schnittstelle auf einem Edge.
Das folgende Diagramm zeigt die Beziehung zwischen physischen/SD-WAN-Schnittstellen, Links und Tunneln. Auf den beiden folgenden Knoten sind GE1, GE2 und GE3 physische Schnittstellen. Bei GE1 und GE2 handelt es sich um WAN-seitige Schnittstellen, über die Links definiert sind. Im Gegensatz dazu ist GE3 eine LAN-seitige Schnittstelle, über die somit kein Link definiert ist. Tunnel werden zwischen Links auf jedem Knoten gebildet. Die SD-WAN-Schnittstelle „Knoten1-Knoten2 (Node1-Node2)“ ist die Overlay-Schnittstelle, über die Datenverkehr von Knoten 1 zu Knoten 2 gesendet werden kann. Wenn der Datenverkehr über die SD-WAN-Schnittstelle „Knoten1-Knoten2“ gesendet wird, kann für die einzelnen Pakete eine der folgenden Aussagen zutreffen:
  • Sie werden in beiden Tunneln repliziert.
  • Zwischen den Tunneln wird ein Lastenausgleich durchgeführt.
  • Sie werden nur in einem Tunnel gesendet.
Die Behandlung der Pakete richtet sich nach dem Typ des Datenverkehrs, der Konfiguration und den Netzwerkbedingungen.

Vorlagen-ID: 272

Die Vorlage für die Schnittstellenoption wird standardmäßig alle 5 Minuten gesendet. Der Timer ist konfigurierbar.

Element-ID (Enterprise-Element-ID) Name Typ Beschreibung Anwendbare Edge-Version
10

ingressInterface

unsigned32

Geltungsbereichsfeld. Der Index dieser Schnittstelle. Der Wert entspricht dem Wert des verwalteten Objekts ifIndex gemäß Definition in [RFC2863].

3.3.0

82

interfaceName

string

Ein Kurzname, mit dem eine Schnittstelle eindeutig beschrieben wird, z. B. „Eth1/0“.

3.3.0
83

interfaceDescription

string

Die Beschreibung einer Schnittstelle, z. B. „FastEthernet1/0“ oder „ISP-Verbindung“.

3.3.0

45000 (12232)

interfaceType

unsigned8

  • 1 – Physisch (Physical)
  • 2 – SDWAN E2E
  • 3 – SDWAN E2DC
  • 4 – SDWAN E2C
  • 5 – Physische Teilschnittstelle (Physical Sub-Interface) (Unterstützt ab Version 3.4.0)
3.3.0

45001 (12233)

destinationUUID

octetArray

UUID des Zielknotens

3.3.0

45013 (12245)

primaryIpv4Address

ipv4Address

Primäre IP-Adresse einer physischen Schnittstelle. Für SD-WAN-Schnittstellen ist dies immer 0.0.0.0.

3.3.0