Mit den WAN-Overlay-Einstellungen können Sie ein benutzerdefiniertes WAN-Overlay hinzufügen oder ändern. Sie können auch ein vorhandenes automatisch erkanntes WAN-Overlay ändern oder löschen, das auf einer gerouteten Schnittstelle erkannt wurde.

So konfigurieren Sie die WAN-Overlay-Einstellungen für einen Edge:

  1. Klicken Sie im Unternehmensportal im oberen Bereich des Fensters auf die Option Neue Orchestrator-Benutzeroberfläche öffnen (Open New Orchestrator UI).
  2. Klicken Sie im Popup-Fenster auf Neue Orchestrator-Benutzeroberfläche starten (Launch New Orchestrator UI).
  3. Die Benutzeroberfläche wird auf einer neuen Registerkarte geöffnet, auf der die Überwachungs- und Konfigurationsoptionen angezeigt werden.

Klicken Sie in der neuen Orchestrator-Benutzeroberfläche auf die Registerkarte Konfigurieren (Configure).

So konfigurieren Sie Schnittstelleneinstellungen für einen bestimmten Edge:

  1. Klicken Sie auf Konfigurieren (Configure) > Edges.
  2. Auf der Seite Edges werden die vorhandenen Edges angezeigt.
  3. Klicken Sie auf den Link zu einem Edge oder auf den Link Anzeigen (View) in der Spalte Gerät (Device) des Edge.
  4. Die Konfigurationsoptionen für den ausgewählten Edge werden auf der Registerkarte Gerät (Device) angezeigt.
  5. Klicken Sie in der Kategorie Konnektivität (Connectivity) auf Schnittstellen (Interfaces).
  6. Im Abschnitt WAN-Overlay-Einstellungen (WAN Overlay Settings) wird das vorhandene Overlay angezeigt. Sie können auf den Namen des Overlays klicken, um die Einstellungen zu ändern. Zum Erstellen eines neuen WAN-Overlays klicken Sie auf Benutzerdefiniertes WAN-Overlay hinzufügen (Add User Defined WAN Overlay).

  7. Weitere Informationen zum Konfigurieren der verschiedenen Einstellungen für öffentliche und private Overlays finden Sie unter Konfigurieren der Einstellungen für Edge-WAN-Overlay. Neben diesen Einstellungen können Sie Folgendes mit der neuen Orchestrator-Benutzeroberfläche konfigurieren:
    • Adresstyp (Address Type) – Sie können für die WAN-Overlay-Verbindung entweder eine IPv4- oder eine IPv6-Adresse verwenden. Sie können auch „IPv4“ und „IPv6“ auswählen, um benutzerdefinierte IPv4- und IPv6-Overlays für denselben ISP als einzigen Link zu konfigurieren. Mit dieser Option kann die Überbuchung eines Links zu einem ISP vermieden werden.
    • Optionale Konfiguration (Optional Configuration) – Ermöglicht die Konfiguration der folgenden Einstellungen:
      • IPv4-Quelladresse
      • IPv4-Adresse des nächsten Hops
      • IPv6-Quelladresse
      • IPv6-Adresse des nächsten Hops
      • Benutzerdefiniertes VLAN (Custom VLAN)
      • Benutzerdefinierte VLAN-ID
      • „DSCP pro Link“ aktivieren
      • DSCP-Tag (siehe folgenden Abschnitt „Unterstützung für DSCP-Wert-Tag pro benutzerdefiniertem Overlay“).
  8. Klicken Sie auf Link hinzufügen/aktualisieren (Add/Update Link), um die Konfiguration zu speichern.

Unterstützung für DSCP-Wert-Tags pro benutzerdefiniertem Overlay

Mit der Version 5.0.0 können Netzwerkadministratoren ein DSCP-Tag zu einem bestimmten Overlay-Link hinzufügen. Das DSCP-Tag wird auf den äußeren Header des über den Overlay-Link geleiteten VCMP-Pakets angewendet und nutzt das Underlay-DSCP-Tag des privaten Netzwerks, um jedes Overlay über die im WAN-Underlay-Netzwerk definierten QoS-Einstellungen eindeutig zu verarbeiten.

Systemeigenschaft für das DSCP-Wert-Tag pro benutzerdefiniertem Overlay

Zum Aktivieren der Funktion Geräteeinstellungen aktivieren (Enable Device Settings) müssen Operatoren die Systemeigenschaft „session.options.showConfigurationInNewUI“ im klassischen SD-WAN Orchestrator auf „true“ festlegen und sich dann bei der neuen Orchestrator-Benutzeroberfläche anmelden.

Kontrollkästchen „DSCP pro Link aktivieren“ (Enable Per link DSCP)

Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um ein DSCP-Tag zu einem bestimmten Overlay-Link hinzuzufügen. Das DSCP-Tag wird auf den äußeren Header des VCMP-Pakets angewendet, das über diesen Overlay-Link verläuft. Dies bietet die Möglichkeit, den DSCP-Tag-Mechanismus des privaten Netzwerks zu nutzen, um jedes Overlay über die am Upstream-Router definierten QoS-Einstellungen eindeutig zu behandeln. Weitere Informationen finden Sie im Anwendungsbeispiel für dieses Kontrollkästchen im folgenden Abschnitt mit dem Titel „Anwendungsbeispiel: DSCP-Wert pro benutzerdefiniertem Overlay“.

Anwendungsbeispiel: DSCP-Wert pro benutzerdefiniertem Overlay

In diesem Anwendungsbeispiel besteht die Anforderung darin, den auf dem WAN-Link konfigurierten WAN-Overlay-DSCP-Tag-Wert auf den gesamten von diesem Link ausgehenden Datenverkehr für den Edge, der den Tunnel verursacht, anzuwenden. Der konfigurierte DSCP-Wert sollte für den äußeren VCMP-Header gelten, damit das MPLS-Netzwerk den DSCP-Wert lesen und differenzierte Dienste auf das VCMP-gekapselte Paket anwenden kann. Der Wert des inneren DSCP-Tags, der von der LAN-Seite des Edge-Netzwerks stammt, sollte unverändert bleiben. Anforderungen auf der Tunnel-Zielseite: Der Hub oder Peer-Edge, der die Anforderung zur Tunnel-Erstellung empfängt, muss mit demselben DSCP-Overlay-Tag-Wert antworten, der vom Tunnel-Urheber auf dem äußeren VCMP-Header gesendet wird. Der Hub oder Peer-Edge, der den Overlay-Tunnel beendet, sollte das für das LAN bestimmte innere DSCP-Tag nicht ändern.

In der folgenden Abbildung verwendet das Unternehmen DSCP-Werte in seinem Underlay-Netzwerk, um differenzierte Dienste auf der Grundlage des Quell-WAN-Overlay-Links/Tunnels anzubieten.