Sie können eine einzelne IP-Zuordnungsregel auf Subnetzebene für eine ausgewählte konfigurierte Zuordnung eines virtuellen Netzwerks auf den Schutz- und den Wiederherstellungs-Sites angeben.

Mit Zuordnungen auf Subnetzebene entfällt die Notwendigkeit, genaue IP-Zuordnungen auf Adapterebene zu definieren. Stattdessen geben Sie eine IP-Anpassungsregel an, die Site Recovery Manager auf alle relevanten Adapter anwendet. Die IP-Anpassungsregel wird für Test- und Wiederherstellungs-Workflows verwendet. Sie können zwischen verschiedenen Netzwerkzuordnungen keine IP-Anpassungsregeln wiederverwenden.

Wichtig:
  • IP-Subnetz-Zuordnungsregeln unterstützen nur IPv4.
  • Die regelbasierte IPv6-Anpassung wird von Site Recovery Manager nicht unterstützt.
  • Wenn Sie IP-Subnetz-Zuordnungsregeln für virtuelle Windows-Maschinen mit aktiviertem IPv6 anwenden, bleiben die IPv6-Einstellungen, DHCP oder statisch, nach der Wiederherstellung unberührt. Bei virtuellen Linux-Maschinen werden IPv6-Einstellungen auf DHCP zurückgesetzt.
  • Site Recovery Manager wertet keine IP-Zuordnungsregeln für virtuelle Maschinen aus, die für die Verwendung der manuellen IP-Anpassung konfiguriert sind.

Die IP-Anpassungsregel gilt für virtuelle Maschinen, bei denen ein Failover von dem IPv4-Subnetz einer Schutz-Site auf das IPv4-Subnetz einer Wiederherstellungs-Site durchgeführt wird, z. B. von 10.17.23.0/24 auf 10.18.22.0/24. Die IP-Anpassungsregel besagt, dass während einer Wiederherstellung Site Recovery Manager die vorhandene IP-Konfiguration der Netzwerkkarten der wiederhergestellten virtuellen Maschine auswertet und auf dem Subnetz 10.17.23.0/24 erkannte Netzwerkkarten für das Subnetz 10.18.22.0/24 neu konfiguriert.

Trifft die Regel zu, leitet Site Recovery Manager die neue statische IPv4-Adresse aus der alten Adresse ab, indem er die Host-Bits der ursprünglichen IPv4-Adresse beibehält und sie in das Zielsubnetz einsetzt. Beispiel: Die ursprüngliche Adresse der Schutz-Site lautet 10.17.23.55/24 und die neue Adresse ist 10.18.22.55/24.

Wenn das Textfeld für das Standard-Gateway leer ist, leitet Site Recovery Manager den neuen Gateway-Parameter vom ursprünglichen Parameter ab, indem die Host-Bits der ursprünglichen IPv4-Adresse beibehalten und in das Zielsubnetz eingesetzt werden. Beispiel: Das ursprüngliche Gateway der Schutz-Site lautet 10.17.23.1 und das neue Gateway ist 10.18.22.1. Wenn Sie explizit einen Gateway-Parameter angeben, überprüft Site Recovery Manager die Syntax der IPv4-Adresse und wendet sie genau an.

Site Recovery Manager wendet das DNS und weitere Parameter wie angegeben an. DHCP-aktivierte Netzwerkkarten unterliegen nicht der Anpassung, da während der Wiederherstellung ihre Netzwerkkonfiguration unverändert bleibt.

Prozedur

  1. Klicken Sie im vSphere Client oder im vSphere Web Client auf Site Recovery > Site Recovery öffnen.
  2. Wählen Sie auf der Registerkarte „Home“ von Site Recovery ein Site-Paar aus und klicken Sie auf Details anzeigen.
  3. Klicken Sie im linken Bereich auf Konfigurieren > Netzwerkzuordnungen.
  4. Wählen Sie eine Netzwerkzuordnung aus, für die eine Anpassungsregel definiert werden soll.
  5. Klicken Sie zum Definieren einer Regel mit der rechten Maustaste auf die Zuordnung und wählen Sie IP-Anpassungsregel hinzufügen aus.
  6. Geben Sie Subnetz-IP-Bereiche an, die der Schutz- und der Wiederherstellungs-Site zugeordnet werden sollen.
  7. Geben Sie die Netzwerkeinstellungen für das Wiederherstellungs-Site-Netzwerk an.
  8. Klicken Sie auf Hinzufügen, um Ihre Änderungen zu speichern.