Bei virtuellen Linux-Maschinen werden die VMware Tools manuell von der Befehlszeile aus installiert. Für spätere Linux-Verteilungen verwenden Sie die integrierte open-vm-tools-Version.

Vorbereitungen

Weitere Informationen zur Betriebssystem-Kompatibilität für open-vm-tools finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resoucres/compatibility.

  • Schalten Sie die virtuelle Maschine ein.

  • Stellen Sie sicher, dass das Gastbetriebssystem ausgeführt wird.

  • Da das VMware Tools-Installationsprogramm in Perl geschrieben ist, muss Perl auf dem Gastbetriebssystem installiert sein.

  • Stellen Sie für die virtuellen vSphere-Maschinen fest, ob Sie über die neueste Version der VMware Tools verfügen. In der vSphere Client-Bestandsliste wählen Sie die virtuelle Maschine aus und klicken auf die Registerkarte Zusammenfassung.

Prozedur

  1. Mounten Sie die virtuelle VMware Tools-Festplatte im Gastbetriebssystem.

    VMware-Produkt

    Aktion

    vSphere Client

    Bestand > Virtuelle Maschine > Gast > VMware installieren/aktualisieren

    vSphere-Webclient

    Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die virtuelle Maschine und wählen Sie Gastbetriebssystem > VMware Tools installieren.

    Fusion

    Virtuelle Maschine > VMware Tools installieren (oder aktualisieren)

    Workstation Pro

    VM > VMware Tools installieren (oder: aktualisieren)

    Workstation Player

    Player > Verwalten > VMware Tools installieren (oder: aktualisieren)

  2. Öffnen Sie in der virtuellen Maschine ein Terminalfenster.
  3. Führen Sie den Befehl mount ohne Argumente aus, um festzustellen, ob Ihre Linux-Distribution das virtuelle CD-ROM-Image der VMware Tools automatisch bereitgestellt hat.

    Wenn das CD-ROM-Gerät installiert ist, werden das CD-ROM-Gerät und der zugehörige Mount-Punkt entsprechend der im Folgenden dargestellten Ausgabe aufgelistet:

    /dev/cdrom on /mnt/cdrom type iso9660 (ro,nosuid,nodev)
  4. Wenn das virtuelle CD-ROM-Image der VMware Tools nicht bereitsteht, mounten Sie das CD-ROM-Laufwerk.
    1. Wenn noch kein Mount-Punkt-Verzeichnis existiert, erstellen Sie es.
      mkdir /mnt/cdrom

      Einige Linux-Distributionen verwenden andere Namen für Mount-Punkte. Beispielsweise kann der Mount-Punkt bei einigen Distributionen /media/VMware Tools anstelle von /mnt/cdrom lauten. Ändern Sie den Befehl entsprechend den Konventionen Ihrer Distribution.

    2. Mounten Sie das CD-ROM-Laufwerk.
      mount /dev/cdrom /mnt/cdrom

      Einige Linux-Distributionen verwenden andere Gerätenamen oder verwalten das Verzeichnis /dev unterschiedlich. Wenn Ihr CD-ROM-Laufwerk nicht /dev/cdrom lautet oder wenn der Mount-Punkt einer CD-ROM nicht /mnt/cdrom lautet, ändern Sie den Befehl, um ihn an die Konventionen Ihrer Distribution anzupassen.

  5. Gehen Sie zu einem Arbeitsverzeichnis, zum Beispiel /tmp.

    cd /tmp

  6. (Optional) Löschen Sie das gegebenenfalls vorhandene Verzeichnis vmware-tools-distrib, bevor Sie VMware Tools installieren.

    Der Speicherort dieses Verzeichnisses hängt davon ab, was bei der vorherigen Installation angegeben wurde. Normalerweise befindet sich dieses Verzeichnis unter /tmp/vmware-tools-distrib.

  7. Listen Sie die Inhalte des Mount-Punkt-Verzeichnisses auf und notieren Sie den Dateinamen des VMware Tools Tar-Installationsprogramms.
    ls Mount-Punkt
  8. Dekomprimieren Sie das Installationsprogramm.
    tar zxpf /mnt/cdrom/VMwareTools-x.x.x-yyyy.tar.gz

    Der Wert x.x.x ist die Produktversionsnummer und yyyy ist die Build-Nummer des Produktreleases.

  9. Unmounten Sie gegebenenfalls das CD-ROM-Image.
    umount /dev/cdrom 

    Wenn Ihre Linux-Distribution das CD-ROM-Image automatisch gemountet hat, müssen Sie es nicht unmounten.

  10. Führen Sie das Installationsprogramm aus und konfigurieren Sie VMware Tools als Root-Benutzer.
    cd vmware-tools-distrib
    sudo ./vmware-install.pl

    In der Regel wird die Konfigurationsdatei vmware-config-tools.pl nach Abschluss des Installationsprogramms ausgeführt. Wenn Sie versuchen, eine Tar-Installation über eine RPM-Installation oder umgekehrt auszuführen, erkennt das Installationsprogramm die vorherige Installation und muss das Datenbankformat des Installationsprogramms konvertieren, ehe es fortfahren kann.

    Anmerkung:

    Für neuere Linux-Verteilungen werden Benutzer aufgefordert, die integrierten open-vm-tools zu wählen.

  11. Folgen Sie den Eingabeaufforderungen zur Annahme der Standardwerte, wenn diese für Ihre Konfiguration geeignet sind.
  12. Folgen Sie den Anweisungen am Ende des Skripts.

    Abhängig von den verwendeten Funktionen können diese Anweisungen das Neustarten der X-Sitzung, das Neustarten der Netzwerkverbindung, das erneute Anmelden sowie das Starten des VMware-Benutzerprozesses umfassen. Alternativ können Sie das Gastbetriebssystem neu starten, um diese Aufgaben auszuführen.

Ergebnisse

Wenn Sie vCenter Server verwenden, wird anstelle der Bezeichnung VMware Tools auf der Registerkarte Übersicht dann OK angezeigt.

Nächste Maßnahme

Wenn VMware Tools im Zuge eines vSphere-Upgrades aktualisiert wurde, müssen Sie als Nächstes festlegen, ob die virtuellen Maschinen in Ihrer Umgebung aktualisiert werden sollen. Informationen zur Überprüfung und zum Vergleich der für unterschiedliche Kompatibilitätsebenen verfügbaren Hardware erhalten Sie imvSphere-Administratorhandbuch für virtuelle Maschinen.