Um Win32-Anwendungen über die Softwareverteilung einzusetzen, nutzen Sie unterstützte Dateitypen, Betriebssysteme und Plattformen.

Unterstützte Plattformen

Als Plattform für die Bereitstellung von Win32-Anwendungen wird Windows Desktop unterstützt.

Unterstützte Dateitypen

  • MSI
  • EXE
  • ZIP
    Hinweis: Wenn Sie eine ZIP-Datei verwenden, komprimieren Sie Anwendungspakete, die 4 GB oder größer sind, mit 7-Zip. Workspace ONE UEM dekomprimiert keine 4 GB großen oder größeren ZIP-Pakete, die mit der nativen ZIP-Komprimierung von Windows komprimiert wurden.

CDNs und Dateispeichersysteme

Es gilt als Best Practice, für die Bereitstellung von Anwendungen das Content Delivery Network (CDN) zu verwenden. Dies hat den Vorteil, dass Inhalte an Geräte im Netzwerk und an Remotegeräte gesendet werden. Zudem bietet der Ansatz höhere Downloadgeschwindigkeiten und reduziert die Bandbreite auf Workspace ONE UEM-Servern. In einigen Szenarien ist ein CDN jedoch keine gangbare Option. Verwenden Sie in solchen Fällen ein Dateispeichersystem.

Aktivieren der Softwarepaketbereitstellung – SaaS-Umgebungen

Konfigurieren Sie Workspace ONE UEM so, dass die Bereitstellung von Win32-Anwendungen durch die Softwareverteilungsmethode erkannt wird.

Damit die Option Softwarepaketbereitstellung angezeigt wird, aktiviert Workspace ONE UEM das CDN für die Umgebung. Navigieren Sie zu Gruppen & Einstellungen > Alle Einstellungen > Gruppen & Benutzer > Windows > Windows Desktop > Anwendungsbereitstellungen und aktivieren Sie Softwarepaketbereitstellung.

Hinweis: Wenn Ihre Bereitstellung IP-Adressen aus Workspace ONE UEM auf der Whitelist führt, funktioniert das CDN nicht.

Aktivieren der Softwarepaketbereitstellung – Lokale Umgebungen

Die Softwareverteilung ist nun standardmäßig in Workspace ONE UEM Console für alle lokalen Kunden aktiviert. Standardmäßig erhalten Kunden bis zu 5 GB Speicher für Anwendungen in der Datenbank. Für die Speicherung umfangreicher Win32-Anwendungen können Sie ein Dateispeichersystem verwenden.

Es gilt als Best Practice, für die Bereitstellung von Anwendungen das Content Delivery Network (CDN) zu verwenden. Diese Option hat den Vorteil, dass die Bandbreite auf anderen Servern verringert wird.

Dateispeicher für Ihre Win32-Anwendungen

Bestimmte Workspace ONE UEM powered by AirWatch-Funktionen verwenden für die Verarbeitung und Downloads einen dedizierten Dateispeicherdienst, was die allgemeine Belastung Ihrer Datenbank senkt und deren Leistung erhöht. Die manuelle Konfiguration der Dateispeicherung gilt nur für On-Premises-Kunden. Sie wird für SaaS-Kunden automatisch konfiguriert. Sie beinhaltet auch bestimmte Berichte, die Bereitstellung interner Anwendungen und von Workspace ONE UEM verwaltete Inhalte. Wenn Sie für eine dieser Funktionen Dateispeicherung aktivieren, wird sie automatisch auf die anderen angewendet. Wenn Sie die Dateispeicherung einrichten, werden alle Berichte, alle internen Anwendungen und alle verwalteten Inhalte dort abgelegt.

Ab Version 9.0.2 der Konsole wurden drei neue Berichte hinzugefügt, die genauso aussehen wie vorhandene Berichte, aber ein vollständig überarbeitetes Back-End-Framework verwenden. Dieses neue Framework generiert Berichte mit höherer Zuverlässigkeit und schnelleren Downloadzeiten. Um diese Vorteile zu nutzen, müssen Sie Dateispeicherung einrichten

Weitere Informationen zu den neuen Berichten finden Sie unter Workspace ONE UEM-Berichtsübersicht.

Wenn die Dateispeicherung aktiviert ist, werden alle internen Anwendungspakete, die Sie über die UEM console hochladen, an einem Dateispeicherort gespeichert.

Die Dateispeicherung ist erforderlich, um Win 32-Anwendungen (IPA, PAK, APPX, MSI, EXE usw.) und macOS-Anwendungen (DMG, PKG, MPKG usw.) aus dem Bereich Ressourcen der UEM-console zu implementieren. Diese Funktion wird Softwareverteilung genannt.

Weitere Informationen zu Softwareverteilung für Win32 finden Sie unter Verteilung von Win32-Anwendungen.

Weitere Informationen zur Softwareverteilung für macOS finden Sie unter Softwareverteilung und -verwaltung.

Sie können verwaltete Inhalte von der Workspace ONE UEM Datenbank trennen, indem Sie sie an einem dedizierten Dateispeicherort ablegen. Das Hochladen einer großen Zahl verwalteter Inhalte kann zu Problemen hinsichtlich der Datenbankleistung führen. In diesem Fall können lokale Benutzer Datenbankspeicherplatz verfügbar machen, indem sie verwaltete Inhalte auf eine integrierte lokale Dateispeicherlösung verschieben.

Weitere Informationen zu den verwalteten Inhalten finden Sie unter Von AirWatch verwaltetes Inhalts-Repository.

Konfigurieren der Dateispeicherung für Ihre internen Win32-Anwendungen

Konfigurieren Sie Dateispeicherung für interne Anwendungen anhand des folgenden Verfahrens. Dies ist erforderlich, wenn Sie Win32-Anwendungen mittels Softwareverteilung bereitstellen, gilt jedoch nach der Konfiguration für alle internen Anwendungen.

Wenn Ihre verwalteten Inhalte Speicherplatz in der Datenbank in Anspruch nehmen, bietet Workspace ONE UEM Ihnen dedizierten Dateispeicher. Um einen Dateispeicher einzurichten, müssen Sie den Speicherort und die Speicherkapazität für Ihren Dateispeicher bestimmen, die Netzwerkanforderungen konfigurieren und ein Konto für den Identitätswechsel erstellen. Lesen Sie die folgenden Voraussetzungen, bevor Sie die ersten Schritte ausführen:

Überprüfen der Dateispeicherverbindung von Ihren Servern aus:

  1. Stellen Sie sicher, dass der Dateipfad von allen Konsolen- und DS-Feldern aus erreichbar ist und dass dieselben Identitätswechsel-Anmeldedaten verwendet werden wie die, die in der UEM-Konsole beim Konfigurieren des Dateispeichers definiert wurden.
  2. Wenn der FS-Pfad mithilfe des FQDN konfiguriert wurde, muss die Root bei Verwendung der DFS-Freigabe von allen Konsolen und DS-Knoten aus erreichbar sein. Wenn beispielsweise der Dateipfad, der im Dateispeicher konfiguriert ist, //india.vmware.com/MDM/FileStorage/ ist, stellen Sie sicher, dass der DS Zugriff auf die Root //india.vmware.com/ hat.
Erstellen des freigegebenen Ordners auf einem Server in Ihrem internen Netzwerk:
  1. Der Dateispeicher kann sich auf einem separaten Server oder dem gleichen Server wie einer der anderen Workspace ONE UEM-Anwendungsserver in Ihrem internen Netzwerk befinden. Er sollte nur für Komponenten zugänglich sein, die Zugang benötigen, etwa den Konsolen- und den Gerätediensteserver.
  2. Sollten sich der Gerätedienstserver, Konsolenserver und der Server, der den freigegebenen Ordner hostet, nicht in derselben Domäne befinden, geben Sie die Domäne während der Konfiguration des Dienstkontos im Format <Domäne\Benutzername> an. Domänenvertrauensstellung kann auch hergestellt werden, um einen Authentifizierungsfehler zu vermeiden.
Konfigurieren der Netzwerkanforderungen:
  1. Bei Verwendung von Samba/SMB – TCP: 445, 137, 139. UDP: 137, 138
  2. Bei Verwendung von NFS – TCP und UDP: 111 und 2049

Zuordnen ausreichender Festplattenkapazität:

Ihre spezifischen Speicheranforderungen können je nach der von Ihnen vorgesehenen Verwendung des Dateispeichers variieren. Der Dateispeicherort muss genügend Speicherplatz für die internen Anwendungen, verwalteten Inhalte oder Berichte aufweisen, die Sie verwenden möchten. Berücksichtigen Sie die nachfolgend aufgeführten Punkte:

  1. Wenn Sie Zwischenspeicherung für interne Anwendungen oder Inhalte aktivieren, ist es empfehlenswert, den Gerätedienst-Server auf 120 Prozent der kumulativen Größe aller Anwendungen/Inhalte zu dimensionieren, die Sie veröffentlichen müssen.
  2. Bei Speicherberichten hängen Ihre Speicheranforderungen von der Anzahl der Geräte, der Anzahl täglicher Berichte und der Häufigkeit ab, mit der Sie diese löschen. Planen Sie als Ausgangspunkt für Bereitstellungsgrößen von bis zu 250.000 Geräten, die etwa 200 tägliche Berichte ausführen, mindestens 50 GB ein. Passen Sie diese Zahlen an die tatsächlichen Gegebenheiten in Ihrem Einsatz an. Wenden Sie diese Dimensionierung auch auf Ihren Konsolen-Server an, wenn Sie Zwischenspeicherung aktivieren.
Erstellen eines Dienstkontos mit ordnungsgemäßen Berechtigungen:
  1. Erstellen Sie ein Konto in der Domäne des freigegebenen Speicherverzeichnisses.
  2. Erteilen Sie dem lokalen Benutzer Lese-/Schreib-/Änderungsberechtigungen für die Dateifreigabe, die für den Dateispeicherpfad verwendet wird.
  3. Konfigurieren Sie den Benutzer für Dateispeicher-Identitätswechsel in Workspace ONE UEM mit dem Domänenkonto im Format <domain\username>.
  4. Wenn sich das freigegebene Speicherverzeichnis nicht in einer Domäne befindet, erstellen Sie einen identischen lokalen Benutzer und ein identisches Kennwort auf dem Server, der als Dateispeicher-, Konsolen- und Gerätedienstserver verwendet wird. Geben Sie in diesem Fall das lokale Benutzerkonto im Format <username> an.

Konfigurieren des Dateispeichers in der globalen Organisationsgruppe:

  1. Konfigurieren Sie Dateispeichereinstellungen auf der Ebene der Organisationsgruppe „Global“ in der UEM-Konsole. Wenn Dateispeicherung aktiviert ist, können Sie ein externes Repository konfigurieren, in dem Dateien gespeichert werden. Sind die Einstellungen deaktiviert, werden Dateien als große Binärobjekte in der Datenbank gespeichert.
  1. Navigieren Sie auf der Organisationsgruppenebene „Global“ zu Gruppen & Einstellungen > Alle Einstellungen > Installation > Dateipfad und scrollen Sie ganz nach unten.
  2. Wählen Sie Dateispeicherung aktiviert und konfigurieren Sie die Einstellungen.
    Einstellung Beschreibung
    Dateispeicherpfad Geben Sie den Pfad der Dateien im folgenden Format ein: \\{Servername}\{Ordnername}, wobei der Ordnername der Name des freigegebenen Ordners ist, den Sie auf dem Server erstellen.
    Dateispeicher-Zwischenspeicherung aktiviert

    Wenn aktiviert, wird eine lokale Kopie von Dateien, die zum Download angefordert wurden, auf dem Gerätedienst-Server als eine Zwischenspeicherkopie abgelegt. Bei anschließenden Downloads der gleichen Datei wird sie vom Gerätedienst-Server und nicht aus dem Dateispeicher abgerufen.

    Wenn die Einstellung aktiviert ist, werden die Dateien beim erstmaligen Zugriff lokal auf dem DS-Server zwischengespeichert. Nachfolgende Anforderungen werden mithilfe der Datei, die auf dem DS-Server zwischengespeichert wurde, bedient, anstatt vom Dateispeicherort zu streamen.

    Wenn Sie die Zwischenspeicherung aktivieren, sollten Sie daran denken, den benötigten Speicherplatz auf dem Server bereitzustellen.

    Wenn Sie eine Integration in ein CDN vornehmen, werden Anwendungen und Dateien über den CDN-Anbieter verteilt und es wird keine lokale Kopie auf dem Gerätedienst-Server abgelegt. Weitere Informationen finden Sie im VMware Workspace Workspace ONE UEM CDN Integration Guide (https://resources.air-watch.com/view/8cr52j4hm6xfvt4v2wgg/en).

    Dateispeicheridentitätswechsel aktiviert Wählen Sie diese Funktion, um ein Dienstkonto mit ordnungsgemäßen Berechtigungen hinzuzufügen.
    Benutzername für Dateispeicheridentitätswechsel Geben Sie einen gültigen Benutzernamen für das Dienstkonto an, um sowohl Lese- als auch Schreibberechtigungen für das freigegebene Speicherverzeichnis zu erhalten.
    Kennwort Geben Sie ein gültiges Kennwort für das Dienstkonto an, um sowohl Lese- als auch Schreibberechtigungen für das freigegebene Speicherverzeichnis zu erhalten.
  3. Wählen Sie die Schaltfläche Verbindung testen, um die Konfiguration zu testen