Konfigurieren Sie Dateispeicherung für interne Anwendungen anhand des folgenden Verfahrens. Dies ist erforderlich, wenn Sie Win32-Anwendungen mittels Softwareverteilung bereitstellen, gilt jedoch nach der Konfiguration für alle internen Anwendungen.

Voraussetzungen

Wenn Ihre verwalteten Inhalte Speicherplatz in der Datenbank in Anspruch nehmen, bietet Workspace ONE UEM Ihnen dedizierten Dateispeicher. Um einen Dateispeicher einzurichten, müssen Sie den Speicherort und die Speicherkapazität für Ihren Dateispeicher bestimmen, die Netzwerkanforderungen konfigurieren und ein Konto für den Identitätswechsel erstellen. Lesen Sie die folgenden Voraussetzungen, bevor Sie die ersten Schritte ausführen:

Überprüfen der Dateispeicherverbindung von Ihren Servern aus:

  1. Stellen Sie sicher, dass der Dateipfad von allen Konsolen- und DS-Feldern aus erreichbar ist und dass dieselben Identitätswechsel-Anmeldedaten verwendet werden wie die, die in der UEM-Konsole beim Konfigurieren des Dateispeichers definiert wurden.
  2. Wenn der FS-Pfad mithilfe des FQDN konfiguriert wurde, muss die Root bei Verwendung der DFS-Freigabe von allen Konsolen und DS-Knoten aus erreichbar sein. Wenn beispielsweise der Dateipfad, der im Dateispeicher konfiguriert ist, //india.vmware.com/MDM/FileStorage/ ist, stellen Sie sicher, dass der DS Zugriff auf die Root //india.vmware.com/ hat.
Erstellen des freigegebenen Ordners auf einem Server in Ihrem internen Netzwerk:
  1. Der Dateispeicher kann sich auf einem separaten Server oder dem gleichen Server wie einer der anderen Workspace ONE UEM-Anwendungsserver in Ihrem internen Netzwerk befinden. Er sollte nur für Komponenten zugänglich sein, die Zugang benötigen, etwa den Konsolen- und den Gerätediensteserver.
  2. Sollten sich der Gerätedienstserver, Konsolenserver und der Server, der den freigegebenen Ordner hostet, nicht in derselben Domäne befinden, geben Sie die Domäne während der Konfiguration des Dienstkontos im Format <Domäne\Benutzername> an. Domänenvertrauensstellung kann auch hergestellt werden, um einen Authentifizierungsfehler zu vermeiden.
Konfigurieren der Netzwerkanforderungen:
  1. Bei Verwendung von Samba/SMB – TCP: 445, 137, 139. UDP: 137, 138
  2. Bei Verwendung von NFS – TCP und UDP: 111 und 2049

Zuordnen ausreichender Festplattenkapazität:

Ihre spezifischen Speicheranforderungen können je nach der von Ihnen vorgesehenen Verwendung des Dateispeichers variieren. Der Dateispeicherort muss genügend Speicherplatz für die internen Anwendungen, verwalteten Inhalte oder Berichte aufweisen, die Sie verwenden möchten. Berücksichtigen Sie die nachfolgend aufgeführten Punkte:

  1. Wenn Sie Zwischenspeicherung für interne Anwendungen oder Inhalte aktivieren, ist es empfehlenswert, den Gerätedienst-Server auf 120 Prozent der kumulativen Größe aller Anwendungen/Inhalte zu dimensionieren, die Sie veröffentlichen müssen.
  2. Bei Speicherberichten hängen Ihre Speicheranforderungen von der Anzahl der Geräte, der Anzahl täglicher Berichte und der Häufigkeit ab, mit der Sie diese löschen. Planen Sie als Ausgangspunkt für Bereitstellungsgrößen von bis zu 250.000 Geräten, die etwa 200 tägliche Berichte ausführen, mindestens 50 GB ein. Passen Sie diese Zahlen an die tatsächlichen Gegebenheiten in Ihrem Einsatz an. Wenden Sie diese Dimensionierung auch auf Ihren Konsolen-Server an, wenn Sie Zwischenspeicherung aktivieren.
Erstellen eines Dienstkontos mit ordnungsgemäßen Berechtigungen:
  1. Erstellen Sie ein Konto in der Domäne des freigegebenen Speicherverzeichnisses.
  2. Erteilen Sie dem lokalen Benutzer Lese-/Schreib-/Änderungsberechtigungen für die Dateifreigabe, die für den Dateispeicherpfad verwendet wird.
  3. Konfigurieren Sie den Benutzer für Dateispeicher-Identitätswechsel in Workspace ONE UEM mit dem Domänenkonto im Format <domain\username>.
  4. Wenn sich das freigegebene Speicherverzeichnis nicht in einer Domäne befindet, erstellen Sie einen identischen lokalen Benutzer und ein identisches Kennwort auf dem Server, der als Dateispeicher-, Konsolen- und Gerätedienstserver verwendet wird. Geben Sie in diesem Fall das lokale Benutzerkonto im Format <username> an.

Konfigurieren des Dateispeichers in der globalen Organisationsgruppe:

  1. Konfigurieren Sie Dateispeichereinstellungen auf der Ebene der Organisationsgruppe „Global“ in der UEM-Konsole.

Prozedur

  1. Navigieren Sie auf der Organisationsgruppenebene „Global“ zu Gruppen & Einstellungen > Alle Einstellungen > Installation > Dateipfad und scrollen Sie ganz nach unten.
  2. Wählen Sie Dateispeicherung aktiviert und konfigurieren Sie die Einstellungen.
    Wenn Dateispeicherung aktiviert ist, können Sie ein externes Repository konfigurieren, in dem Dateien gespeichert werden. Sind die Einstellungen deaktiviert, werden Dateien als große Binärobjekte in der Datenbank gespeichert.
    Einstellung Beschreibung
    Dateispeicherpfad Geben Sie den Pfad der Dateien im folgenden Format ein: \\{Servername}\{Ordnername}, wobei der Ordnername der Name des freigegebenen Ordners ist, den Sie auf dem Server erstellen.
    Dateispeicher-Zwischenspeicherung aktiviert

    Wenn aktiviert, wird eine lokale Kopie von Dateien, die zum Download angefordert wurden, auf dem Gerätedienst-Server als eine Zwischenspeicherkopie abgelegt. Bei anschließenden Downloads der gleichen Datei wird sie vom Gerätedienst-Server und nicht aus dem Dateispeicher abgerufen.

    Wenn die Einstellung aktiviert ist, werden die Dateien beim erstmaligen Zugriff lokal auf dem DS-Server zwischengespeichert. Nachfolgende Anforderungen werden mithilfe der Datei, die auf dem DS-Server zwischengespeichert wurde, bedient, anstatt vom Dateispeicherort zu streamen.

    Wenn Sie die Zwischenspeicherung aktivieren, sollten Sie daran denken, den benötigten Speicherplatz auf dem Server bereitzustellen.

    Wenn Sie eine Integration in ein CDN vornehmen, werden Anwendungen und Dateien über den CDN-Anbieter verteilt und es wird keine lokale Kopie auf dem Gerätedienst-Server abgelegt. Weitere Informationen finden Sie im VMware Workspace ONE UEM CDN Integration Guide (https://resources.air-watch.com/view/8cr52j4hm6xfvt4v2wgg/en).

    Dateispeicheridentitätswechsel aktiviert Wählen Sie diese Funktion, um ein Dienstkonto mit ordnungsgemäßen Berechtigungen hinzuzufügen.
    Benutzername für Dateispeicheridentitätswechsel Geben Sie einen gültigen Benutzernamen für das Dienstkonto an, um sowohl Lese- als auch Schreibberechtigungen für das freigegebene Speicherverzeichnis zu erhalten.
    Kennwort Geben Sie ein gültiges Kennwort für das Dienstkonto an, um sowohl Lese- als auch Schreibberechtigungen für das freigegebene Speicherverzeichnis zu erhalten.
  3. Wählen Sie die Schaltfläche Verbindung testen aus, um die Konfiguration zu testen