Um die Lastausgleichsfunktion von F5 zu unterstützen und zu aktivieren, wurden die erforderlichen Komponenten bzw. Einheiten zu vRealize Network Insight hinzugefügt.

Überblick über einen F5-Lastausgleichsdienst und seine Komponenten

  • Anwendungsserver: Die Maschinen, auf denen die Anwendungen gehostet werden. Wenn Sie beispielsweise über einen Webserver verfügen, wird der Server auf Anwendungsservern ausgeführt (physischer oder virtueller Server).
  • Dienstknoten: F5 stellt die Anwendungsserver als Dienstknoten dar. Daher hat der Dienstknoten dieselbe IP-Adresse bzw. denselben FQDN wie der Anwendungsserver. Jeder Dienstknoten kann über mehrere Anwendungen verfügen.
  • Poolmitglieder: Eine logische Einheit. Jede Anwendung in einem Dienstknoten wird durch ein Poolmitglied dargestellt, das dieselbe IP-Adresse bzw. denselben FQDN hat wie der Dienstknoten. Zur Kennzeichnung verschiedener Anwendungen betten die Poolmitglieder die Portnummer in die IP-Adresse der Dienstknoten ein.
  • Pools: Alle Poolmitglieder, die eine Anwendung bereitstellen, sind zu einem Pool gruppiert.
  • Virtuelle Server: Eine öffentliche IP-Adresse der Anwendung. Die Clients, die eine Anwendung verwenden möchten, stellen also eine Verbindung mit der IP-Adresse (z. B. 10.100.100.10) und der Portnummer (80 oder 21) des virtuellen Servers her.
  • Client-Terminal: Die Verbindung beginnt bei einem Client-Terminal. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Maschine.
Die Clientanforderung stellt eine Verbindung zum virtuellen Server her, der auf der Basis des Pools über die Poolmitglieder bestimmt. Die Poolmitglieder leiten die Anforderung dann an den Anwendungsserver (VM oder physischen Server) weiter.
Hinweis: Ein einzelner Anwendungsserver kann mehrere Anforderungen von unterschiedlichen Ports und unterschiedlichen Dienstknoten bereitstellen.
vRealize Network Insight bietet zusätzliche Vorteile bei der Unterstützung der Lastausgleichsfunktion:
  • Sie können damit ermitteln, ob es sich bei den Anwendungsservern um physische Server oder virtuelle Maschinen handelt.
  • Dank des Einblicks in Informationen zum Anwendungsserver (Host oder VM), wie z. B. Konfiguration, Leistung, Flows, ist die Fehlerbehebung damit einfach.
  • Sie erhalten Einblick in die physischen oder virtuellen Netzwerkkomponenten in einer Anwendung mit verteilter Last.
  • Bei Problemen in der Umgebung werden Warnungen ausgegeben; außerdem können Sie damit den Grund für das Problem ermitteln. Beispiel: Die Anwendung reagiert nicht, weil die Dienstknoten-VM ausgefallen ist.
  • Sie gewinnen dadurch lückenlose Einsicht in Flows.