Die Supermetrik ist eine mathematische Formel, die eine oder mehrere Metriken oder Eigenschaften enthält. Es handelt sich um eine von Ihnen entworfene benutzerdefinierte Metrik, die hilfreich ist, um Kombinationen von Metriken oder Eigenschaften aus einem einzelnen Objekt oder aus mehreren Objekten zu verfolgen. Wenn eine einzelne Metrik Sie nicht über das Verhalten Ihrer Umgebung informiert, können Sie eine Super-Metrik definieren.

Nach der Definition einer Super-Metrik weisen Sie sie einem oder mehreren Objekttypen zu. Bei dieser Aktion wird die Super-Metrik für die Objekte mit diesem Objekttyp berechnet und die Metrik-Anzeige vereinfacht. Definieren Sie beispielsweise eine Super-Metrik, die die durchschnittliche CPU-Auslastung auf allen virtuellen Maschinen berechnet und weisen Sie sie einem Cluster zu. Die durchschnittliche CPU-Auslastung auf allen virtuellen Maschinen in diesem Cluster wird als eine Super-Metrik für das Cluster berichtet.

Wenn das Super-Metrik-Attribut in einer Richtlinie aktiviert ist, können Sie ebenfalls Super-Metriken aus einer Gruppe von Objekten erfassen, die mit einer Richtlinie verbunden sind.

Da die Formeln für Super-Metriken komplex sein können, planen Sie Ihre Super-Metriken, bevor Sie sie erstellen. Der Schlüssel zum Erstellen einer Super-Metrik, die Sie über das erwartete Verhalten Ihrer Objekte informiert, besteht darin, Ihr eigenes Unternehmen und Ihre Daten zu kennen. Verwenden Sie diese Prüfliste, um die wichtigsten Aspekte Ihrer Umgebung zu identifizieren, bevor Sie mit der Konfiguration einer Super-Metrik beginnen.

Tabelle 1. Entwerfen einer Super-Metrik-Prüfliste
Legen Sie die Objekte fest, deren Verhalten verfolgt werden soll. Wenn Sie die zu verwendenden Metriken definieren, können Sie entweder spezielle Objekte oder spezielle Objekttypen auswählen. So können Sie beispielsweise die Objekte VM001 und VM002 oder den Objekttyp „virtuelle Maschine“ wählen.
Legen Sie fest, welche Metriken in die Super-Metrik aufgenommen werden sollen. Wenn Sie die Übertragung von Datenpaketen entlang eines Netzwerks verfolgen, verwenden Sie Metriken, die sich auf eingehende und ausgehende Datenpakete beziehen. Häufig handelt es sich bei den Metriken in Super-Metriken auch um die durchschnittliche CPU-Auslastung bzw. die durchschnittliche Arbeitsspeichernutzung des ausgewählten Objekttyps.
Entscheiden Sie, wie die Metriken kombiniert bzw. verglichen werden. Um beispielsweise das Verhältnis der ein- zu den ausgehenden Paketen zu ermitteln, müssen Sie die beiden Metriken dividieren. Wenn Sie CPU-Auslastung für einen Objekttyp verfolgen, sollten Sie die durchschnittliche Auslastung festlegen. Zudem kann es hilfreich sein, die höchste oder niedrigste Auslastung eines Objekts dieses Typs festzulegen. In komplexeren Szenarios benötigen Sie möglicherweise eine Formel mit Konstanten bzw. trigonometrischen Funktionen.
Entscheiden Sie, wo die Super-Metrik zugewiesen wird. Sie definieren die zu verfolgenden Objekte in der Super-Metrik und weisen die Super-Metrik dann dem Objekttyp zu, der die verfolgten Objekte enthält. Aktivieren Sie zur Überwachung aller Objekte in einer Gruppe die Super-Metrik in der Richtlinie und wenden Sie die Richtlinie auf die Objektgruppe an.
Entscheiden Sie, zu welcher Richtlinie die Super-Metrik hinzugefügt werden soll. Nach dem Erstellen fügen Sie die Super-Metrik einer Richtlinie zu. Weitere Informationen finden Sie unter Der Richtlinienarbeitsbereich in vRealize Operations Cloud.

Was können Sie noch mit Super-Metriken tun?

  • Definieren Sie auf Super-Metriken beruhende Symptome, um Warnungsdefinitionen zu erstellen, die Sie über die Leistung von Objekten in Ihrer Umgebung in Kenntnis setzen. Weitere Informationen finden Sie unter Über Metrik- und Super-Metriksymptome.
  • Erfahren Sie mehr über die Verwendung von Super-Metriken in Richtlinien. Weitere Informationen finden Sie unter Der Richtlinienarbeitsbereich in vRealize Operations Cloud.
  • Verwenden Sie OPS CLI-Befehle, um Super-Metriken zu importieren, zu exportieren, zu konfigurieren und zu löschen. Weitere Informationen finden Sie in der OPS CLI-Dokumentation.
  • Erstellen Sie eine Reihe benutzerdefinierter Metriken, um metrikbezogene Widgets anzuzeigen. Sie können eine oder mehrere Dateien konfigurieren, die unterschiedliche Gruppen von Metriken für einen bestimmten Adapter und bestimmte Objekttypen festlegen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die unterstützten Widgets auf Grundlage der konfigurierten Metriken und dem ausgewählten Objekttyp ausgefüllt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten der Metrikkonfiguration.