Das physische Netzwerk eines VSA-Clusters besteht aus Ethernet-Switches und Netzwerkkarten (NICs), die auf jedem Host installiert sind.

Architektur des physischen Netzwerks

Anmerkung:

Alle Netzwerke in einer VSA-Umgebung müssen Geschwindigkeiten von 1 G oder mehr aufweisen, damit die Konfiguration unterstützt wird.

Alle Hosts im VSA-Cluster müssen über zwei Dual-Port- oder vier Single-Port-Netzwerkkarten verfügen. Sie können einen einzelnen Ethernet-Switch für das VSA-Clusternetzwerk verwenden. Um die Netzwerkredundanz sicherzustellen, sollten Sie zwei Ethernet-Switches einsetzen.

In den folgenden Abbildungen wird die Netzwerkredundanz in einem VSA-Cluster mit zwei bzw. drei Mitgliedern dargestellt.

Anmerkung:

Der ESXi NFS-Client verwendet immer den ersten Port (vmnic0) für den Netzwerkverkehr. Dies ist wichtig zu wissen, wenn Sie über einen Mix aus 1-Gigabit-Ethernet- und 10-Gigabit-Ethernet-Netzwerkkonfigurationen verfügen.

Abbildung 1. Netzwerkredundanz in einem VSA-Cluster mit zwei Mitgliedern
Physisches Netzwerk eines aus zwei Mitgliedern bestehenden Clusters
Abbildung 2. Netzwerkredundanz in einem VSA-Cluster mit drei Mitgliedern
Physisches Netzwerk eines aus drei Mitgliedern bestehenden Clusters

In einem VSA-Cluster wird der Netzwerkdatenverkehr in Front-End- und Back-End-Datenverkehr gegliedert.

  • Front-End-Netzwerkdatenverkehr

    • Kommunikation zwischen jedem VSA-Clustermitglied und VSA Manager

    • Kommunikation zwischen ESXi und den VSA-Volumes

    • Kommunikation zwischen jedem VSA-Clustermitglied und dem VSA-Clusterdienst in einem VSA-Cluster mit zwei Knoten

    • vMotion-Datenverkehr zwischen dem zweiten Switch und den Hosts

  • Back-End-Netzwerkdatenverkehr

    • Replizierung zwischen einem Volume und dessen Replik, die sich auf einem Host befindet

    • Kommunikation zwischen den einzelnen VSA-Mitgliedsclustern in einem VSA-Cluster mit drei Knoten

Architektur des logischen Netzwerks

Jede vSphere Storage Appliance hat zwei virtuelle Netzwerkkarten: Eine behandelt den Front-End- und die andere den Back-End-Datenverkehr. Die virtuelle Back-End-Netzwerkkarte hat eine IP-Adresse von einem privaten Subnetz. Die virtuelle Front-End-Netzwerkkarte kann bis zu drei zugewiesene IP-Adressen haben.

  • IP-Adresse für das VSA-Verwaltungsnetzwerk

  • IP-Adresse des exportierten NFS-Volumes

  • IP-Adresse des VSA-Clusters (wird nur dann zugewiesen, wenn das VSA-Clustermitglied als Führungsmitglied des Clusters festgelegt ist)

Die IP-Adresse des VSA-Clusters kann zwischen VSA-Clustermitgliedern übertragen werden. Sie wird der virtuellen Front-End-Netzwerkkarte eines VSA-Clustermitglieds nur dann zugewiesen, wenn das VSA-Clustermitglied als Führungsmitglied des Clusters festgelegt ist. Falls das Führungsmitglied des Clusters nicht mehr zur Verfügung steht, wird die IP-Adresse des VSA-Clusters einem anderen VSA-Clustermitglied zugewiesen, das dann das Führungsmitglied wird.

Zwei vSphere Standard-Switches auf jedem ESXi-Host isolieren den Front-End- und den Back-End-Datenverkehr. Die physischen Netzwerkkarten-Ports dienen als Uplinks für jeden vSphere Standard-Switch, sodass jede Netzwerkkarte entweder den Front-End- oder den Back-End-Datenverkehr behandelt. Die Standard-Switches verwenden die ESXi-NIC-Gruppierung zum Bereitstellen von Link-Failover.

In der folgenden Abbildung wird das logische Netzwerk eines VSA-Clustermitglieds dargestellt, das als Führungsmitglied des VSA-Clusters dient. Das logische Netzwerk anderer VSA-Clustermitglieder ist dasselbe mit Ausnahme der zugewiesenen VSA-Cluster-IP-Adresse.

Abbildung 3. Architektur des logischen Netzwerks eines VSA-Clustermitglieds
Architektur des logischen Netzwerks